Europa wird trotz Krieg im Plus erwartet, US-Arbeitsmarktbericht im Hintergrund
Die europäischen Börsen werden am letzten Handelstag der Woche im Plus erwartet, am siebten Tag des Konflikts im Nahen Osten. Gestern stieg der CAC 40 im Tagesverlauf wieder über 8 200 Punkte, schloss aber schließlich mit einem Minus von 1,49 % bei 8 045,8 Punkten. Das Pariser Leitbarometer wird mit einem Anstieg von 0,8 % erwartet. Gleiches gilt für den Dax (+0,9 %) und den Footsie (+1,01 %).
Veröffentlicht am 06.03.2026 um 08:41
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Die Ausweitung des Konflikts im Nahen Osten hat die Befürchtungen um die Sicherheit der Meerenge von Hormus neu belebt, eine entscheidende Route für den weltweiten Energietransport, nachdem der Schiffsverkehr dort angesichts von Bedrohungen durch Raketen- und Drohnenangriffe zurückgegangen ist.
Vor diesem Hintergrund sprang der US-Ölpreis auf 81 Dollar je Barrel, ein Höchststand seit Juli 2024, während der Brent-Preis um 4,9 % auf 85,41 Dollar anzog.
Donald Trump bekräftigte seine Kriegsziele, darunter einen Regimewechsel im Iran. "Wir wollen an der Auswahl der Person beteiligt sein, die den Iran künftig führen wird", erklärte er.
Der Konflikt nimmt zudem eine stärker regionale Dimension an. Die israelische Armee flog Angriffe auf den Südvorort von Beirut, eine Hochburg der Hisbollah, nachdem diese Raketen auf israelisches Staatsgebiet abgefeuert hatte. Gleichzeitig meldet die israelische Armee Angriffe auf die "Infrastruktur des Regimes" im Iran.
In diesem besonders ereignisreichen geopolitischen Umfeld bleiben die heutigen Konjunkturdaten dennoch im Blick, allen voran der US-Arbeitsmarktbericht für Februar, der am frühen Nachmittag veröffentlicht wird.
Bei den Einzelwerten gab SPIE am Freitag den Abgang von Präsident und CEO Gauthier Louette bekannt, verbunden mit einer Umstrukturierung der Führung: Die Funktionen des Präsidenten und des Generaldirektors werden getrennt, zwei Führungskräfte werden als Nachfolger benannt. Das Unternehmen hat zudem sein EBITA-Margenziel bis 2028 nach oben angepasst, nachdem im vergangenen Jahr eine Steigerung erzielt wurde.
Atos strebt seinerseits eine Stabilisierung im Jahr 2026 an, bevor zwischen 2027 und 2028 das Wachstum und der Cashflow beschleunigt werden sollen, nachdem im Vorjahr das Margenziel übertroffen wurde.
Am Devisenmarkt legt der Euro um 0,05 % auf 1,1613 USD zu.


















