Globale Aktienfonds verzeichneten starke Zuflüsse, angeführt von Europa und Asien. Dies unterstreicht eine verstärkte Diversifizierungsstrategie, da Anleger ihre Engagements in volatilen US-Technologieaktien reduzieren und Risiken auf andere Märkte verteilen wollten.

Laut Daten von LSEG Lipper flossen globale Aktienfonds in der vergangenen Woche Nettoinvestitionen in Höhe von 31,46 Milliarden US-Dollar zu, etwas weniger als die Nettozuflüsse der Vorwoche von 35,03 Milliarden US-Dollar.

Europäische Aktienfonds verzeichneten Zuflüsse von rund 14 Milliarden US-Dollar, was der stärksten wöchentlichen Nachfrage seit dem 30. April entspricht, während der STOXX 600 ein Rekordhoch erreichte. Asiatische und US-Aktienfonds zogen 9,59 Milliarden bzw. 5,58 Milliarden US-Dollar an.

"Die Gewinne an den asiatischen und europäischen Märkten deuten auf Chancen hin, die sich aus regionalen Fiskalexpansionen und Strukturreformen ergeben", sagte Mark Haefele, Chief Investment Officer bei UBS Global Wealth Management.

"In der heutigen Umgebung, in der die Risiken höher und die Ergebnisse weniger vorhersehbar sind, halten wir eine Diversifikation über Sektoren und Regionen hinweg für besonders wichtig."

Im Bereich der Sektoren erhielten Industrie- sowie Metall- und Bergbaufonds Zuflüsse von 2,75 Milliarden bzw. 2,1 Milliarden US-Dollar und führten damit die Nettoankäufe an. Der Technologiesektor hingegen verzeichnete Abflüsse von 2,03 Milliarden US-Dollar.

Globale Rentenfonds waren in der fünften Woche in Folge gefragt und zogen in der vergangenen Woche rund 18,71 Milliarden US-Dollar an Nettoinvestitionen an.

Kurzfristige Rentenfonds, auf Euro lautende Fonds und Hochzinsfonds stießen auf großes Kaufinteresse: Anleger investierten 2,79 Milliarden, 1,9 Milliarden bzw. 1,46 Milliarden US-Dollar.

Geldmarktfonds verzeichneten in der vergangenen Woche einen Nettozufluss von 90,75 Milliarden US-Dollar, den höchsten Wert seit dem Zufluss von 162,52 Milliarden US-Dollar in der Woche bis zum 7. Januar.

Anleger investierten zudem 3,08 Milliarden US-Dollar in Gold- und Edelmetallfonds, was die größten wöchentlichen Nettoankäufe seit sechs Wochen darstellt.

In den Schwellenländern verzeichneten Aktienfonds eine anhaltend starke Nachfrage und zogen in der siebten Woche in Folge Nettoankäufe von 11,89 Milliarden US-Dollar an. Rentenfonds hingegen verzeichneten laut Daten von insgesamt 28 709 Fonds einen moderaten Abfluss von 259 Millionen US-Dollar.