In diesem Zeitraum erwirtschaftete der weltweit führende Anbieter von Bioanalytik-Dienstleistungen einen Umsatz von 1,789 Milliarden Euro, was einem Plus von 1,3% gegenüber den ersten drei Monaten des Jahres 2025 entspricht. Das organische Wachstum belief sich auf 2,6%, einschließlich einer arbeitstägigkeitsbedingten Anpassung von 0,1%. Trotz des Umsatzanstiegs handelt es sich um eine Underperformance, da der Konsens von einem organischen Plus in Höhe von 4,8% ausgegangen war. Die Analysten von Oddo BHF hatten mit einem etwas höheren Wert um die 5% gerechnet, während All Invest Securities von enttäuschenden Quartalsergebnissen spricht.

Eurofins Scientific versuchte zu relativieren und erklärte, trotz erheblichen Gegenwinds ein stetiges Wachstum erzielt zu haben. Die Geschäftstätigkeit der Gruppe wurde durch "extreme" Wetterbedingungen in Nordeuropa und Nordamerika (Stürme im Januar und Februar) gebremst, die sich negativ auf die Lebensmittel- und Umweltanalytik auswirkten.

Im Detail betrug das organische Wachstum in Europa ohne Berücksichtigung der Arbeitstage lediglich 1,6%. Belastet wurde dieses Ergebnis durch die Rationalisierung bestimmter defizitärer Verträge in der klinischen Diagnostik in Spanien und Italien sowie durch die anhaltende Schwäche der Nebenaktivitäten im Bereich Biopharma.

In Nordamerika erreichte das organische Wachstum unter den gleichen Bedingungen 2,1%, wobei das Geschäft hier durch regulatorische Änderungen und Anpassungen bei der Erstattung in der klinischen Diagnostik beeinträchtigt wurde.

Im Rest der Welt hingegen verzeichnete das organische Wachstum einen Sprung von 8,6% (ebenfalls vor Anpassungen), getragen von einer robusten Performance in den Bereichen Lebensmittel-, Umwelt- und Konsumgüterprüfung.

Ziele bestätigt

Eurofins Scientific hält trotz des enttäuschenden ersten Quartals an seinen Jahreszielen fest. Der Konzern strebt insbesondere ein organisches Wachstum in der Größenordnung von 5% für das Gesamtjahr an. Die bereinigte EBITDA-Marge soll sich in Richtung des Ziels für 2027 verbessern und den Wert von 22,5% aus dem Geschäftsjahr 2025 übertreffen. Zudem wird ein steigender Cashflow bei weiterhin starker Cash-Conversion erwartet.

Für Oddo BHF liegen diese Ziele unter dem normativen organischen Wachstumsziel von 6,5% und spiegeln eine noch begrenzte Visibilität hinsichtlich des genauen Zeitplans für die Erholung der Biopharma-Sparte wider, die ab dem zweiten Halbjahr 2026 erwartet wird. Der Konsens rechnet mit einem organischen Umsatzwachstum von 5% und einer Marge von 22,9%. Das deutsch-französische Finanzhaus behält sein Votum "Neutral" und sein Kursziel von 70 Euro bei.

Jefferies wiederum prognostiziert ein organisches Umsatzwachstum von 4,8%. Der von der US-Investmentbank zitierte Konsens schätzt, dass die Marge mit 22% niedriger ausfallen könnte als vom Unternehmen veranschlagt. Die Empfehlung für den Titel lautet "Underperform" mit einem Kursziel von 48 Euro, was einem Abwärtspotenzial von 31% gegenüber dem Schlusskurs vom Dienstag entspricht.