Der CAC 40, der seit Montagabend um 4,05% zugelegt hat, notiert aktuell mit einem leichten Plus von 0,03% bei 8.301 Punkten. In Frankfurt gewann der DAX 40 im gleichen Zeitraum 4,35% hinzu und zeigt sich zur Sitzungsmitte stabil.

Um die Erholung fortzusetzen und insbesondere der Pariser Börse die Rückkehr zu ihren historischen Höchstständen zu ermöglichen - der Leitindex liegt nur 4,15% unter seinem Rekordwert vom 26. Februar -, werden die Märkte mehr als nur Gerüchte oder Versprechen benötigen.

Bislang ist nichts unterzeichnet, und Informationen über Fortschritte zwischen Teheran und Washington sind spärlich, was ebenfalls das Abklingen der Euphorie erklärt.

Als einziges positives Signal setzen die Ölpreise ihren Rückgang fort. In New York gibt die Sorte WTI um 3,51% auf 92,40 Dollar nach, und in London fällt der Brent aus der Nordsee um 3,28% auf 98,47 Dollar.

Am Devisenmarkt erholt sich der Euro gegenüber dem Greenback (+0,22%) und wird bei 1,1773 Dollar gehandelt.

Unternehmensnachrichten im Fokus

In Frankreich wird der Markt durch die deutlichen Kursgewinne bei Luxuswerten gestützt. Kering legt um 3,10% zu, LVMH gewinnt 2,04% und Hermès rückt um 2,69% vor. Die Deeskalation im Nahostkonflikt dürfte den Sektor weiter stützen.

Unter den stärksten Gewinnern im CAC 40 findet sich auch Legrand mit einem Plus von 1,37%, womit die Aktie auf Rekordniveau notiert. Der Konzern legte Quartalsergebnisse vor, die die Erwartungen übertrafen, was insbesondere auf das Geschäft mit Rechenzentren in den USA zurückzuführen ist.

Im Gegensatz dazu geben Engie und Bouygues um 1,96% bzw. 2,57% nach. Ersterer veröffentlichte rückläufige Quartalszahlen, während Letzterer eher gemischte Ergebnisse präsentierte, wobei sich der Nettoverlust in den ersten drei Monaten des Jahres immerhin von 156 auf 94 Millionen Euro verringerte.

An den übrigen europäischen Handelsplätzen ist die Nachrichtenlage bei den Unternehmen besonders dicht.

In Deutschland klettert Infineon um 3,41%. Die Analysten der Deutschen Bank haben ihre Kaufempfehlung für den Titel bestätigt und das Kursziel nach der gestrigen Veröffentlichung der Quartalszahlen von 52 auf 70 Euro angehoben.

Ebenfalls an der Spitze der Frankfurter Kursliste steht Henkel mit einem Plus von 5,26%. Der Konsumgüterhersteller verzeichnete einen guten Jahresauftakt und bestätigte seine Jahresziele.

Hingegen markiert Davide Campari mit einem Einbruch von 12,50% den stärksten Rückgang im Stoxx Europe 600. Der Spirituosenspezialist meldete für die ersten drei Monate des Jahres einen Umsatzrückgang um 3,4% auf 643 Millionen Euro, was hinter den Prognosen zurückblieb.

Wichtige Statistiken auf der Agenda

Die Anleger haben bereits die Verschlechterung des französischen Handelsbilanzdefizits zur Kenntnis genommen, die stärker als erwartet ausfiel. Im März belief es sich auf 6,9 Milliarden Euro, verglichen mit 5,5 Milliarden im Februar und einer Prognose von 6,7 Milliarden Euro.

In der Eurozone gingen die Einzelhandelsumsätze im März mit einem Minus von 0,1% weniger stark zurück als erwartet, während Analysten mit einem Rückgang von 0,3% gerechnet hatten.

Heute Nachmittag werden die Investoren in den USA die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe im Auge behalten. Diese werden bei 205.000 Einheiten erwartet, nach 189.000 in der Vorwoche.