Die Europäische Union hat Sanktionen gegen 16 Einzelpersonen und sieben Organisationen in Russland wegen der systematischen rechtswidrigen Deportation ukrainischer Kinder verhängt, wie der Rat der EU am Montag in einer Erklärung mitteilte.
  • Nach Schätzungen des EU-Rates hat Russland seit Beginn des Krieges fast 20.500 ukrainische Kinder deportiert und zwangsweise umgesiedelt.
  • Diese Handlungen stellen schwere Verstöße gegen das Völkerrecht dar und verletzen die Grundrechte der Kinder mit dem Ziel, die ukrainische Identität auszulöschen und künftige Generationen zu schwächen, hieß es weiter.
  • Zu den heute gelisteten Einheiten gehören föderale Institutionen, die dem russischen Bildungsministerium unterstehen, so der EU-Rat.
  • Die Liste führt zudem Beamte und Politiker aus den von Russland besetzten Gebieten sowie Leiter von Jugendlagern und militär-patriotischen Organisationen auf.
  • Gegen die gelisteten Personen und Organisationen wurden Vermögenssperren verhängt. EU-Bürgern und Unternehmen ist es untersagt, ihnen Gelder oder wirtschaftliche Ressourcen zur Verfügung zu stellen; zudem gelten für die betroffenen Personen Einreiseverbote in die EU, teilte der Rat mit.