Der Handelsbilanzüberschuss der Europäischen Union mit dem Rest der Welt ist im Februar um 60% geschrumpft. Grund hierfür war ein Rückgang der Exporte in die Vereinigten Staaten um mehr als ein Viertel, während US-Einfuhrzölle von 15% auf EU-Waren weitgehend in Kraft blieben.

Wie das EU-Statistikamt Eurostat am Freitag mitteilte, lagen die EU-Exporte insgesamt im Februar um 9,3% unter dem Vorjahreswert, während die Importe um 3,5% zurückgingen.

Der stärkste Exportrückgang war mit einem Minus von 26,4% im Handel mit den USA zu verzeichnen, während die Importe aus den Vereinigten Staaten um 3,2% sanken. Auch die EU-Exporte nach China waren rückläufig.

Vor einem Jahr hatten EU-Exporteure in Erwartung der Zölle von Präsident Donald Trump damit begonnen, Lieferungen in die USA vorzuziehen. Dies führte zu einer künstlichen Aufblähung der Exportzahlen für Anfang 2025 und könnte den starken Einbruch im Februar erklären.

Im Februar 2025 waren die Exporte in die Vereinigten Staaten im Jahresvergleich noch um 22,4% gestiegen.

Am 20. Februar hob der Oberste Gerichtshof der USA die umfassenden Zölle Trumps auf, die dieser auf Basis eines Gesetzes für nationale Notstände durchgesetzt hatte. Nur wenige Tage später erhoben die USA jedoch eine neue vorläufige globale Einfuhrabgabe und planen nun, die Zölle so umzustrukturieren, dass sie den im vergangenen Jahr mit der EU vereinbarten Sätzen entsprechen.