Uniper musste 2022 nach der Energiekrise in Europa von Berlin gerettet werden. Brüssel stellte mehrere Bedingungen für die Genehmigung der Rettungsaktion, darunter die Veräußerung von zehn Vermögenswerten bis Ende 2026, von denen neun bereits verkauft wurden oder zum Verkauf stehen.
Russlands Unipro, an der Uniper derzeit einen Anteil von 83,7 % hält, der aktuell mit 106,5 Milliarden Rubel (1,4 Milliarden US-Dollar) bewertet wird, steht weiterhin auf der Liste. Das Unternehmen wurde jedoch von Moskau unter Verwaltung gestellt, was dem Eigentümer faktisch jegliche Kontrolle entzieht.
"Brüssel versteht, dass Unipro in eine andere Kategorie als alle anderen Vermögenswerte auf der Liste fällt", sagte Konzernchef Michael Lewis gegenüber Reuters auf dem Handelsblatt Energie-Gipfel. "Brüssel versteht, dass wir keine Kontrolle darüber haben und sie nicht verkaufen können."
Lewis erklärte, dass etwaige Erlöse aus einem möglichen späteren Verkauf von Unipro ein Bonus wären, da der Bereich bereits abgeschrieben sei. Er erwarte, dass die Tochtergesellschaft vorerst unter russischer Kontrolle bleibe.
(1 US-Dollar = 0,8338 Euro)
(1 US-Dollar = 76,2455 Rubel)


















