Ein gutes Beispiel ist der VanEck Uranium and Nuclear Technologies UCITS ETF, ein Tracker, den der US-amerikanische Anbieter im Februar 2024 auf den Markt gebracht hat. Die PR-Abteilung von VanEck hat uns die Arbeit heute übrigens erleichtert: Sie meldete per Pressemitteilung, dass der ETF die Schwelle von 1 Milliarde US-Dollar an verwaltetem Vermögen überschritten hat – nur drei Monate nach dem letzten Meilenstein von 500 Millionen US-Dollar. Ein derart rasanter Anstieg ist im Bereich der Themen-ETFs eine absolute Seltenheit. Er gelingt in der Regel nur dann, wenn das Investmentthema offensichtlich, breit akzeptiert – oder beides zugleich – ist. Man denke an Bitcoin-ETFs oder Fonds mit Fokus auf Rüstung.

KI bringt Atomkraft zurück ins Spiel

Im Fall des heutigen VanEck-Fonds ist das Thema klar: Atomkraft. Das Segment erlebt eine Renaissance – nicht zuletzt wegen des gigantischen Stromhungers von KI-Rechenzentren. Seit Jahresbeginn hat der Fonds um 45 % zugelegt – inklusive der Abwertung des US-Dollar, was die Performance besonders bemerkenswert macht.

Mit einer Gesamtkostenquote von 0,55 % ist der ETF nicht gerade günstig, doch diese Gebührenstruktur scheint gerechtfertigt: Es gibt nur wenige börsennotierte Möglichkeiten, gezielt und direkt in Nuklearunternehmen zu investieren.

Le nucléaire vit bien

☢ Starke Performance für den ETF ☢

In diesem Fall hat VanEck hauptsächlich Energiekonzerne und Industrieunternehmen ausgewählt. Die größte Marktkapitalisierung hat der kanadische Brennstoffspezialist Cameco, gefolgt von seinem amerikanischen Pendant Oklo und dem Energieunternehmen Nexgen. Fuji Electric, Uranium Energy, NuScale, Jacobs Solutions, IHI Corp, Mitsubishi Heavy und Atkinsrealis vervollständigen die Top 10. Die Vereinigten Staaten, Kanada und Japan sind die drei am stärksten vertretenen Länder: Sie machen 87 % des ETF aus. Es gibt nur einen europäischen Vertreter in der Liste, das britische Unternehmen Yellow Cake