Der ETF umfasst 29 Positionen. Darunter finden sich einige Schwergewichte mit eigener Quantencomputing-Sparte wie Intel, Alphabet, Microsoft oder IBM. Auch wenn die Auswahl stark auf die USA fokussiert ist, sind zudem Samsung Electronics, Deutsche Telekom, Infineon, Fujitsu, Sony, Nokia oder Ericsson vertreten. Überraschenderweise gehören auch Boeing, Wells Fargo, Bank of America und erneut die Deutsche Telekom dazu. Der Grund: Diese Konzerne beschäftigen sich über verschiedene Projekte mit der Technologie – so etwa Wells Fargo im Finanzbereich oder Boeing, das laut Beispiel zwar den Ansatz „wie Quantencomputer beim Flugzeugdesign helfen könnten“ erforscht, ihn aber offenbar noch nicht umgesetzt hat.
Besonders interessant sind jedoch die weniger bekannten oder hochspezialisierten Akteure
Die drei größten Positionen sind IonQ (8,6 % des Fondsvermögens), Synopsys (5,8 %) und Rigetti (5,1 %).
IonQ und Rigetti sind reine Quantencomputer-Spezialisten. Das bedeutet: extrem hoch bewertete Titel, die jedoch auf absehbare Zeit noch keine Gewinne erzielen dürften – wie Nvidia-Chef Jensen Huang Anfang des Jahres selbst anmerkte. Synopsys hingegen ist ein breit aufgestellter und seit Langem profitabler Softwareanbieter. Die viertgrößte Position, D-Wave (4,96 %), ähnelt wiederum IonQ und Rigetti: keine nennenswerten Umsätze, dafür enorme Kapitalaufnahmen und viele Versprechen. Quantum Computing Inc. (2,2 %) gilt als einer der Veteranen der Branche. In kleinster Gewichtung (0,35 %) findet sich schließlich Arqit Quantum, ein vielversprechendes britisches Unternehmen, das den Schritt an die US-Börse gewagt hat.
Technisch gesehen handelt es sich beim thematischen VanEck-ETF um ein thesaurierendes Produkt mit physischer Replikation, vergleichsweise hohen Gebühren (0,55 %) und erheblichen Risiken, die jedoch durch die Präsenz großer Technologie-, Industrie- und Telekomwerte im Portfolio etwas abgefedert werden. Eine Euro-Version des ETF ist ebenfalls verfügbar.

















