Seit ihrer Einführung im Jahr 1993 haben ETF eine beispiellose Wachstumskurve durchlaufen: Von 2.100 Milliarden US-Dollar im Jahr 2015 ist das Gesamtvolumen laut Zahlen des Investment Company Institute bis Mitte 2025 auf 11.500 Milliarden US-Dollar gestiegen. Diese Entwicklung wird durch eine zunehmende Diversifizierung des Angebots, die wachsende Beliebtheit bei Privatanlegern sowie das zunehmende Interesse institutioneller Investoren getragen. Die hohe Liquidität und die niedrigen Gebühren gelten als Hauptgründe für den Erfolg – flankiert von einem weit verbreiteten, wenn auch nicht immer gerechtfertigten, Gefühl der Transparenz.
Weltweit sind derzeit rund 14.000 ETF (inklusive ETPs) gelistet – wobei diese Zahl je nach Quelle variiert, da laufend neue Produkte entstehen und wieder vom Markt verschwinden. Auch unterscheiden sich viele Fonds nur marginal voneinander. Die ETF-Suchmaschine von Zonebourse listet aktuell etwas mehr als 10.000 Produkte über alle Weltregionen hinweg.
Lange Zeit galten ETF als Inbegriff passiver Anlageformen. Doch seit einer regulatorischen Lockerung in den USA im Jahr 2019 erleben aktiv verwaltete ETF einen Aufschwung. Aktuell werden zwischen 1.900 und 2.000 gelistete ETF aktiv gesteuert – mit einem Gesamtvermögen von rund 1.100 Milliarden US-Dollar.
ETF sind zum „Alltagskleid“ des modernen Anlegers geworden: einfach, flexibel, robust – vergleichbar mit der Levi’s-Jeans in der industriellen Blütezeit Amerikas. Diese Metapher verwendete kürzlich auch die Bank of America in einer Analyse auf Basis von EPFR-Daten.





















