Der Telekommunikationsausrüster Ericsson führt Gespräche über eine Investition von mehreren Hundert Millionen US-Dollar in die Netzwerksparte NEX des Halbleiterriesen Intel. Das berichtet Bloomberg News unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Quellen.

Intel hatte kürzlich bekanntgegeben, dass das Unternehmen plant, die Netzwerksparte im Zuge seiner Strategie zur Fokussierung auf das Kerngeschäft auszugliedern. Intel wird Hauptanteilseigner bleiben, sucht jedoch externe Partner.

Durch die geplante Transaktion würde Ericsson Minderheitsaktionär bei NEX werden, die Chips für Ericssons Funktechnologie liefert. Intel hat laut den Quellen auch mit anderen potenziellen Investoren Gespräche geführt, jedoch ist bislang keine endgültige Vereinbarung getroffen worden und ein Abschluss ist nicht garantiert.

Intel, das in den vergangenen Jahren Schwierigkeiten hatte, mit Wettbewerbern wie TSMC und Samsung Schritt zu halten, befindet sich derzeit in einem Restrukturierungsprozess, um seine Bilanz zu stärken.

Ericsson lehnte einen Kommentar mit Verweis darauf ab, dass man sich grundsätzlich nicht zu Geschäften oder Spekulationen über Partnerunternehmen äußere, berichtet Bloomberg.