Gestern legte der CAC 40 insbesondere um 1,79% zu – sein stàrkster Anstieg seit dem 15. Oktober letzten Jahres. Dies reichte jedoch nur aus, um einen Teil der Verluste aus den drei vorangegangenen Sitzungen wettzumachen.

Aktuell, nach anderthalb Handelsstunden, fàllt der CAC 40 um 1,02% auf 7 975,33 Punkte, der DAX 40 in Frankfurt gibt um 1,59% nach und der FTSE 100 in London verliert 1,07%.

Der Optimismus der Marktteilnehmer wurde vor allem dadurch gedàmpft, dass der Dienstag laut mehreren Nachrichtenagenturen von Angriffen beispielloser Intensitàt auf iranischem Territorium gepràgt war. Inzwischen hat der Iran mit Angriffen auf US-Militàreinrichtungen im Nahen Osten reagiert.

Ein Ende der Feindseligkeiten steht also nicht auf der Tagesordnung, und der einzige "positive" Punkt für die Màrkte ist der jüngste Rückgang der Preise für das schwarze Gold. In New York erholt sich der WTI jedoch wieder um 2% auf 87,29 Dollar, und in London legt der Brent aus der Nordsee um 0,03% auf 91,37 Dollar zu.

Die Beruhigung bei den Ölpreisen hàngt mit der Internationalen Energieagentur zusammen, die vorschlàgt, zwischen 300 und 400 Millionen Barrel Öl freizugeben – eine Menge, die höher ist als die 182 Millionen Barrel im Jahr 2022 wàhrend der russischen Invasion in der Ukraine –, um den Markt zu beruhigen. Die Sperrung der Straße von Hormus, durch die fast 20% des weltweiten Erdöls transportiert werden, ist die Ursache für die Spannungen bei den Rohölpreisen. Eine schnelle Wiedereröffnung würde für Entlastung sorgen.

Das Hauptproblem bei steigenden Rohölpreisen besteht darin, dass sie die Preise und damit die Inflation in die Höhe treiben könnten. Dies würde beispielsweise den Spielraum der Federal Reserve für Zinssenkungen einschrànken – eine Maßnahme, die Donald Trump jedoch fordert.

Wichtige makroökonomische Daten

Die Inflation wird heute Nachmittag in den USA (13:30 Uhr) mit der Veröffentlichung des Verbraucherpreisindex für den Monat Februar im Mittelpunkt stehen. Auch das Thema Öl bleibt aktuell, wenn um 15:30 Uhr die wöchentlichen US-Lagerbestànde bekannt gegeben werden.

Heute Morgen haben die Anleger bereits den Verbraucherpreisindex in Deutschland zur Kenntnis genommen. Er stieg im Februar wie erwartet um 0,2%, womit die jàhrliche Rate bei 1,9% lag – ebenfalls ein Wert ohne Überraschungen.

Am Devisenmarkt gibt der Euro gegenüber dem Greenback leicht nach (-0,13%) und wird bei 1,1598 Dollar gehandelt.

Aus der Unternehmenswelt

Was die Einzelwerte betrifft, so legt Elis in Frankreich um 2,71% zu, nachdem ein Aktienrückkaufprogramm in Höhe von 500 Millionen Euro angekündigt wurde. Die Gruppe legte zudem Jahresergebnisse vor, die weitgehend den eigenen Prognosen und denen der Analysten entsprachen.

Ebenfalls gut behauptet zeigt sich die spanische Inditex mit einem Plus von 1,11%. Der spanische Textilriese konnte seinen Nettogewinn und seinen Nettoumsatz im gesamten Geschàftsjahr 2025 steigern.

Im Gegensatz dazu verliert Rheinmetall im Minus 5,52%. Der deutsche Rüstungskonzern veröffentlichte Zahlen für 2025, die hinter den Markterwartungen zurückblieben, trotz eines Gewinnanstiegs um 3% auf 835 Millionen Euro und eines Umsatzsprungs um 29% auf 9,935 Milliarden Euro. Zudem erreichte der Auftragsbestand ein Rekordniveau, und bei den Prognosen rechnet das Unternehmen in diesem Jahr mit einem Umsatzwachstum von 40 bis 45%.