Enel droht der Verlust seiner Stromkonzession in der brasilianischen Metropole Sao Paulo. Damit stehen finanzielle und immaterielle Vermögenswerte im Wert von 3,34 Milliarden Euro (3,9 Milliarden Dollar) sowie ein Firmenwert (Goodwill) von 595 Millionen Euro auf dem Spiel, wie Wirtschaftsprüfer im Jahresbericht des Konzerns feststellten.

Der Enel-Abschluss für das Jahr 2025 vermittle ein "den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild" der Finanzlage des italienischen Versorgers, erklärte die Prüfungsgesellschaft KPMG in dem kürzlich veröffentlichten Geschäftsbericht.

KPMG fügte jedoch hinzu, dass die Werthaltigkeit der Vermögenswerte und des Goodwills von Enel im Zusammenhang mit der Konzession in Brasiliens größter Stadt sowie deren potenzielle Verlängerung ein zentraler Aspekt bei der Prüfung der Konzernrechnung gewesen sei.

Die brasilianische Regulierungsbehörde Aneel hatte Anfang des Monats beschlossen, ein Entzugsverfahren einzuleiten. Dies könnte letztlich zur Beendigung der Stromverteilungskonzession einer lokalen Enel-Einheit in Sao Paulo führen und die automatische Verlängerung des 2028 auslaufenden Vertrags verhindern. ($1 = 0,8477 Euro) (Berichterstattung: Francesca Landini; Redaktion: Joe Bavier)