Einige Banken haben am Mittwoch die Zinssätze für Fremdwährungseinlagen von Auslandsindern (Non-Resident Indians, NRIs) um bis zu 300 Basispunkte angehoben. Dies gilt als Versuch, Dollar-Zuflüsse zu generieren, nachdem die Zentralbank in der vergangenen Woche regulatorische Beschränkungen gelockert hatte.

Die Reserve Bank of India (RBI) wird die vollständigen Absicherungskosten für drei- bis fünfjährige Einlagen von Gebietsfremden übernehmen, wie sie am Freitag mitteilte. Dies ist Teil eines umfassenderen Maßnahmenpakets, um Kapitalzuflüsse aus dem Ausland zu fördern und die Schwäche der Rupie einzudämmen.

Die Währung ist in diesem Jahr mit einem Minus von bisher 6 % die am zweitschlechtesten performende Währung Asiens und markierte im Mai Rekordtiefs.

Die HDFC Bank, Indiens größter privater Kreditgeber, erhöhte die Sätze für drei- bis fünfjährige Einlagen um 235 bis 265 Basispunkte auf 6 %.

Die State Bank of India, das größte Geldhaus des Landes, hob die Zinsen für Einlagen mit Laufzeiten von drei bis fünf Jahren um bis zu 300 Basispunkte an. Für Einlagen bis zu 1 Million Dollar bietet sie nun zwischen 5,25 % und 5,75 % bei Laufzeiten von drei bis fünf Jahren an. Bei Einlagen über 1 Million Dollar gewährt die Bank zwischen 5,5 % und 6 % für denselben Zeitraum.

Die AU Small Finance Bank steigerte ihre Sätze um 195 Basispunkte und bietet nun 7,1 % auf dreijährige sowie 7 % auf fünfjährige Einlagen.

Die Yes Bank hat laut einem Bericht von Bloomberg vom Mittwoch den Zinssatz für dreijährige Einlagen auf 7 %, für vierjährige auf 7,05 % und für fünfjährige auf 7,10 % festgelegt. Ein Sprecher der Yes Bank reagierte nicht auf eine Anfrage von Reuters zur Stellungnahme.

Es wird erwartet, dass weitere Banken ihre neuen Konditionen im Laufe dieser Woche bekannt geben.

Kreditinstitute könnten laut einem Reuters-Bericht bis September dieses Jahres über diese Fremdwährungseinlagen zwischen 35 und 40 Milliarden Dollar einsammeln. Die RBI erklärte zudem, dass sie offen für Banken sei, die Garantien für Offshore-Kreditgeber bereitstellen, damit diese Kredite an NRIs vergeben, welche die geliehenen Mittel wiederum als Einlagen anlegen können.

Zuletzt hatte die RBI im Jahr 2013 eine vergünstigte Devisen-Swap-Fazilität für Auslandsinder eingeführt, als die Rupie infolge des 'Taper Tantrum' der US-Notenbank massiv an Wert verloren hatte. Im Rahmen dieses Programms mobilisierte die HDFC Bank 3,4 Milliarden Dollar, gefolgt von der ICICI Bank, der SBI und ausgewählten Auslandsbanken.