Die USA und der Iran lieferten sich am Donnerstag erneut einen Schusswechsel und einen verbalen Schlagabtausch. Dies erhöht den Druck auf den fragilen, einmonatigen Waffenstillstand, während der Iran den Vorschlag Washingtons zur Beendigung des Krieges prüft.
Die Ölpreise legten kräftig zu, wobei die US-Rohöl-Futures im frühen Handel um bis zu 3% stiegen, was die Risikoaversion an den Devisenmärkten verstärkte.
Der Dollar-Index gegenüber den wichtigsten Handelspartnern notierte stabil bei 98,195. Die zunehmenden Spannungen ließen den Greenback von seinem zu Wochenbeginn erreichten Zweimonatstief - das auf Hoffnungen auf ein Friedensabkommen basierte - wieder ansteigen, womit er die Woche voraussichtlich nahezu unverändert abschließen wird.
'Der Weg zu einem dauerhaften Abkommen verläuft alles andere als linear', schrieb Chris Weston, Leiter der Forschungsabteilung bei Pepperstone.
'Die Händler mussten ihre Annahmen über den Verlauf des Konflikts und die Normalisierung der Schiffsströme durch die Straße von Hormus, die in den letzten Tagen getroffen wurden, revidieren.'
Die Märkte bereiten sich zudem auf den US-Arbeitsmarktbericht (Non-Farm Payrolls) später am Freitag vor. Es bedürfe wohl eines extremen Ausreißers, insbesondere eines ausreichend schwachen Wertes, um die Volatilität des Dollars wirklich zu beeinflussen, fügte er hinzu.
Das Britische Pfund notierte bei 1,3565 Dollar und steuert auf seinen ersten Wochenverlust seit März zu, da die Anleger auf die Ergebnisse der Kommunalwahlen warten, die den politischen Druck auf Premierminister Keir Starmer weiter erhöhen könnten.
Der Euro hielt sich stabil bei 1,1734 Dollar und dürfte die Woche mit einem leichten Plus beenden.
Der Australische Dollar notierte bei 0,7221 Dollar und der Neuseeland-Dollar bei 0,5943 Dollar. Beide Währungen sind auf Kurs für eine positive Woche, begünstigt durch die verbesserte Risikobereitschaft in den vorangegangenen Tagen.
Die Händler konzentrierten sich weiterhin auf den japanischen Yen, nachdem jüngste Interventionen und verbale Warnungen aus Tokio massive Verkäufe verhinderten. Der Yen zeigte sich im frühen asiatischen Handel bei 156,855 weitgehend stabil und dürfte die Woche auf festem Niveau beenden.
Japan unterliege keinen Beschränkungen hinsichtlich der Häufigkeit von Devisenmarktinterventionen und stehe in täglichem Kontakt mit den US-Behörden, sagte Japans oberster Währungsdiplomat am Donnerstag und bekräftigte damit die Entschlossenheit Tokios, den angeschlagenen Yen zu verteidigen.
'Vor dem aktuellen Hintergrund erhöhter Energiepreise und steigender Renditen können japanische Interventionen lediglich als Sicherheitsgurt für den Abstieg des Yen fungieren, ihn aber nicht in Sicherheit bringen', sagte Tony Sycamore, Marktanalyst bei IG.
Solange sich die makroökonomischen und technischen Bedingungen nicht ändern, dürfte der Yen die Entschlossenheit der Bank of Japan weiterhin auf die Probe stellen, fügte er hinzu.

















