Die Rückkehr zur Ruhe in Europa nach dem Schock bei Gold und Silber bestätigt sich
Nach den Turbulenzen, die durch den Einbruch der Gold- und Silberpreise ausgelöst wurden, hoffen die europäischen Aktienmärkte, an diesem Dienstag und in den kommenden Sitzungen weiterhin zur Besinnung zu kommen, insbesondere mit der Rückkehr einer Berichtssaison in den Vordergrund, die sich vielversprechender erweisen könnte, als es ihr Beginn vermuten ließ.
Veröffentlicht am 03.02.2026 um 08:43
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Trotz der erratischen und volatilen Bewegungen, die die Preise für Edelmetalle gestern nach ihrer Korrektur am vergangenen Freitag weiterhin prägten, konnten alle europäischen Aktienmärkte nach einem zögerlichen Start den Weg nach oben finden und die Sitzung mit Gewinnen von nahezu 1% abschließen.
Der CAC 40 stieg um 0,7% auf 8 181 Punkte, während der Euro STOXX 50 um 1% auf 6 009 Punkte zulegte – eine positive Reaktion, die Beobachter vermuten lässt, dass die Börsen einen schnellen Rebound verzeichnen könnten.
"Der Verlauf der gestrigen Sitzung deutet darauf hin, dass das Debakel bei den Gold- und Silberpreisen auf das Segment der Edelmetalle beschränkt bleibt und keineswegs auf etwas Größeres oder Systemisches hinweist", kommentiert Michael Brown, Marktanalyst bei Pepperstone, heute Morgen.
"Vielleicht wäre es derzeit das Beste, wenn Gold und Silber wieder etwas von ihrem langweiligen Charakter zurückgewinnen und ihre Konsolidierungsphase fortsetzen, indem sie sich noch eine Weile seitwärts bewegen", fügt der Experte hinzu.
"Das würde zeigen, dass ein Großteil der spekulativen Hysterie abgeklungen ist", schließt Michael Brown.
Nachdem der Gold-Future in zwei Tagen um 21% eingebrochen war, erholte er sich am Dienstagmorgen um 5%, während der Silber-Future nach einem Rückgang von fast 40% seit Freitag um mehr als 9% zulegte.
Aus Sicht der Beobachter hat die gute Verfassung der Weltbörsen in dieser ersten Sitzung des Monats Februar ein ermutigendes Signal gesendet, das von einer echten Rückkehr der Risikobereitschaft geprägt war.
"Wieder einmal, wie schon beim Grönland-Ereignis, sieht man, dass die Käufer sofort zurückkehren, sobald das Marktchaos nachlässt", fährt Michael Brown fort.
"Mein zentrales Szenario bleibt daher unverändert: Korrekturphasen bieten weiterhin Kaufgelegenheiten an den Märkten", resümiert der Analyst von Pepperstone.
Zu den genannten Gründen für Optimismus zählt die Aussicht auf ein solides Wirtschaftswachstum, das gestern durch die Veröffentlichung eines ISM-Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe in den USA, der auf den besten Stand seit fast vier Jahren stieg, gut illustriert wurde – eine gute Nachricht, die der Wall Street einen positiven Wochenstart ermöglichte.
Zum Handelsschluss legte der Dow Jones um mehr als 1% zu, der S&P 500 stieg um 0,5% und der Nasdaq 100 gewann 0,7%.
Ein Sprecher des Bureau of Labor Statistics gab jedoch gestern Abend gegenüber CNBC an, dass die offiziellen Arbeitsmarktdaten für den Monat Januar am Freitag wegen des teilweisen "Shutdowns" der Bundesregierung nicht wie geplant veröffentlicht werden, sodass den Investoren ein wichtiger Indikator zur Einschätzung der Lage am Arbeitsmarkt fehlen wird.
Die Anleger richten ihren Blick nun auf eine ereignisreiche Woche im Hinblick auf die Quartalsberichte, in der die Veröffentlichungen mehrerer Tech-Schwergewichte wie AMD, Alphabet und Amazon erwartet werden. Diese werden den Investoren Einblicke in den Zustand des KI-Ökosystems auf verschiedenen Entwicklungsstufen geben, von Chips bis hin zu Rechenzentren.
Sollte sich die erwartete Verbesserung der Unternehmensbilanzen bestätigen, dürften die Aktien davon profitieren, da dies einen Anstieg der Kurse bei unveränderten Bewertungskennzahlen rechtfertigen würde.
"Doch am wichtigsten sind die Prognosen, denn sie kündigen an, was in den nächsten 12 Monaten passieren wird", erinnern die Teams der Saxo Bank.
"Es gilt, die Entwicklung der Margen und der Cashflows zu verfolgen, nicht das Umsatzwachstum, denn die KI ist in der Lage, diese beiden Rentabilitätsindikatoren entweder zu belasten oder zu beflügeln", so die dänische Bank.
Gestern Abend gab der Spezialist für prädiktive KI, Palantir, bekannt, die Gewinnerwartungen für das abgelaufene Quartal übertroffen zu haben, insbesondere dank der Nachfrage von Regierungsseite, was dem Unternehmen ein Plus von mehr als 11% im vorbörslichen Handel bescherte.
Jenseits der weiterhin soliden Fundamentaldaten könnten besonders vielversprechende Projekte – wie die Ankündigung der Fusion zwischen SpaceX und xAI mit Blick auf einen potenziellen Börsengang im Wert von 1 250 Milliarden Dollar – die Risikowahrnehmung der Investoren weiterhin positiv beeinflussen.

















