Analysten erwarten, dass prominente Börsengänge und große Deals den Schwung im Investmentbanking aufrechterhalten, während anhaltende Marktschwankungen das Handelsgeschäft stärken dürften.
Nachfolgend die wichtigsten Trends aus den Ergebnissen des vierten Quartals der führenden US-Banken:
FOKUS AUF PRIVATKUNDENGESCHÄFT
Die Zinserträge, ein Maß für die Rentabilität des Kreditgeschäfts, stiegen bei den großen Banken, begünstigt durch ein solides Kreditwachstum und sinkende Einlagenkosten.
Unternehmens- und Industriekredite sowie Kreditkartensalden legten im Quartal zu, da die Nachfrage nach Krediten trotz erhöhter Zinssätze stabil blieb.
Trumps vorgeschlagene Obergrenze von 10% für Kreditkartenzinsen stieß in dieser Woche auf scharfe Kritik aus der Branche. Führungskräfte warnten, dies würde die Kreditvergabe für durchschnittliche Amerikaner einschränken und die Wirtschaft belasten.
Kreditkarten zählen zu den profitabelsten Produkten, da sie aufgrund der fehlenden Besicherung mit den höchsten Zinssätzen versehen sind.
Die Kreditqualität bleibt ein zentrales Thema, da Analysten und Investoren die Ergebnisse auf Anzeichen für Belastungen bei Verbrauchern und Unternehmen genau untersuchten.
Abschreibungen – also Forderungen, bei denen die Bank nicht mehr mit einer Rückzahlung rechnet – spiegeln wider, wie es den Verbrauchern geht und wie es um die Finanzen der Haushalte bestellt ist.
STÄRKE IM INVESTMENTBANKING
Fusionen und Übernahmen erlebten 2025 ein starkes Comeback und trieben die weltweiten Investmentbanking-Erlöse laut Dealogic-Daten auf über 100 Milliarden US-Dollar.
Banker zeigen sich für ein weiteres solides Jahr zuversichtlich, da die Hürden durch das Kartellrecht nachlassen, die Märkte sich in Rekordnähe bewegen und die US-Wirtschaft widerstandsfähig bleibt.
HANDELSMOMENTUM
Banken nutzten Marktschwankungen, um Einnahmen durch das Rebalancing von Kundenportfolios und verstärkten Eigenhandel zu erzielen. Viele profitierten zudem von einer gestiegenen Nachfrage nach Produkten, die gegen Marktschwankungen absichern.
"Die Aktienhandelserlöse sind bisher das zentrale Thema der Gewinnsaison. Starke Zuwächse beim Einsatz von Hebelprodukten und Optionen waren die Haupttreiber dieses Wachstums", sagte Brian Mulberry, Senior Client Portfolio Manager bei Zacks Investment Management, das mehrere große Bankaktien hält.
Die Volatilität dürfte auch 2026 anhalten – angesichts von Sorgen über hohe Bewertungen, einer Blase bei KI-Aktien und Unsicherheiten über den Kurs der US-Notenbank.
AKTIENENTWICKLUNG
"Insgesamt sind wir bei den großen Banken optimistisch, da die Wirtschaft stabil bleibt, der Arbeitsmarkt zwar etwas schwächer ist, aber nicht so schlecht wie befürchtet, und die Konsumenten bei stabilen Preisen weiterhin Geld ausgeben", sagte Mulberry.



















