Die Analyseredaktion von Dagens Industri (Di) hebt nach der jüngsten Berichtssaison fünf Aktien zum Kauf und drei zum Verkauf hervor.

Unter den neuen Kaufempfehlungen wird Enity als interessanter 'Bottom-Fishing'-Kandidat nach dem Kurssturz von 21 Prozent infolge der Quartalszahlen identifiziert. Di ist der Ansicht, dass höhere Kreditverluste und eine unter Druck stehende Zinsmarge nun eingepreist sind, während der Aktienverkauf durch EQT einen 'Overhang' beseitigt hat. Die Aktie wird mit einem KGV von 8 auf Basis der für dieses Jahr erwarteten Gewinne gehandelt.

Auch das Hotelimmobilienunternehmen Pandox erhält trotz verfehlter Erwartungen ein Kaufvotum. Die Analysten verweisen auf die Übernahme der irischen Dalata Hotel Group und einen starken Veranstaltungskalender für den Sommer.

Husqvarna wiederum wird als möglicher 'Revanchcase' nach mehreren schwachen Jahren beschrieben. Das Unternehmen meldete ein positives organisches Wachstum und höhere Margen als erwartet.

Lifco wird nach einem Kursrückgang von über 30 Prozent seit Sommer 2025 ebenfalls als kaufenswert eingestuft. Die Analysten betonen die hohe Kapitalrendite und den Insiderkauf von CEO Per Waldermarsson in Höhe von 4 Millionen Kronen.

'Wir glauben, dass es an der Zeit ist, seinem Beispiel zu folgen', schreibt die Zeitung.

Beijer Ref wird als 'No-Brainer'-Kauf bezeichnet, gestützt durch strukturelles Wachstum in den Bereichen Kältetechnik und Wärmepumpen sowie eine im Branchenvergleich historisch niedrige Bewertung.

Auf der Verkaufsseite warnt Di vor Nokia nach der kräftigen, KI-getriebenen Kursrallye. Die Zeitung ist der Meinung, dass die Bewertung den Fundamentaldaten vorausgelaufen ist, seit US-Investoren und Nvidia als Großaktionäre eingestiegen sind.

Auch Saab erhält eine Verkaufsempfehlung trotz der weiterhin starken Nachfrage im Verteidigungssektor. Di beurteilt die Bewertung weiterhin als zu hoch und verweist auf schwache Cashflows.

Der E-Commerce-Händler Lyko wird derweil von wachsenden Schulden und dem Risiko einer Kapitalerhöhung belastet, nachdem die Nettoverschuldung auf 811 Millionen Kronen gestiegen ist, während die Cash-Bestände nahezu aufgebraucht sind.