Die Deutsche Telekom hat am Donnerstag ihre Gewinnprognose für das Gesamtjahr angehoben und eine Erhöhung der Dividende angekündigt, nachdem das Unternehmen Quartalsergebnisse vorgelegt hatte, die den Markterwartungen entsprachen.

Der in Deutschland ansässige Telekommunikationsriese meldete für das dritte Quartal ein bereinigtes Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen nach Leasing (EBITDA AL) von 11,1 Milliarden Euro (13,0 Milliarden US-Dollar) und lag damit im Rahmen der von Analysten in einer vom Unternehmen durchgeführten Umfrage erwarteten 11,1 Milliarden Euro.

Der Konzern rechnet nun für das Gesamtjahr mit einem Kerngewinn von rund 45,3 Milliarden Euro und einem freien Cashflow nach Leasing von rund 20,1 Milliarden Euro. Zuvor hatte das Unternehmen 45 Milliarden Euro beziehungsweise mehr als 20 Milliarden Euro prognostiziert.

Die Deutsche Telekom plant zudem, ihre Dividende von 90 Cent je Aktie auf 1 Euro je Aktie anzuheben.

Das Unternehmen erklärte, dass die neue Prognose vor allem auf positive Entwicklungen in den USA und die Konsolidierung von UScellular zurückzuführen sei, die Anfang August für 4,4 Milliarden US-Dollar übernommen wurde.

T-Mobile, die in New York börsennotierte Tochtergesellschaft, hatte im September mitgeteilt, dass sie im dritten Quartal durch den Deal mit einem Anstieg der Serviceumsätze um 400 Millionen US-Dollar rechnet.

Bereits Anfang November hatten die Deutsche Telekom und Nvidia angekündigt, eine KI-Cloud in einer Partnerschaft im Wert von 1 Milliarde Euro (1,2 Milliarden US-Dollar) für das Jahr 2026 zu starten.

Das deutsche Unternehmen setzt stark auf Künstliche Intelligenz und plant gemeinsam mit Nvidia zudem den Aufbau einer der KI-,,Gigafactories" der EU in Nordrhein-Westfalen.

Falls das erste Projekt erfolgreich verlaufe, sei die Deutsche Telekom bereit, diese Investitionen zu ,,verdoppeln", wie Vorstandschef Tim Hoettges erklärte.

Die IT-Dienstleistungssparte des Konzerns, T-Systems, verzeichnete im Quartal einen Anstieg des Kerngewinns um 23,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr, gestützt durch das Cloud-Geschäft.

Der ausgewiesene Quartalsüberschuss des Unternehmens sank jedoch im Jahresvergleich um 17,9 Prozent auf 2,43 Milliarden Euro.

(1 US-Dollar = 0,8575 Euro)