Deutsche Telekom hat am Donnerstag besser als erwartete Quartalsergebnisse veröffentlicht und ihre Jahresziele leicht angehoben. Rückenwind kam dabei insbesondere von der US-Tochter T-Mobile US sowie von der robusten Entwicklung der europäischen Aktivitäten.

Der Konzern erwartet nun für 2026 ein bereinigtes EBITDA nach Leasingverhältnissen (EBITDA AL) von rund 47,5 Mrd. Euro, nach zuvor 47,4 Mrd. Euro. Zudem rechnet das Unternehmen mit einem freien Cashflow nach Leasingverhältnissen von mehr als 19,8 Mrd. Euro. Das Ziel für das bereinigte Ergebnis je Aktie bleibt unverändert bei rund 2,20 Euro.

Deutsche Telekom erklärte, die Anhebung der Prognosen folge auf die jüngst verbesserte Zielsetzung von T-Mobile US, an dem der Konzern 54 % hält.

Im 1. Quartal sank der Nettogewinn des Konzerns auf 2,04 Mrd. Euro, nach 2,85 Mrd. Euro im Vorjahr.

Das bereinigte EBITDA AL stieg dagegen auf 11,52 Mrd. Euro, verglichen mit 11,3 Mrd. Euro ein Jahr zuvor. Die entsprechende Marge verbesserte sich auf 38,6 %, nach 38 % im Vorjahr.

Der Umsatz legte leicht auf 29,87 Mrd. Euro zu, nach 29,76 Mrd. Euro im Vorjahreszeitraum. Unterstützt wurde die Entwicklung durch Wachstum in den wichtigsten Märkten des Konzerns. Die Service-Umsätze, ein in der Telekombranche besonders beachteter Indikator, stiegen um 0,8 % auf 25,04 Mrd. Euro.

Zu den jüngsten Pressespekulationen über eine mögliche Annäherung zwischen Deutsche Telekom und T-Mobile US äußerte sich der Konzern hingegen nicht. Das Management dürfte bei der Analystenkonferenz zu den Ergebnissen, die für 14:00 Uhr MESZ angesetzt ist, zu diesem Thema befragt werden.

„Die Marktreaktion, insbesondere in den USA, ist derzeit klar negativ. Ein solches Szenario könnte jedoch auch potenzielle Auswirkungen haben, die wir bislang nicht kennen und die für europäische Investoren nicht zwangsläufig negativ wären“, erklärt Oddo BHF, das seine Einstufung „Outperform“ für die Aktie bestätigt.

Auch AlphaValue lobt die „soliden“ Ergebnisse des 1. Quartals, insbesondere in Deutschland und im europäischen Geschäft des Konzerns.

Der Broker verweist zudem auf den deutlichen Rückgang der Investitionsausgaben in Deutschland, die im Jahresvergleich um rund 30 % gesunken seien. Laut AlphaValue hängt dies vor allem mit dem zeitlichen Verlauf der Investitionen in den Glasfaserausbau zusammen und stellt die Jahresziele des Konzerns nicht infrage. Das Analysehaus bestätigt seine Kaufempfehlung für die Aktie.