Einer der führenden Lobbyverbände der deutschen Pharmaindustrie hat davor gewarnt, dass die neue Arzneimittelpreisregulierung in den Vereinigten Staaten dazu führen könnte, dass Unternehmen höhere Preise für neue Medikamente in Deutschland verlangen oder deren Markteinführung hierzulande ganz vermeiden.

In einer Stellungnahme am Mittwoch erklärte der Verband Pharma Deutschland, dem 400 Mitgliedsunternehmen angehören, dass Pharmahersteller, die in beiden Ländern aktiv sind, ihre Preis- und Markteinführungsstrategien überdenken müssten.

Infolgedessen könnte „Deutschland bei der Einführung neuer Arzneimittel zurückfallen oder sogar ganz leer ausgehen“, hieß es weiter.

„Innovative Arzneimittel könnten später oder gar nicht in Deutschland oder Europa eingeführt werden, um niedrige Preisreferenzen zu vermeiden und die Preisgestaltung in den USA zu schützen“, sagte Dorothee Brakmann, Geschäftsführerin des Lobbyverbands.

Sie fügte hinzu, dass die deutsche Regierung und das Gesundheitssystem auf diese Herausforderung reagieren müssten.