Die deutsche Industrieproduktion ist im Februar überraschend zurückgegangen, während die Exporte stärker als erwartet zulegten. 

Die Produktion sank im Vergleich zum Vormonat um 0,3 %, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte. Von Reuters befragte Analysten hatten mit einem Plus von 0,7 % gerechnet.

Der weniger volatile Dreimonatsvergleich ergab für den Zeitraum von Dezember bis Februar einen Produktionsrückgang von 0,4 % gegenüber dem vorangegangenen Dreimonatszeitraum.

Die Auftragseingänge stiegen saison- und kalenderbereinigt um 0,9 %, wie amtliche Daten am Mittwoch zeigten.

EXPORTE AUF DEM VORMARSCH 

Die deutschen Exporte stiegen im Vergleich zum Vormonat um 3,6 %, so die Daten des Statistischen Bundesamtes. Das Ergebnis lag deutlich über der Prognose einer Reuters-Umfrage, die ein Plus von 1 % vorhergesagt hatte.

Die Importe erhöhten sich im Monatsvergleich kalender- und saisonbereinigt um 4,7 %.

Infolgedessen verringerte sich der Außenhandelsüberschuss im Februar auf 19,8 Milliarden Euro (23,09 Milliarden Dollar), nach einem Plus von 20,3 Milliarden Euro im Januar.  

Die Ausfuhren in die Länder der Europäischen Union stiegen im Monatsvergleich um 5,8 %, während die Exporte in Länder außerhalb der EU um 0,8 % zunahmen.

Angesichts der von den USA verhängten Zölle fielen die Exporte in das wichtigste Zielland deutscher Ausfuhren im Februar um 7,5 % gegenüber dem Vormonat.  

(1 $ = 0,8576 Euro)