In einer Umfrage, die vor der Vereinbarung eines zweiwöchigen Waffenstillstands zwischen den USA und dem Iran durchgeführt wurde, gab der Kreditversicherer an, dass 83% der deutschen Unternehmen für 2026 weiterhin steigende Exporterlöse erwarten - ein Wert, der über dem weltweiten Durchschnitt von 75% liegt. Rund 6.000 Unternehmen aus 13 Märkten nahmen an der Erhebung teil.
Die meisten deutschen Exporteure rechnen für die nächsten 12 Monate jedoch nur mit einem moderaten Wachstum, und die Stimmung bleibt fragil.
SORGE VOR HANDELSKRIEG ÜBERWIEGT NAHOSTKONFLIKT
Allianz Trade zufolge waren die Auswirkungen des Iran-Kriegs auf die Erwartungen der Exporteure bisher begrenzt im Vergleich zu dem Schock, den die Handelsspannungen im Jahr 2025 ausgelöst hatten.
Gleichzeitig zeigten sich die deutschen Firmen hinsichtlich der Folgen des US-Handelskriegs pessimistischer als unmittelbar nach dem "Liberation Day" vor einem Jahr, als US-Präsident Donald Trump seine Zollpläne ankündigte; 49% erwarten für 2026 negative Effekte.
Fast die Hälfte der deutschen Exporteure rechnet mit einer Verschlechterung des Zahlungsverhaltens, und 40% stellen sich auf eine Zunahme von Zahlungsausfällen ein.
Als größte Risiken wurden in der Umfrage geopolitische Spannungen, Störungen der Lieferketten und Zahlungsverzögerungen genannt.
Laut Allianz Trade gewinnen Europa und Asien als Zielmärkte für künftiges Exportwachstum an Attraktivität, während die USA an Anziehungskraft verlieren.



















