Deutsche Bank bleibt vorsichtig bei europäischen Softwarewerten
Zwar haben sich die Kurse im europäischen wie auch im globalen Softwaresektor in den vergangenen Tagen etwas erholt, doch führt die Deutsche Bank dies vor allem auf eine zuvor sehr negative Positionierung im Vorfeld der Berichtssaison zurück.
„Dies stellt eine gewisse Entspannung nach den Abwertungen der vergangenen Monate dar, doch wir halten an unserem selektiven Ansatz und einer insgesamt vorsichtigeren Haltung gegenüber dem Sektor fest“, heißt es.
Weitere Risiken für den Sektor in Sicht
Als zentrales Risiko nennt die Bank die erwarteten neuen Modellgenerationen von OpenAI, Google und anderen Anbietern im zweiten Quartal. Diese könnten den Wettbewerbsdruck weiter erhöhen.
„Etablierte Softwareunternehmen müssen sich weiter transformieren, um in einem sich rasant wandelnden technologischen Umfeld maximalen Mehrwert durch KI-Lösungen bieten zu können“, so die Analysten.
Zudem könnten geopolitische und makroökonomische Gegenwinde im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg das Vertrauen der Unternehmenskunden belasten – ähnlich wie bereits nach dem russischen Angriff auf die Ukraine oder während des Handelskonflikts im Jahr 2025.
Gesunkene Kursziele
Vor diesem Hintergrund senkt die Deutsche Bank ihre Kursziele für mehrere europäische Branchenwerte. Beim deutschen Softwarekonzern SAP wird das Ziel von 220 auf 200 Euro reduziert, die Kaufempfehlung jedoch bestätigt.
Auch für Sage und TeamViewer bleibt die Einstufung unverändert bei „Halten“. Die Kursziele werden jedoch gesenkt – für Sage von 1.150 auf 1.000 Pence und für TeamViewer von 6,50 auf 6 Euro.


















