Der IBEX 35 notierte am Montag im Plus und eroberte die Marke von 18.000 Punkten zurück. Damit setzte der Index seinen zweiten aufeinanderfolgenden Anstieg fort und machte einen Teil der Verluste wett, die nach den Turbulenzen der vergangenen Woche entstanden waren, als die Risikoaversion Metalle, Kryptowährungen und Aktienmärkte belastete.

Die Stimmung in Europa besserte sich dank des Aufschwungs in Asien – Tokio erreichte nach dem Wahlsieg der Premierministerin Sanae Takaichi am Wochenende ein Allzeithoch – und der Erleichterung über eine späte Erholung der Halbleiterwerte in den USA.

In den ersten Handelstagen im Februar kehrten die Zweifel rund um künstliche Intelligenz zurück – einerseits wegen der hohen Ausgaben ohne klare Rentabilität, andererseits wegen der Befürchtung, dass KI-Tools traditionelle Softwaregeschäfte verdrängen könnten. Besonders betroffen waren spekulativere Anlagen wie Kryptowährungen oder Silber.

Sergio Ávila, Marktanalyst bei IG, hebt hervor: "Die Woche ist vollgepackt: Arbeitsmarkt- und Inflationsdaten in den USA, britisches BIP, Zahlen aus Deutschland und Frankreich sowie Ergebnisse von Schwergewichten in Europa und an der Wall Street."

"In den USA steigen die (Börsen-)Futures leicht vor einem verzögerten NFP (US-Arbeitsmarktbericht) und Verbraucherpreisindex sowie vor Zahlen von Coca-Cola, Ford, McDonald's, Coinbase und weiteren großen Unternehmen."

Die kommenden makroökonomischen Daten werden von den Anlegern genau analysiert. Sie hoffen, dass die Zahlen ausreichend positiv ausfallen, um die Erwartungen an Zinssenkungen im Juni am Leben zu halten, aber nicht so schwach sind, dass sie die Verbrauchernachfrage und Unternehmensgewinne in Frage stellen.

Um 08:02 Uhr GMT am Montag stieg der spanische Leitindex IBEX 35 um 121,70 Punkte bzw. 0,67% auf 18.063,70 Punkte, während der europäische Leitindex FTSE Eurofirst 300 um 0,23% zulegte.

Im Bankensektor legte Santander um 1,54% zu, BBVA stieg um 2,08%, Caixabank gewann 1,29%, Sabadell legte um 1,51% zu, Bankinter verteuerte sich um 0,90% und Unicaja Banco stieg um 1,24%.

Unter den großen Nicht-Finanzwerten verlor Telefónica 0,53%, Inditex gab 0,11% nach, Iberdrola büßte 0,15% ein, Cellnex gewann 0,51% und der Ölkonzern Repsol verlor 0,51%.

Herausragend war Talgo, das nach der Bekanntgabe, dass Saudi-Arabien 20 neue Hochgeschwindigkeitszüge bei dem spanischen Unternehmen bestellt hat, um mehr als 4% zulegte.

(Informationen von Tomás Cobos, Redaktion: Jorge Ollero Castela)