Die Anleger haben am Dienstagmorgen mehrere Unternehmenszahlen zur Kenntnis genommen.

In Europa fällt Philips (+8,59 %) an der Amsterdamer Börse auf, nachdem das Unternehmen seine Quartals- und Jahresergebnisse sowie seine kurz- und mittelfristigen Ziele veröffentlicht hat. Im vierten Quartal stiegen die vergleichbaren Umsätze um 7 % auf 5,10 Milliarden Euro, während der Konsens mit +4,9 % und +5,1 % für KBC Securities gerechnet hatte. Diese gute Entwicklung wurde durch die Dynamik in den Segmenten Connected Care (+6,6 %) und Personal Health (+13,6 %) getragen, während die Sparte Diagnosis & Treatment hinterherhinkt (+3,7 %).

In London hingegen verzeichnet BP (-4,74 %) einen der stärksten Rückgänge im FTSE 100. Das britische Ölunternehmen enttäuscht seine Aktionäre nach der Ankündigung, das Aktienrückkaufprogramm zur Stärkung der Bilanz auszusetzen, eine Folge eines Nettoverlusts von 3,4 Mrd.€. Die Nettoverschuldung ist jedoch im Jahresvergleich um 15 % gesunken.

TUI (-5,09 %) gibt nach, obwohl der europäische Reiseveranstalter bekannt gab, das "beste erste Quartal seiner Geschichte" erzielt zu haben und seinen Verlust im ersten Quartal des Geschäftsjahres (Oktober-Dezember) halbieren konnte.

Kering, Starwert des Tages

In Paris verzeichnet Kering den stärksten Anstieg im CAC 40. Mit einem Sprung von 10,99 % haben die Quartalsergebnisse auch die anderen Luxusgiganten wie LVMH und Hermès mitgezogen, die für die Gesamtperformance des CAC entscheidend sind. Kering profitiert von einem weniger stark als befürchtet rückläufigen vierten Quartal, mit einem begrenzten Umsatzrückgang von -3 %.

Trotz eines durch das Geschäftsjahr 2025 stark belasteten Ergebnisses (Nettogewinn von 72 Mio.€) des Luxuskonzerns verzeichnet der Markt die sequenzielle Verbesserung und die ersten Anzeichen einer Erholung bei Gucci. Die neuen Kollektionen und die Aussicht auf einen strategischen Plan im April nähren die Hoffnung auf einen Aufschwung im Jahr 2026.

Auf statistischer Seite stieg die Zahl der Arbeitslosen in Frankreich (ohne Mayotte) nach IAO-Definition im vierten Quartal 2025 gegenüber dem Vorquartal um 56 000 auf 2,5 Millionen Personen, wie das Insee mitteilt. Die Arbeitslosenquote nach IAO lag damit bei 7,9 % der Erwerbsbevölkerung, 0,2 Prozentpunkte über dem Niveau des dritten Quartals 2025 und auf dem höchsten Stand seit dem dritten Quartal 2021, aber deutlich unter ihrem Höchststand von Mitte 2015.

Im Laufe des Handelstags müssen die Anleger am Nachmittag noch einige US-Daten zur Kenntnis nehmen, nämlich die Importpreise und die Einzelhandelsumsätze für Dezember sowie die Lagerbestände der Unternehmen für November.

Gegen 12 Uhr verliert der Euro 0,05 % auf 1,1909 Dollar.