Der CAC 40 legt beispielsweise nur 0,02% auf 8 064 Punkte zu, nachdem er zuvor sieben Rückgänge in Folge verzeichnet und dabei 3,58% eingebüßt hatte. Eine derartige Verlustserie gab es zuletzt Ende Februar 2022, als Russland in die Ukraine einmarschierte.
Das heißeste Thema bleibt Grönland mit den expansionistischen Bestrebungen von Donald Trump. Seit den gegenseitigen Drohgebärden zu Zollerhöhungen zwischen den Vereinigten Staaten und Europa hat Frankreich ein NATO-Manöver auf dem autonomen Gebiet des Königreichs Dänemark gefordert, an dem es bereit ist, teilzunehmen.
Die amerikanische Antwort dürfte angesichts der Reaktionsschnelligkeit des US-Präsidenten nicht lange auf sich warten lassen. Dieser wird voraussichtlich seine Ankunft beim Weltwirtschaftsforum in Davos nutzen, um die Spannungen erneut anzuheizen. Seine Ankunft ist mit drei Stunden Verspätung geplant. Der amerikanische Präsident musste aufgrund eines technischen Zwischenfalls kurz nach dem Start das Flugzeug wechseln.
Auf Ebene der Europäischen Zentralbank erklärte Christine Lagarde im Gespräch mit RTL, dass eine tiefgreifende Überarbeitung der europäischen Wirtschaft notwendig sei, um sich auf einen "Blick hinter den Vorhang einer neuen Weltordnung" einzustellen.
Makroökonomisch werden die Anleger um 16 Uhr die Zahlen zu den schwebenden Hausverkäufen in den USA beobachten. Der Rest der Woche wird geschäftiger, vor allem mit den endgültigen Daten zum US-BIP des dritten Quartals sowie mit Statistiken über die Ausgaben und Einkünfte der privaten Haushalte und deren Stimmung in den Vereinigten Staaten. Am Anleihemarkt geben die Renditen der zehnjährigen Staatsanleihen aus Deutschland, Frankreich und den USA nach ihrem deutlichen Anstieg in den vergangenen Tagen leicht nach.
Am Devisenmarkt verliert der Euro leicht gegenüber dem US-Dollar (−0,11%) und notiert bei 1,1712 Dollar.
Gold und Silber setzen ihren Anstieg fort, dank ihres Status als sichere Häfen. Die Feinunze Gold kostet 4 854 Dollar, die Silberunze liegt knapp über 95 Dollar.
Was die Einzelwerte betrifft, so ist die Nachrichtenlage in Europa besonders reichhaltig. Der Automobilsektor erholt sich nach deutlichen Rückgängen in den vergangenen Tagen aufgrund der amerikanischen Zolldrohungen durch Schnäppchenkäufe.
Alstom notiert im Plus (+1,33%), nachdem das Unternehmen einen Umsatzanstieg von 5,9% auf 4,792 Milliarden Euro im dritten Quartal 2025-2026 ausgewiesen hat. Der Konzern bestätigte zudem seine Prognosen für das laufende Geschäftsjahr und seine mittelfristigen Ziele.
Atos springt mit einem Gewinn von 9,73% nach oben. Das Unternehmen hat vorläufige Zahlen für das gesamte Geschäftsjahr 2025 vorgelegt, mit einem geschätzten Umsatz von 8,001 Milliarden Euro, was dem Jahresziel entspricht. Der IT-Dienstleister verweist außerdem auf erhebliche Fortschritte bei der Umsetzung des Plans Genesis.
Im Gegensatz dazu steht Danone unter starkem Verkaufsdruck (−6,63%). In den letzten 72 Stunden haben Analysten die sinkende Geburtenrate in China ausführlich kommentiert, die das Wachstum der Unternehmen der Branche in Zukunft bremsen wird. Jefferies und die Deutsche Bank zeigten sich besorgt. Die Bank of America bekräftigte heute Morgen ihre Verkaufsempfehlung und senkte das Kursziel leicht von 70 auf 69 Euro.
In Europa fällt Burberry auf (+5,54%), nachdem das Unternehmen leicht besser als erwartete Quartalszahlen veröffentlicht hat. "Wir werden unsere Schätzungen daher leicht nach oben anpassen, und die ermutigende Verbesserung in Festlandchina könnte dem gesamten Luxusgütersektor weiteren Rückenwind geben", so die Analystin Jie Zhang von Alphavalue. In der Folge legen auch LVMH und Hermès heute Morgen im Fahrwasser des britischen Konkurrenten zu.
Der CAC 40 bleibt nach sieben Rückgängen in Folge zögerlich
Die europäischen Börsen stabilisieren sich kurz nach Handelsbeginn, nachdem sie in Folge mehrerer Verluste aufgrund der starken Spannungen zwischen Europa und den Vereinigten Staaten ins Minus gerutscht waren.
Veröffentlicht am 21.01.2026 um 10:45
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Übersetzt von MarketScreener
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