Der Umsatz der Airline ist – wenn auch leicht – rückläufig. Dennoch verbessert sich die Profitabilität, unter anderem dank gesunkener Treibstoffkosten und dem Erfolg der Business Class.
Auch der Free Cashflow legt deutlich zu: von 2,8 Mrd. USD im Vorjahr auf 3,8 Mrd. USD im Jahr 2025. Unterstützt wird dieser Anstieg durch einen geringeren Bedarf an Umlaufvermögen sowie ein reduziertes Investitionsprogramm für die Flotte.
In Nordamerika geht es der Luftfahrtbranche derzeit spürbar besser als in Europa – unter anderem wegen einer fortgeschrittenen Konsolidierung, die den Preisdruck mindert. Das erklärt auch die operative Marge von Delta, die doppelt so hoch liegt wie jene von Air France oder Lufthansa.
Bereits vor einem Jahr hatte MarketScreener darauf hingewiesen, dass Delta zwischen 2010 und 2025 – also in den anderthalb Jahrzehnten nach der Finanzkrise 2008 inklusive der Pandemie – sowohl Umsatz als auch operativen Gewinn verdoppelt und die Anzahl der ausstehenden Aktien um ein Viertel reduziert hat.
Zugegeben: Das ist keine überragende Performance, vor allem inflationsbereinigt. Doch in einer Branche, die für viele Investoren zum „Friedhof der Illusionen“ geworden ist, verdient sie durchaus Anerkennung.
Die ökonomische Enttäuschung ist dennoch deutlich spürbar. So notiert die Delta-Aktie zwar wieder auf dem Kursniveau von Anfang 2020 – also unmittelbar vor Ausbruch der Pandemie. Inflationsbereinigt bedeutet das jedoch einen spürbaren Wertverlust.
Ähnliches gilt für das Vorsteuerergebnis: Es ist 2025 exakt auf dem Niveau von 2019. Dass der Nettogewinn dennoch höher ausfällt, ist ausschließlich einer deutlich gesunkenen Steuerlast zu verdanken.
Gleichzeitig blieb die Zahl der im Umlauf befindlichen Aktien nahezu konstant – und die Kapitalrückflüsse an die Aktionäre waren mager. Es gibt also wenig Anlass zur Euphorie, zumal die Bewertung gemessen am EBITDA jüngst an ihre Zehnjahreshochs gestoßen ist.



















