Deckers Outdoor hat am Donnerstag die Schätzungen für das erste Quartal übertroffen. Angetrieben wurde das Ergebnis durch eine robuste Nachfrage auf internationalen Märkten wie Europa und China nach den Marken Hoka und UGG. Dies ließ die Aktien des Schuhherstellers im nachbörslichen Handel um rund 9 % steigen.

Deckers baut seine internationale Präsenz derzeit zügig aus, um der schwankenden Nachfrage in den USA entgegenzuwirken, nachdem das Unternehmen in den vergangenen Jahren ein starkes Wachstum verzeichnet hatte.

Ähnlich wie Konkurrenten wie Nike und Skechers setzt Deckers stark auf Vietnam als wichtigen Produktionsstandort.

Für das Geschäftsjahr 2026 rechnet Deckers nun mit einem Anstieg der Warenkosten um 185 Millionen US-Dollar, nachdem im Mai noch 150 Millionen US-Dollar prognostiziert worden waren. Grund dafür ist ein 20 %-Zoll auf Produkte aus Vietnam, wie Unternehmensvertreter in einer Telefonkonferenz nach der Ergebnisbekanntgabe erklärten.

Um einen Teil der gestiegenen Kosten abzufedern, plant das Unternehmen gezielte Preiserhöhungen für seine Produkte im weiteren Jahresverlauf, nachdem bereits Anfang des Monats Preisanpassungen vorgenommen wurden.

Im Mai hatte Deckers aufgrund makroökonomischer Unsicherheiten seine Jahresprognose zurückgezogen. Die Aktie hat seit Jahresbeginn 48 % an Wert verloren.

Die internationalen Nettoumsätze stiegen im Quartal um 49,7 % und kompensierten damit mehr als den Rückgang der Inlandsumsätze um 2,8 %.

"Es gibt außerhalb der USA ein großes Potenzial, da Hoka und UGG im Vergleich zu Nike, Adidas und anderen unterrepräsentiert sind. Das ist eine der großen Chancen für Hoka, seinen Markt zu erweitern", sagte David Swartz, Analyst bei Morningstar.

Deckers erwartet für das zweite Quartal Nettoumsätze zwischen 1,38 und 1,42 Milliarden US-Dollar. Der Mittelwert dieser Spanne entspricht mit 1,40 Milliarden US-Dollar den Analystenschätzungen, wie aus Daten von LSEG hervorgeht.

Der Gewinn je Aktie soll im Quartal zwischen 1,50 und 1,55 US-Dollar liegen, während Analysten einen Gewinn von 1,55 US-Dollar je Aktie erwartet hatten.

Im ersten Quartal stiegen die Nettoumsätze um 16,9 % auf 964,5 Millionen US-Dollar und übertrafen damit die durchschnittliche Analystenschätzung von 901,1 Millionen US-Dollar. Der Gewinn je Aktie lag bei 93 Cent und damit deutlich über den erwarteten 68 Cent.