Von Steffen Gosenheimer
DOW JONES--Für den Start an den Börsen in Europa am Mittwoch sieht es nach einer leichten Erholung nach dem Rücksetzer am Vortag aus. Die Märkte agieren im Spannungsfeld von Iran-Krieg, Inflationssorgen und dem US-chinesischen Gipfel in Peking. Dazu kommt eine kaum überschaubare Flut an Quartalsberichten, unter anderem von DAX-Schwergewichten wie Siemens, Allianz, Deutsche Telekom, RWE und Eon.
Der DAX wird 0,9 Prozent höher bei 24.172 Punkten erwartet. Einer stärkeren Gegenbewegung stehen Inflationssorgen im Weg, nachdem am Vortag neue US-Verbraucherpreise einen noch stärkeren Anstieg gezeigt haben als ohnehin schon erwartet. Nach dem Renditeanstieg am Vortag geht es im frühen Handel bei den Marktzinsen zunächst seitwärts. Thomas Altmann von QC Partners weist darauf hin, dass die Rendite der 30-jährigen Bundesanleihen am Vortag auf den höchsten Stand seit dem Jahr 2011 geklettert ist. "Und ausgerechnet heute stockt die Bundesrepublik Deutschland ihre 2054 fällige Anleihe auf. Das könnte für Deutschland die teuerste Emission seit dem Jahr 2011 werden", so der Marktteilnehmer. Im Zehnjahresbereich liegt die Rendite mit 3,10 Prozent ebenfalls auf einem 15-Jahreshoch.
Im Blick haben die Märkte das bevorstehende US-chinesische Gipfeltreffen. Eine der Fragen hierzu ist, ob US-Präsident Donald Trump eine Art diplomatischer Befreiungsschlag gelingt und er Peking auf seine Seite ziehen kann als Druckmittel gegen Teheran. Für Hoffnung auf Entspannung in den Handelsstreitigkeiten beider Länder sorgt derweil, dass der Chef des KI-Flaggschiffs Nvidia Trump begleitet.
Unternehmensseitig hat Siemens durchwachsene Quartalszahlen vorgelegt. Während es in technologienahen Geschäftsbereichen nach oben ging, sackte der Gewinn im Industriegeschäft um 8 Prozent ab. Insgesamt sank das Nettoergebnis zwar, fiel aber immer noch etwas höher als erwartet aus. Mit 11 Prozent ging es mit dem Auftragseingang stärker nach oben als gedacht. Siemens kündigte außerdem ein neues Aktienrückkaufprogramm über bis zu 6 Milliarden Euro in einem Zeitraum bis zu fünf Jahren an. Vorbörslich zieht der Kurs um 1 Prozent an.
Auch die Aktie der Deutschen Telekom wird rund 1 Prozent höher gestellt. Das Unternehmen hat seinen Wachstumskurs im ersten Quartal fortgesetzt und die Jahresprognose leicht angehoben.
Die Allianz hat den operativen Gewinn zum Jahresauftakt vor allem dank seines Schaden-Unfall-Geschäfts stärker gesteigert als erwartet. Unter dem Strich verbuchte der Konzern wegen Veräußerungsgewinnen einen Gewinnsprung. Den Ausblick für 2026 bestätigte Europas größter Versicherer gleichwohl nur. Die Aktie wird gut 1 Prozent fester erwartet.
Für Merck geht es um gut 4 Prozent nach oben. Nach stark ausgefallenen Quartalszahlen hat der Pharma- und Technologiekonzern die Jahresprognose erhöht. Träger der Gewinnentwicklung ist unter anderem der Geschäftsbereich Halbleiter.
Gut behauptet liegen Brenntag in der Vorbörse. Belastet vom schwierigen Umfeld hat der Chemikalienhändler sowohl beim Umsatz als auch Ergebnis Rückgänge hinnehmen müssen. Die Bruttomarge konnte der DAX-Konzern aber verbessern. Zudem bekräftigte das Essener Unternehmen die Prognose für das Gesamtjahr.
DEVISEN zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Di, 17:05 EUR/USD 1,1726 -0,1 -0,0011 1,1737 1,1733 EUR/JPY 184,97 -0,0 -0,0300 185,0000 184,9500 EUR/CHF 0,9154 -0,1 -0,0009 0,9163 0,9168 EUR/GBP 0,8659 -0,1 -0,0010 0,8669 0,8676 USD/JPY 157,72 +0,1 0,1100 157,6100 157,6200 GBP/USD 1,3538 +0,0 0,0002 1,3536 1,3520 USD/CNY 6,7915 -0,0 -0,0005 6,7920 6,7920 USD/CNH 6,7905 +0,0 0,0011 6,7894 6,7946 AUS/USD 0,7237 -0,0 -0,0002 0,7239 0,7227 Bitcoin/USD 81.033,80 +0,5 360,91 80.672,89 80.451,74 ROHOEL zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag WTI/Nymex 100,73 -1,4 -1,45 102,18 Brent/ICE 106,15 -1,5 -1,62 107,77 Metalle zuletzt +/- % +/- abs. Schluss Vortag Gold 4.708,96 -0,1 -4,69 4.713,65 Silber 86,57 +0,0 0,03 86,54 Platin 2.119,46 -0,3 -6,84 2.126,30
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May 13, 2026 02:40 ET (06:40 GMT)




















