Frankfurt, 04. Mrz (Reuters) - Nach zwei Tagen mit Verlusten hat sich der Dax am Mittwoch vorerst stabilisiert. Angesichts des anhaltenden Krieges in Nahost mahnen Experten jedoch zur Vorsicht. Der deutsche Leitindex notierte zur Eröffnung ein halbes Prozent höher bei 23.901,32 Punkten, doch "die Handelsvorgaben aus Asien stellen kein gutes Omen für den europäischen Handel dar", sagte CMC-Markets-Chefanalyst Andreas Lipkow.
Die Anleger an der Börse suchten jedoch "nach Hinweisen auf einen Weg aus dem Krieg heraus", sagte Jochen Stanzl von der Consorsbank. Der Iran hat laut US-Präsident Donald Trump entscheidende Fähigkeiten zur Kriegsführung verloren. Zugleich hat Trumps Plan, Schiffe durch militärischen Begleitschutz durch die Straße von Hormus zu eskortieren, den Anstieg beim Ölpreis auf rund drei Prozent reduziert. Allerdings sei es "noch unklar, ob sich dieser Plan tatsächlich umsetzen lässt", sagte Thomas Altmann, Portfoliomanager bei QC Partners. Insgesamt könne niemand sagen, ob die Verkaufswelle nicht einen dritten Tag anhalte und den Dax in Richtung 23.000 Punkte drücke, warnte Consorsbank-Experte Stanzl.
Für Gesprächsstoff bei den Einzelwerten sorgte unter anderem Adidas mit einem Minus von mehr als sieben Prozent trotz einer optimistischen Prognose. Laut einem Händler kam die Verlängerung des Vertrags für Vorstandschef Björn Gulden bei Anlegern nicht gut an. Zudem büßten Bayer, Continental und Symrise nach negativ aufgenommenen Finanzberichten jeweils rund zwei Prozent ein.
Im MDax brachen die Titel von Redcare Pharmacy nach Geschäftszahlen um 14,4 Prozent ein. Unter Druck nach Bilanzen gerieten auch Bilfinger und Traton mit einem Minus von rund 3,5 und 1,5 Prozent. Steil nach oben ging es hingegen für die Papiere von Sixt, die im SDax trotz einer pessimistischen Jahresprognose um sieben Prozent zulegten.
(Bericht von Sanne Schimanski, redigiert von Myria Mildenberger. Bei Rückfragen wenden Sie sich an unsere Redaktion unter berlin.newsroom@thomsonreuters.com (für Politik und Konjunktur) oder frankfurt.newsroom@thomsonreuters.com (für Unternehmen und Märkte).)

















