DOW JONES--Mit einem leicht positiven Start rechnen Händler am Freitag an den europäischen Börsen. Sie dürften der positiven Vorgabe der US-Börsen folgen. In den USA waren die Marktzinsen erneut gesunken, was am Aktienmarkt für Kauflaune sorgte. Der DAX dürfte bei rund 23.870 Punkten starten, 0,4 Prozent höher. Am Anleihemarkt sinken die Renditen im Frühhandel tendenziell etwas, der Euro zieht etwas an auf 1,1677 Dollar. Nach dem kleinen Rücksetzer vom Vortag steigt der Goldpreis leicht auf 3.556 Dollar je Feinunze und liegt nah an seinem Rekordhoch.

Wichtigstes Datum des Tages ist der US-Arbeitsmarktbericht für August am Nachmittag. Die Konsenserwartung lautet auf 75.000 neu geschaffene Stellen außerhalb der Landwirtschaft. Sollte der Bericht erneut schwach ausfallen, dürfte er quasi den Startschuss für Zinssenkungen der US-Notenbank geben, die ohnehin am Markt schon fest erwartet werden. Zuvor in der Woche hatten bereits Zeichen einer Abkühlung im ADP-Arbeitsmarktbericht und im sogenannten Jolts-Bericht zu den angebotenen Stellen die Zinssenkungserwartung nochmals untermauert.

Positiv auf die Stimmung wirkt, dass im Zuge eines US-japanischen Zollabkommens die Zölle auf Autos und Autoteile auf 15 von zunächst 25 Prozent gesenkt wurden. Im Gegenzug dafür senkt Japan Zölle auf US-Waren und stellt 550 Milliarden Dollar für Infrastrukturprojekte in den USA bereit.

Weiter im Blick des Marktes steht der Kampf um die Unabhängigkeit der US-Notenbank. Am Vorabend stellte sich mit Stephen Miran ein Trump-Gefolgsmann als Kandidat für die US-Notenbank vor. Miran sagte vor Senatoren, ein Verfechter der Fed-Unabhängigkeit zu sein, will aber gleichzeitig seinen Regierungsjob behalten.

Unternehmensnachrichten sind rar. Volkswagen kommt bei dem im Dezember beschlossenen Sparprogramm nach Einschätzung von Markenchef Thomas Schäfer gut voran. "Wir haben die Fabrikkosten, also die Aufwendungen, die direkt und indirekt für die Produktion unserer Autos anfallen, an den deutschen Standorten schon um mehr als 20 Prozent gesenkt", sagte der Manager der FAZ. VW tendieren in der Vorbörse 0,5 Prozent höher.

Eon zeigen sich unauffällig im Einklang mit dem Gesamtmarkt. Das Unternehmen verkauft sein Gasverteilnetz in der Tschechischen Republik. Ein Verkaufspreis wurde nicht genannt.

Um je knapp 1 Prozent nach oben geht es für Halbleiteraktien wie Infineon und Aixtron; Suss Microtec legen um 2 Prozent zu. Hier könnten Zahlen des US-Chipherstellers Broadcom stützen, die besser als erwartet ausfielen.


DEVISEN             zuletzt        +/- %  0:00 Vortag   Do, 17:15   % YTD 
EUR/USD              1,1671        +0,2%       1,1650      1,1636  +12,6% 
EUR/JPY              172,97        +0,0%       172,91      173,10   +6,0% 
EUR/CHF              0,9387        +0,0%       0,9386      0,9386   -0,1% 
EUR/GBP              0,8670        -0,0%       0,8673      0,8665   +4,8% 
USD/JPY              148,20        -0,2%       148,42      148,76   -5,9% 
GBP/USD              1,3462        +0,2%       1,3433      1,3429   +7,4% 
USD/CNY              7,1047        -0,0%       7,1060      7,1129   -1,4% 
USD/CNH              7,1323        -0,1%       7,1385      7,1437   -2,7% 
AUS/USD              0,6536        +0,3%       0,6516      0,6505   +5,7% 
Bitcoin/USD      111.581,45        +1,0%   110.511,25  109.457,65  +18,3% 
 
 
ROHÖL               zuletzt  VT-Settlem.        +/- %     +/- USD   % YTD 
WTI/Nymex             62,60        63,48        -1,4%       -0,88  -10,7% 
Brent/ICE             66,90        66,99        -0,1%       -0,09   -9,8% 
 
 
METALLE             zuletzt       Vortag        +/- %     +/- USD   % YTD 
Gold               3.553,98     3.549,00        +0,1%        4,98  +35,7% 
Silber                40,86       40,725        +0,3%        0,13  +42,5% 
Platin             1.189,49      1177,32        +1,0%       12,17  +39,5% 
YTD bezogen auf Schlussstand des Vortags 
(Angaben ohne Gewähr) 
 

Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com

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September 05, 2025 02:15 ET (06:15 GMT)