Das europäische Kampfflugzeugprogramm FCAS erneut in der Sackgasse
Die Vermittlungsbemühungen zur Lösung der Blockade beim Future Combat Air System (FCAS) sind gescheitert, wie das Handelsblatt am Samstag berichtete. Trotz dieses Rückschlags bleibt ein politisches Eingreifen auf höchster Ebene möglich, um das durch tiefgreifende industrielle Differenzen geschwächte Projekt zu retten.
Übereinstimmenden Informationen zufolge werden die französischen und deutschen Vermittler nun getrennt ihre Schlussfolgerungen vorlegen, ohne eine Annäherung zwischen den beteiligten Industriekonzernen erreicht zu haben. Eine mit den Gesprächen vertraute Quelle geht sogar davon aus, dass der deutsche Vermittler zu dem Schluss kommen dürfte, dass die Entwicklung eines gemeinsamen Kampfflugzeugs nicht möglich ist. Im Zentrum der Blockade steht weiterhin der Konflikt zwischen Dassault Aviation und Airbus – letzterer vertritt die deutschen und spanischen Interessen – über die Governance-Struktur und die Aufteilung der Zuständigkeiten innerhalb des auf rund 100 Milliarden Euro geschätzten Programms.
Angesichts dieser Krise könnten die politischen Entscheidungsträger erneut die Initiative ergreifen. Bundeskanzler Friedrich Merz hat seine Bereitschaft signalisiert, zur Lösung des Konflikts beizutragen, nachdem eine Frist bis Mitte April zur Einigung verstrichen ist. Dassault-Chef Éric Trappier hatte seinerseits gewarnt, das Projekt sei „tot“, sollte Airbus seine Position nicht ändern. Parallel dazu gewinnen alternative Szenarien an Kontur: Diskutiert wird etwa, den bemannten Kampfjet zugunsten einer vertieften Zusammenarbeit bei Software, Datensystemen und Drohnen aufzugeben. Ein Treffen zwischen Friedrich Merz und Emmanuel Macron am Rande eines EU-Gipfels in Zypern könnte sich als richtungsweisend für die Zukunft des FCAS erweisen.
Airbus SE ist die Nummer 1 in Europa und die Nummer 2 weltweit in der Luftfahrt-, Raumfahrt- und Verteidigungsindustrie. Der Nettoumsatz verteilt sich wie folgt auf die verschiedenen Produkt- und Dienstleistungsfamilien: - Verkehrsflugzeuge (70,1 %). Der Konzern ist weltweit die Nummer 1 bei Flugzeugen mit mehr als 100 Sitzplätzen; - Verteidigungs- und Raumfahrtsysteme (18,2 %): Militärflugzeuge (vor allem Transportflugzeuge, Seeüberwachungsflugzeuge, U-Boot-Jagdflugzeuge und Luftbetankungsflugzeuge), Weltraumausrüstung (Trägerraketen, Beobachtungs- und Kommunikationssatelliten, Turboprop-Flugzeuge usw.), Verteidigungs- und Sicherheitssysteme (Raketensysteme, Elektronik- und Telekommunikationssysteme usw.). Airbus SE bietet auch Schulungen und Wartungsdienstleistungen für Flugzeuge an. - Zivile und militärische Hubschrauber (11,7 %). Der Nettoumsatz verteilt sich geografisch wie folgt: Europa (40,8 %), Asien-Pazifik (28,0 %), Nordamerika (17,7 %), Naher Osten (9,0 %), Lateinamerika (2,7 %) und Sonstige (1,8 %).
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Qualität der Veröffentlichungen
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ESG MSCI
ESG MSCI
Der MSCI-ESG-Score bewertet die Umwelt-, Sozial- und Governance-Leistung eines Unternehmens nach der Methodik von MSCI. Er ordnet das Unternehmen im Vergleich zu seinen Branchenkollegen auf einer Skala von CCC (sehr schwach) bis AAA (ausgezeichnet) ein. Dieser Score wird von Anlegern genutzt, um nicht-finanzielle Kriterien in ihre Entscheidungen einzubeziehen.