Nach Abschluss der Transaktion wird Coalition insbesondere für die Preisgestaltung, die Produktentwicklung, das Risikomanagement sowie die Schadenbearbeitung des eigenständigen Cyberversicherungsportfolios von Allianz für Unternehmen verantwortlich sein.
Dabei wird das Unternehmen auf die Ressourcen von Allianz in den Bereichen Underwriting, Serviceleistungen und Schadenmanagement für multinationale Konzerne und Großunternehmen zurückgreifen. Zudem profitiert Coalition von langfristigen Versicherungskapazitäten sowie vom Zugang zu den umfangreichen Vertriebsnetzen von Allianz.
Finanziell ist die Partnerschaft auf eine Interessengleichheit über einen Zeitraum von mindestens zehn Jahren ausgelegt. Ziel ist es, mit dem Wachstum des Marktes auch das Geschäft im Segment der Cyberversicherung für Unternehmen gezielt auszubauen.
Allianz erhält zunächst eine Gegenleistung in Form einer höheren Kapitalbeteiligung an Coalition sowie das Recht, ein Mitglied in den Verwaltungsrat des Unternehmens zu entsenden. Oliver Bäte, Vorstandsvorsitzender der Allianz SE und derzeit unabhängiges Mitglied im Verwaltungsrat von Coalition, soll diese Rolle nach Abschluss der Transaktion übernehmen.
Darüber hinaus umfasst die Vereinbarung mehrere leistungsabhängige Komponenten, die an Wachstum und Profitabilität des Cyberversicherungsgeschäfts gekoppelt sind, sowie die Zusage einer weiteren Erhöhung der Beteiligung an Coalition.
Die Partnerschaft kombiniert die Markenbekanntheit, das Vertriebsnetz und die Finanzkraft von Allianz mit dem Modell der aktiven Cyberversicherung von Coalition. Dieses umfasst eine proaktive Erkennung von Cyberrisiken, die Eindämmung von Bedrohungen, schnelle Reaktionen auf Vorfälle sowie einen umfassenden Versicherungsschutz.
Die technologiebasierte Lösung soll Kunden nicht nur gegen Risiken absichern, sondern Bedrohungen aktiv verhindern. Ziel ist es, Schäden zu reduzieren, die Regulierung zu beschleunigen und die Widerstandsfähigkeit der Unternehmen zu stärken – in einer Zeit, in der digitale Risiken, insbesondere KI-gestützte Cyberangriffe und Erpressungsversuche, weiter zunehmen.
Der Ausbau der Kooperation erfolgt schrittweise. Zunächst stehen zentrale Märkte wie die Vereinigten Staaten, Großbritannien, Australien, Deutschland, Dänemark und Schweden im Fokus, bevor die Partnerschaft auf weitere Regionen ausgeweitet wird.
Die neue Vereinbarung baut auf der bestehenden Zusammenarbeit beider Unternehmen seit 2022 auf. Damals hatte Allianz X, die strategische Investmentgesellschaft der Allianz-Gruppe, eine Beteiligung an Coalition erworben. Dies erleichterte anschließend Kooperationen im Bereich Cyberversicherung und Versicherungskapazitäten und unterstützte die Expansion über Nordamerika hinaus. Mehrere Cyber-Spezialisten von Allianz Global Corporate and Specialty SE, die bislang Großkunden betreuen, könnten im Laufe der Zeit – vorbehaltlich lokaler arbeitsrechtlicher Bestimmungen – zu Coalition wechseln.
Die Partnerschaft steht noch unter dem Vorbehalt regulatorischer Genehmigungen und weiterer üblicher Freigaben.




















