Der US-Mobilfunkmastenbetreiber Crown Castle gab am Mittwoch bekannt, dass er seine Belegschaft in den Bereichen Tower und Konzern um rund 20 % reduzieren wird. Zudem prognostizierte das Unternehmen für das laufende Geschäftsjahr Standortmieteinnahmen, die unter den Erwartungen der Wall Street liegen. In der Folge fielen die Aktien des Unternehmens im nachbörslichen Handel um mehr als 7 %.
Die Kürzungen beim Personal und die verhaltene Prognose deuten darauf hin, dass sich der Übergang zu einem reinen Turmbetreiber für das Unternehmen als schwierig erweist, da die Investitionen großer Mobilfunkanbieter zurückgehen.
Im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen entschieden, seine Glasfaser-Vermögenswerte für 8,5 Milliarden US-Dollar an zwei Gesellschaften zu verkaufen, nachdem der aktivistische Investor Elliott Investment Management auf eine Verbesserung der Finanzlage gedrängt hatte.
Nach dem Verkauf des Glasfasergeschäfts plant das Unternehmen, Aktien im Wert von rund 1 Milliarde US-Dollar zurückzukaufen und etwa 7 Milliarden US-Dollar Schulden zu tilgen.
Crown Castle erklärte, dass die Stellenstreichungen und weitere Kostensenkungen zu jährlichen Einsparungen bei den Betriebskosten von rund 65 Millionen US-Dollar führen werden.
"Wir investieren in unsere Systeme, straffen unsere Prozesse, um die operative Flexibilität zu erhöhen, und arbeiten weiter daran, Produktivität und Effizienz im gesamten Unternehmen zu steigern", sagte Chris Hillabrant, Vorstandsvorsitzender von Crown Castle.
Die Jahresprognose des Unternehmens beinhaltet keine Beiträge von DISH Wireless, nachdem Crown Castle den Vertrag mit DISH wegen Zahlungsrückständen gekündigt hatte.
Crown Castle erzielt den Großteil seiner Einnahmen durch die langfristige Vermietung von Turminfrastruktur an US-Mobilfunkbetreiber wie AT&T, T-Mobile und Verizon.
Das Unternehmen prognostizierte für das Geschäftsjahr 2026 Standortmieteinnahmen zwischen 3,83 Milliarden und 3,87 Milliarden US-Dollar und bleibt damit unter den Analystenerwartungen von 4,13 Milliarden US-Dollar laut Daten von LSEG.
Der Konzern erwartet einen jährlichen bereinigten operativen Mittelzufluss (Funds from Operations) zwischen 4,38 und 4,49 US-Dollar je Aktie, verglichen mit Schätzungen von 4,93 US-Dollar.
Im vierten Quartal beliefen sich die Standortmieteinnahmen auf 1,02 Milliarden US-Dollar und lagen damit leicht über den Erwartungen von 1,01 Milliarden US-Dollar.


















