CPU Softwarehouse AG Geschäftsbericht 2024



Inhalt

Vorwort des Vorstands 3

Die CPU Softwarehouse AG 5

Unsere Geschäftsfelder / Unser Leitbild / Unsere Mitarbeiter / Unsere Werte 6

Die CPU-Aktie auf einen Blick 11

Bericht des Aufsichtsrats 13

Konzernlagebericht 17

Grundlagen des Konzerns 18

Geschäftsverlauf und Ertragslage 2024 19

Prognosebericht 25

Konzernabschluss 2024 27

Konzernbilanz 28

Konzerngewinn- und Verlustrechnung 30

Konzernkapitalflussrechnung 31

Entwicklung des Konzerneigenkapitals 32

Konzernanhang 33

Jahresabschluss 2024 der CPU Softwarehouse AG (Auszug) 42

Bilanz 44

Gewinn- und Verlustrechnung 46

Ergebnisverwendung 46

Konzernkennzahlen (2020 - 2024) 47

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Vorwort des Vorstands

Die CPU Softwarehouse AG Die CPU-Aktie auf einen Blick Bericht des Aufsichtsrats Konzernlagebericht Konzernabschluss 2024

Jahresabschluss 2024 der CPU Softwarehouse AG (Auszug)

Konzernkennzahlen (2020 - 2024)



Vorwort des Vorstands

Sehr geehrte Damen und Herren,

im Geschäftsjahr 2024 hat die CPU Softwarehouse AG entscheidende Fortschritte erzielt und sich klar auf zukünftig nachhaltiges Wachstum ausgerichtet. Neben einer KI-gestützten Neuausrichtung des Vertriebs gewannen wir Interessenten für unterschiedliche Pilotprojekte. Trotz eines herausfordernden Marktumfelds erreichten wir somit wichtige Meilensteine, die uns optimistisch in die Zukunft blicken lassen.

Die erste Jahreshälfte 2024 verantwortete noch mein Vorgänger, Herr Dr. Thomas Brakensiek. Diese war maßgeblich von der Weiterentwicklung unserer innovativen Bauträgersoftware sowie der Erweiterung unseres Consultinggeschäfts geprägt. Mit der CPU.Bauträger-Lösung adressieren wir gezielt die Herausforderungen, denen sich Banken im Immobiliensektor gegenübersehen und bieten eine maßgeschneiderte Controlling-Software zur Risikominimierung an.

Seit dem 1. Juni 2024 bin ich für die CPU tätig und übernahm ab dem 2. Juli die Position des Alleinvorstands. Zusammen mit meinem engagierten Team richteten wir in der Folge den Fokus verstärkt auf die Neuausrichtung des Vertriebs. Durch die Einführung eines modernen, KI-gestützten CRM-Systems identifizieren wir potenzielle Interessenten, die wir dann zielgerichtet ansprechen. So ist unser Vertrieb noch effizienter.

Ein besonderes Highlight im Geschäftsjahr 2024 war unser Auftritt auf der Expo Real im Oktober in München, bei dem wir erstmalig unsere Bauträgersoftware live präsentierten. Das große Interesse der Fachbesucher bestätigt uns in unserer strategischen Ausrichtung. Im Dialog mit dem interessierten Fachpublikum erhielten wir Anregungen, um unsere Software noch besser an die spezifischen Kundenbedürfnisse anzupassen. Diese Anpassungen befinden sich bereits in der Umsetzung.

Trotz des insgesamt positiven Echos verspürten wir aber bei einigen Banken noch eine gewisse Zurückhaltung, da das allgemeine Bauträgergeschäft aktuell nur zögernd wieder Fahrt aufnimmt. Dennoch gewannen wir im Dezember erste konkrete Interessenten für Pilotprojekte. Diese Pilotphasen dauern noch an und liefern uns wertvolle Erkenntnisse für die Weiterentwicklung unserer Software. Wir sind überzeugt, auf diese Weise langfristige Kundenbeziehungen zu entwickeln.

Im Geschäftsfeld "Netzwerk- und IT-Infrastrukturberatung" realisierten wir erfolgreich mehrere Projekte. Wir führten umfassende Analysen, Optimierungen, Implementierungen und den Support von Netzwerk- und IT-Umgebungen durch. Zudem erstellten wir Konzepte für Netzwerk-, IT- sowie Medienlösungen und übernahmen Planungsgewerke im Rahmen neuer Bauprojekte.

Unser Consultinggeschäft erfuhr erneut starke Anerkennung: Unser wichtigster Kunde wählte uns zum Pre-ferred Supplier, was die außerordentlich hohe Zufriedenheit mit der Beratungsleistung unserer erfahrenen Mitarbeiter unterstreicht. Zusätzlich gelang uns die Erschließung eines neuen Bereiches, in dem wir erfolgreich hochqualifizierte Business Consultants platzierten.

Um nachhaltig profitabel zu arbeiten, führten wir unser Effizienzprogramm konsequent fort. Neben wichtigen personalpolitischen Maßnahmen schlossen wir im November die Liquidation unserer Schweizer Tochterge-

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Vorwort des Vorstands

Die CPU Softwarehouse AG Die CPU-Aktie auf einen Blick Bericht des Aufsichtsrats Konzernlagebericht Konzernabschluss 2024

Jahresabschluss 2024 der CPU Softwarehouse AG (Auszug) Konzernkennzahlen (2020 - 2024)

sellschaft erfolgreich ab. Das senkt unsere operativen Kosten und optimiert die organisatorischen Strukturen. Für das Geschäftsjahr 2025 sind wir bestens vorbereitet: Die gestarteten Initiativen im Vertrieb, unsere nochmals verbesserten Softwarelösungen und die Stärke unseres Beratungsgeschäfts stimmen uns zuversichtlich. Die CPU Softwarehouse AG ist hervorragend positioniert, um nachhaltiges Wachstum zu realisieren und dauerhafte Mehrwerte für alle unsere Aktionäre zu schaffen.

Ich bedanke mich herzlich bei unseren Aktionären, Kunden und Geschäftspartnern für ihr Vertrauen und ihre Treue. Bei unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bedanke ich mich für ihr außerordentliches Engagement und ihre wertvollen Beiträge zur erfolgreichen Weiterentwicklung der CPU Softwarehouse AG.



Dirk Zetzsche (Vorstand)

Augsburg, im April 2025

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Vorwort des Vorstands Die CPU Softwarehouse AG

Die CPU-Aktie auf einen Blick

Bericht des Aufsichtsrats Konzernlagebericht Konzernabschluss 2024

Jahresabschluss 2024 der CPU Softwarehouse AG (Auszug)

Konzernkennzahlen (2020 - 2024)

Die CPU Softwarehouse AG

Software, Consulting, Services

Seit über 40 Jahren steht die CPU Softwarehouse AG ihren Kunden branchenübergreifend als ziel- und zukunftsorientierter Partner zur Seite. In der Zusammenarbeit haben die spezifischen, individuellen Kundenanforderungen bei Software, Consulting und Services oberste Priorität. Mit der Entwicklung und Implementierung gleichermaßen spezialisierter wie auch nachhaltiger IT- und Beratungslösungen unterstützt das Unternehmen seine Kunden stringent dabei, ihre jeweils klar definierten Geschäftsziele zu erreichen.

Das umfangreiche Produkt- und Leistungsportfolio der CPU bietet einen ganzheitlichen Lösungsansatz aus einer Hand: Bestandsaufnahmen und Analysen, die Entwicklung passgenauer, individueller Softwarelösungen sowie die operative Unterstützung in der Umsetzung gehören dazu. In jeder Phase einer Kooperation ist die langjährige, hohe Expertise der CPU IT-Spezialisten gewinnbringend für die Kundenseite. Zudem profitieren Kunden des Unternehmens immer von dessen Philosophie der höchst partnerschaftlichen Zusammenarbeit sowie von seinen erprobten, verlässlichen Services.

Zielmärkte der CPU sind in erster Linie Deutschland, die Schweiz und Österreich.

Neben der CPU Softwarehouse AG, Augsburg, als börsennotierter Holding, besteht die CPU-Gruppe aus zwei operativen Geschäftseinheiten:

CPU Consulting & Software GmbH, Augsburg

Starker Partner für "Consulting", "branchenübergreifende Software-Lösungen", "Agile & Digitale Transforma-tion", "Digitalisierungs- & Prozessberatung" sowie "Professional Services" in IT-Projekten mit über 40 Jahren Expertise, vor allem im Bankenumfeld, und gefragter Spezialist für die Entwicklung von Software für Banken sowie Dienstleistungspartner im Finanzsektor in der DACH-Region.

CPU GIS GmbH, Augsburg

Auf die Bedürfnisse des IT- und TK-Sektors angepasste, bundesweite Dienstleistungen. Unterstützung von namhaften Kunden bei der Erreichung und Sicherung ihrer Unternehmensziele und Projektaufgaben.

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Vorwort des Vorstands

Die CPU Softwarehouse AG Die CPU-Aktie auf einen Blick Bericht des Aufsichtsrats Konzernlagebericht Konzernabschluss 2024

Jahresabschluss 2024 der CPU Softwarehouse AG (Auszug) Konzernkennzahlen (2020 - 2024)

Geschäftsfelder

Um ihre Kunden konsequent auf deren Weg zum angestrebten Erfolg unterstützen zu können, bietet die CPU, dem definierten Kundenziel entsprechend, individuell abrufbare Leistungsbausteine in den drei Ge-schäftsfeldern Software, Consulting und Services an:

Software

Neben kundenindividueller Softwareentwicklung bietet die CPU innerhalb ihres Standardframeworks hochgradig skalierbare, praxisbewährte Prozessmodule, mit denen alle fachlichen Geschäftsprozesse abbildbar und digitalisierbar sind.

Starke Lösung für die Bankendigitalisierung Zukunftssicherheit und Skalierbarkeit




Prozesse und Module ohne fachliche Einschränkung


Prozessmodulbaukasten für jede Branche Umfangreiche Kostenvorteile Kundenorientierung, flexibel, agil

Im Software-Bereich stehen praxisbewährte, hochleistungsfähige und flexible Softwarelösungen für individuelle Geschäftsprozesse bereit. Das Consulting-Angebot der CPU konzentriert sich auf die durchdachte und nachhaltige Steigerung der Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens. Im Mittelpunkt der CPU Services steht die ergebnis- und erfolgsorientierte Betreuung von IT-Projekten.

Im Verlauf der Entwicklung kundenspezifischer Lösungen werden die verschiedenen Leistungsbausteine, zu denen neben Individual- auch Standardlösungen gehören, immer durch das umfassende und vorausschauende Denken und Handeln der CPU IT-Spezialisten ergänzt.

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Vorwort des Vorstands Die CPU Softwarehouse AG

Die CPU-Aktie auf einen Blick

Bericht des Aufsichtsrats Konzernlagebericht Konzernabschluss 2024

Jahresabschluss 2024 der CPU Softwarehouse AG (Auszug)

Konzernkennzahlen (2020 - 2024)

Consulting

Ob Digitalisierung von unternehmensspezifischen Abläufen und Anwendungen, Geschäfts-prozessoptimierung oder fachliche und technische Entwicklung neuer Produkte, Services oder Geschäftsmodelle: Die CPU unterstützt ihre Kunden auf dem Weg in die digitale Zukunft.

End-to-end Digitalisierung von Prozessen Zukunftssicherheit durch schlanke, digitalisierte Prozesse & umfassende Reaktionsfähigkeit




Strategie- und Konzeptentwicklung


Veränderungs- und Umsetzungsbegleitung Kosteneffizienz durch ganzheitliche Prozessoptimierung Steigerung von Kundenzufriedenheit

Services

Von der flexiblen Unterstützung und Überbrückung von Engpässen im Tagesgeschäft bis hin zur Übernahme und Outsourcing von ganzen Aufgabenbereichen als Gewerk, die professionellen Servicedienstleistungen und jahrzehntelange Expertise der CPU bilden ein breites Spektrum an Unterstützungsleistungen ab.

Fachliche und technische Steuerung sowie Entwicklung von Projekten Flexibilität und kurze Reaktionszeiten durch schnell verfügbare externe Ressourcen




Analyse, Optimierung und Support bestehender IT-Infrastrukturen Reibungsloser Betrieb sowie Unterstützung in allen IT-Fragen durch punktgenauen Support

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Vorwort des Vorstands

Die CPU Softwarehouse AG Die CPU-Aktie auf einen Blick Bericht des Aufsichtsrats Konzernlagebericht Konzernabschluss 2024

Jahresabschluss 2024 der CPU Softwarehouse AG (Auszug) Konzernkennzahlen (2020 - 2024)



Wer das Beste für einen anderen erreichen will, muss in der Lage sein, sich in ihn und seine komplexe Welt hineinzuversetzen und sein eigenes Ego zurückzunehmen.

Unser Leitbild

Mit unserem Wissen, unseren Produkten und unseren Leistungen tragen wir dazu bei, dass unsere Kunden individuelle, nachhaltige und zukunfts-weisende Instrumente an die Hand bekommen, die ihren unternehmerischen Aktivitäten im Umfeld sich ständig wandelnder Herausforderungen weiterhin langfristig Erfolg sichern.

In diesem Zusammenhang konzentrieren wir uns insbesondere auf den Bereich der agilen und digitalen Transformation. Denn wir wollen, dass sich sowohl die Organisation als auch die Teams unserer Kunden proaktiv, hocheffizient und innerhalb kürzester Zeit an Veränderungen und neue Anforderungen am Markt anpassen können. Um dieses für den individuellen Unternehmenserfolg immer wichtiger werdende Ziel zu erreichen, setzen unsere Kunden auf unsere komplexe Methodenkompetenz sowie auf unsere speziell für sie entwickelten Lösungen, die zudem für hohe Flexibilität sorgen.

Im Bankenbereich, aber auch in anderen Branchen, sollen unsere, auf die jeweilige Aufgabenstellung zugeschnittenen, Lösungen dafür sorgen, dass den Anforderungen spezifischer Märkte sowie auch des Weltmark-tes erfolgreich begegnet werden kann. Zudem wollen wir, dass unsere Kunden mit unserer Unterstützung zielgerichtet den Wünschen ihrer Kunden entsprechen und angestrebtes Wachstum generieren können.

Zu unserem Leitbild und unserer täglichen Mission zählt auch, dass wir als vertrauenswürdiger und verlässlicher Partner immer das Beste für jeden einzelnen Kunden erreichen wollen. Wir verstehen uns daher in der Zusammenarbeit als Teil des Teams sowie auch der Gedanken- und Ge-schäftswelt des jeweiligen Kunden. Auf der Grundlage dieser Arbeitsweise beabsichtigen wir, unseren bei Kunden und Partnern bereits bestehenden Ruf als professioneller und fairer Teamplayer permanent auszubauen.

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Vorwort des Vorstands Die CPU Softwarehouse AG

Die CPU-Aktie auf einen Blick

Bericht des Aufsichtsrats Konzernlagebericht Konzernabschluss 2024

Jahresabschluss 2024 der CPU Softwarehouse AG (Auszug)

Konzernkennzahlen (2020 - 2024)



Unsere Mitarbeiter

Die Zusammenarbeit der CPU Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zeichnet sich durch gemeinsames, vorausschauendes Denken und Handeln zum Vorteil unserer Kunden aus. Zu unseren Stärken zählen fundierte Fachkenntnisse, die Bereitschaft zur permanenten Weiterentwicklung, Einfühlungsvermögen in Andere sowie unermüdliches Engagement und absolute Zuverlässigkeit.

Wir sind stolz darauf, mit unserem Experten-Team an individuellen und zu-kunftsorientierten Lösungen für unsere Kunden zu arbeiten. Neben der passgenauen Erfüllung kundenspezifischer Anforderungen haben unsere Leistungen immer auch aktuelle und künftige Marktgegebenheiten, rechtliche Belange sowie den Wettbewerb unseres jeweiligen Auftraggebers im Blick. Wir sind uns täglich bewusst, dass hochwertige Leistungen nur durch kompetentes und zielgerichtetes Engagement jedes einzelnen Teammitglieds erreicht werden können. Deshalb ist die CPU Unternehmenskultur von Kolle-gialität, Offenheit und Transparenz geprägt.

Unsere offen und gleichermaßen mitarbeiter- wie prozessorientiert gestalteten Geschäftsräume tragen zu unserer auf Team-Leistung und gegenseiti-gem Vertrauen basierenden Arbeitsweise bei. Zugleich ist diese Art der In-nenarchitektur Symbol für die Unternehmenskultur der CPU: hier geht es um Menschen und deren gemeinsames Streben nach Erfolg. Elementar für eine nachhaltige, produktive Zusammenarbeit sind unserem Verständnis nach der respektvolle und harmonische Umgang miteinander sowie der stete Austausch auf Augenhöhe. Pragmatische Entscheidungen ohne zeitintensive Prozesse und ein offenes Ohr für den anderen sind ebenfalls zentrale Aspekte unserer Unternehmenskultur.

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Vorwort des Vorstands

Die CPU Softwarehouse AG Die CPU-Aktie auf einen Blick Bericht des Aufsichtsrats Konzernlagebericht Konzernabschluss 2024

Jahresabschluss 2024 der CPU Softwarehouse AG (Auszug) Konzernkennzahlen (2020 - 2024)

Der Respekt vor Kundenwünschen, der Konsens über die gemeinsame Vorgehensweise und die präzise Umsetzung aller definierten Schritte sind unser Kompass auf dem Weg zur Erreichung des vom Auftraggeber festgelegten Geschäfts-ziels.



Unsere Werte

In der abstrakten Welt der Wirtschaft, die sich im Wesentlichen auf Fortschritt, Wachstum und Wendigkeit konzentriert, mögen die Werte, die unserem Denken und Handeln zugrunde liegen, konservativ erscheinen. Wir stehen jedoch dazu! Denn wir sind davon überzeugt, dass Tugen-den wie Aufrichtigkeit, Fleiß, Respekt und Zuverlässigkeit zu allen Zeiten darüber entscheiden werden, ob eine Zusammenarbeit wertvoll ist oder nicht. Zudem zeigt uns nicht zuletzt unser eigener Weg, dass zukunfts-orientierte, agile Weiterentwicklung und ein zugleich im täglichen Miteinander gelebtes, traditionelles Wertesystem optimale Katalysatoren für Erfolg sind!

Der Respekt vor Kundenwünschen sowie die Erreichung eines klar definierten geschäftlichen Ziels haben für uns in der Zusammenarbeit mit unseren Auftraggebern immer oberste Priorität! Doch auch der Konsens über den gemeinsamen Weg, über dessen Nachhaltigkeit und Konformität mit gesetzlichen oder anderen Regeln, ist uns wichtig.

Darüber hinaus ist uns immer auch an der Werthaltigkeit einer Kooperation für die Arbeits- und Lebensqualität aller daran Beteiligten gelegen. Und Arbeits- und Lebensqualität, so meinen wir, ergibt sich für jedes Team, wenn alle Mitglieder im Rahmen der Zielerreichung offen und klar kommunizieren, wenn sie einhalten, was sie zugesagt haben, wenn jeder seine individuellen Fähigkeiten zielgerichtet und teamorientiert einbringt und wenn gegenseitige Unterstützung und Wertschätzung eine Selbstverständlichkeit sind. Dass wir in jeder engeren Zusammenarbeit ein verlässlicher Partner sind, zeigen wir Tag für Tag im Dialog und in der Interaktion mit allen, die mit uns intern und extern verbunden sind.

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Vorwort des Vorstands Die CPU Softwarehouse AG

Die CPU-Aktie auf einen Blick

Bericht des Aufsichtsrats Konzernlagebericht Konzernabschluss 2024

Jahresabschluss 2024 der CPU Softwarehouse AG (Auszug)

Konzernkennzahlen (2020 - 2024)

Die CPU-Aktie auf einen Blick

Aktienkurs der CPU im Rahmen der strategischen Anpassungen belastet

Die Aktie der CPU Softwarehouse AG hat das Börsenjahr 2024 mit einem Minus von 35,3 Prozent abgeschlossen. Der Blue-Chip-Index DAX40 kam erneut gut voran und stieg um fast 19 Prozent auf 19.909,14 Punkte während der auf Technologiewerte spezialisierte TecDAX nur ein geringes Wachstum um gut 2 Prozent auf 3.417,15 Punkte verzeichnen konnte. Die Finanzzahlen der CPU wurden hingegen auch in 2024 weiterhin durch die Investitionen für die strategischen Anpassungen belastet, was sich, zusätzlich zu einer einmaligen, untypischen Marktbewegung im August negativ auf die Entwicklung des Aktienkurses auswirkte. Das Papier startete ins Börsenjahr 2024 mit einem Jahreshoch von 1,53 Euro, fiel dann im Jahresverlauf jedoch sukzessive zurück. Nach dem Tiefstand von 0,90 Euro Anfang November erholte sich die Aktie bis Jahresende wieder auf 0,99 Euro. Die Marktkapitalisierung erreichte per 31.12.2024 rund 4,46 Mio. Euro (Vorjahr: 6,94 Mio. Euro). Alle Kursangaben basieren auf den Schlusskursen der Börse München im variablen Handel.

Investor und Public Relations

Die Aktien der CPU Softwarehouse AG werden im Freiverkehr gehandelt. Gleichwohl informierte die CPU die Aktionäre im Geschäftsjahr 2024 mit einer Ad hoc-Nachricht und zwei Pressemeldungen über die Entwicklung im Unternehmen. Die Pflicht- und Pressemitteilungen finden Sie auf der Homepage der CPU Softwarehouse AG https://www.cpu-ag.com im Bereich Investor Relations & Presse.

Am 2. Juli 2024 fand die ordentliche Hauptversammlung in Hamburg zum ersten Mal seit der COVID19-Pandemie wieder als Präsenz-Veranstaltung statt. Das Management erläuterte den vor Ort anwesenden Aktionären die Geschäftsentwicklung, die bereits umgesetzten sowie vorgesehenen strategischen Anpassungen für eine stärkere Gewichtung der Software-Sparte, zukünftige Potenziale im Neu- und Bestandskun-dengeschäft sowie geplante Vertriebsstrategien um diese Chancen zu nutzen. Im Anschluss an den Vortrag beantworteten Vorstand und Aufsichtsrat alle zur Hauptversammlung eingereichten Fragen der Aktionäre vollumfänglich.

Kursverlauf der CPU-Aktie 2024



1.60

1.40

1.20

1.00

0.80

02.01.2024

30.12.2024

Börse München

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Vorwort des Vorstands

Die CPU Softwarehouse AG

Die CPU-Aktie auf einen Blick Bericht des Aufsichtsrats Konzernlagebericht Konzernabschluss 2024

Jahresabschluss 2024 der CPU Softwarehouse AG (Auszug) Konzernkennzahlen (2020 - 2024)

Informationen zur Aktie:

WKN / ISIN A0WMPN / DE000A0WMPN8

Börsenkürzel CPU2

Höchstkurs 2024 1,53 Euro*

Tiefstkurs 2024 0,90 Euro*

Schlusskurs 2024 0,99 Euro*

Marktkapitalisierung 31.12.24 4.458.314,52 Euro

Anzahl der Aktien 4.503.348

Erstnotierung 19.04.1999 (Deutsche Börse Frankfurt)

*) Börse München, variabler Handel, Schlusskurse.

Finanzkalender 2025

Oktober 2025 Veröffentlichung Geschäftsbericht 2024

10. Dezember 2025 Ordentliche Hauptversammlung in Hamburg*

*) virtuell

Kontakt

Bei allen Fragen im Bereich der Investor Relations erreichen Sie uns unter: E-Mail: ir@cpu-ag.com

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Vorwort des Vorstands Die CPU Softwarehouse AG Die CPU-Aktie auf einen Blick

Bericht des Aufsichtsrats



Konzernlagebericht Konzernabschluss 2024

Jahresabschluss 2024 der CPU Softwarehouse AG (Auszug)

Konzernkennzahlen (2020 - 2024)



Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Aktionärinnen und Aktionäre,

das Geschäftsjahr 2024 war für unser Unternehmen von bedeutenden strategischen und operativen Fortschritten geprägt. Ein zentraler Meilenstein war der planmäßige Abschluss der Entwicklung sowie die Markteinführung unseres neuen Softwareprodukts CPU. Bauträger.

Zu Beginn des Jahres war der Aufsichtsrat intensiv mit der Suche nach einem Nachfolger für den Allein-vorstand beschäftigt, nachdem Herr Dr. Brakensiek im ersten Quartal dem Aufsichtsrat seinen Wunsch, sein Amt zur Mitte des Jahres niederzulegen, mitgeteilt hatte. Nach sorgfältiger Prüfung und mehreren Gesprächen konnte in Herrn Dirk Zetzsche ein geeigneter Kandidat mit umfassender Erfahrung in der Softwarebranche sowie in Vertriebs- und Führungspositionen gewonnen werden. Der nahtlose Übergang in der Unternehmensführung wurde damit sichergestellt. Gleichzeitig wechselte der bisherige Vorstand mit dem Ende der Hauptversammlung in den Aufsichtsrat, um seine Erfahrung weiterhin in die strategische Entwicklung des Unternehmens einzubringen und der Gesellschaft mit seinem Wissen weiterhin zur Seite zu stehen.

Um die erfolgreiche Etablierung von CPU.Bauträger sicherzustellen und gleichzeitig unser Dienstleistungsgeschäft weiter auszubauen, wurde unter der Führung des neuen Vorstands, Herrn Dirk Zetzsche, eine umfassende Vertriebsstrategie implementiert. Dazu gehörte die Schaffung neuer Vertriebsstrukturen, die es ermöglichten, ein breiteres Kundenportfolio zu adressieren und unsere Marktposition nachhaltig zu stärken. Die Markteinführung von CPU.Bauträger stieß bei Marktteilnehmern sowie potenziellen Kunden auf positive Resonanz. Dies bestätigt die strategische Ausrichtung des Unternehmens, unterstreicht das Potenzial unseres neuen Produkts und bestätigt die Wachstumschancen für das Unternehmen.

Auch in diesem Jahr stand der Aufsichtsrat dem Vorstand wie gewohnt stets auf Augenhöhe und mit der notwendigen kritischen Distanz zur Verfügung. Er befürwortete die vom Vorstand getroffenen Maßnahmen zur Umsetzung der im Geschäftsjahr 2023 beschlossenen strategischen Neuausrichtung als zukunftswei-sende Investitionen in nachhaltiges Wachstum.

Zusammenwirken von Vorstand und Aufsichtsrat - Überwachung der Geschäftsführung

Im Geschäftsjahr 2024 hat der Aufsichtsrat den Vorstand der CPU Softwarehouse AG bei der Leitung des Unternehmens begleitet, sorgfältig überwacht und diesem auch außerhalb der ordentlichen Sitzungen beratend zur Seite gestanden. Die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Aufgaben hat der Aufsichtsrat umfassend wahrgenommen. Er hat sich von der Rechts-, Ordnungs- und Zweckmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugt. Der Vorstand hat wiederum die Mitglieder des Aufsichtsrats stets regelmäßig, zeitnah und umfassend in schriftlicher und mündlicher Form über alle für die Gesellschaft und den Konzern relevanten Fragen und besonderen Ereignisse unterrichtet. Dazu zählte neben der aktuellen Geschäfts- und Liquiditätsentwicklung, der Lage des Konzerns und der einzelnen Tochtergesellschaften besonders die Einführung und Umsetzung der neuen Vertriebsstrategien.

Durch den jederzeit vertrauensvollen und engen Kontakt zum Vorstand hat sich der Aufsichtsrat ein umfassendes Bild von den Aktivitäten der CPU Softwarehouse AG gemacht und das Unternehmen in seiner Ent-

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Vorwort des Vorstands

Die CPU Softwarehouse AG Die CPU-Aktie auf einen Blick

Bericht des Aufsichtsrats Konzernlagebericht Konzernabschluss 2024

Jahresabschluss 2024 der CPU Softwarehouse AG (Auszug) Konzernkennzahlen (2020 - 2024)

wicklung intensiv begleitet. Den vorgeschlagenen Maßnahmen im Rahmen der strategischen Anpassungen sowie den nach Gesetz und Satzung zustimmungspflichtigen Geschäften stimmte der Aufsichtsrat nach gründlicher eigener Prüfung und eingehender Beratung mit dem Vorstand zu.

Themen der ordentlichen Sitzungen des Aufsichtsrats

Im Geschäftsjahr kam der Aufsichtsrat zu insgesamt vier ordentlichen Sitzungen zusammen, die allesamt als Präsenzsitzungen in Hamburg abgehalten wurden. Die Sitzungen fanden am 29. April, 2. Juli, 23. September und am 9. Dezember des Jahres 2024 statt. Es nahmen jeweils alle Mitglieder des Aufsichtsrats teil, bei dem Termin im April und im Juli wurde Herr Wollny, im September und Dezember Herr Wollny sowie der Vorstand telefonisch zugeschaltet.

In der Sitzung am 29. April standen die Feststellung und Billigung des von der Geschäftsführung vorgestellten Jahresabschlusses im Vordergrund. Der Jahresabschluss und der Konzernabschluss sowie der Geschäftsbericht 2023 wurden nach eingehender Prüfung aller vorgelegten Dokumente vom Aufsichtsrat genehmigt. Der Vorstand erörterte anschließend die aktuelle Geschäfts- und Liquiditätslage der Gesellschaft. Außerdem wurde der Wechsel von Herrn Dr. Brakensiek vom Vorstand in den Aufsichtsrat sowie die Bestellung von Herrn Zetzsche zum neuen Vorstand der Gesellschaft beschlossen. Ein weiteres Thema war die Vorbereitung der Hauptversammlung am 2. Juli. Vorstand und Aufsichtsrat entschieden, anders als im Vorjahr, die Hauptversammlung als Präsenzveranstaltung in Hamburg abzuhalten.

Die Sitzung am 2. Juli fand im Anschluss an die Präsenzhauptversammlung in Hamburg statt. Nach einem Rückblick und der positiven Bewertung der Hauptversammlung erläuterte der Vorstand die aktuelle Ge-schäfts- und Liquiditätslage und die weitere Unternehmensstrategie.

Am 23. September prüfte der Aufsichtsrat im Anschluss an den Bericht des Vorstands zur Geschäfts- und Liquiditätslage ausführlich den Risikobericht der CPU für 2024.

In der Sitzung am 9. Dezember stand neben dem Bericht zur Lage der Gesellschaft durch den Vorstand die Budgetplanung für das Geschäftsjahr 2024 auf der Tagesordnung. Zum Abschluss der Sitzung wurden die Termine für die Aufsichtsratssitzungen und die Hauptversammlung im Jahr 2025 festgelegt.

Vorstand und Aufsichtsratsvorsitzender pflegten wie gewohnt auch außerhalb der Sitzungen einen regelmäßigen Austausch und berieten sich neben der aktuellen Geschäfts- und Liquiditätslage auch zu strategischen Fragestellungen bezüglich der kontinuierlichen Weiterentwicklung der CPU.

Jahres- und Konzernabschluss, Abschlussprüfung

Der Aufsichtsrat der CPU Softwarehouse AG beschloss sowohl aufgrund des Downlisting aus dem m:access und dem damit einhergehenden Wechsel in den Freiverkehr der Börse München sowie aus Kostengründen auf eine freiwillige Abschlussprüfung des Jahresabschlusses durch einen Wirtschaftsprüfer zu verzichten und stattdessen lediglich eine eigenständige Prüfung durchzuführen. In seiner Sitzung am 15. April 2025 diskutierte der Aufsichtsrat die Inhalte und Ergebnisse der Prüfung. Dabei lagen alle notwendigen Unterlagen den Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vor. Gemeinsam mit dem Finanzleiter der CPU Softwarehouse AG wurden die Abschlussberichte erörtert, intern beraten und eigenständig geprüft. Gegen den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss bestanden keinerlei Einwände, auch dem Konzernlagebericht wurde zugestimmt. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss gebilligt, womit der Jahresabschluss ordnungsgemäß nach §172 AktG festgestellt ist.

Als Nachtrag zum Bericht des Aufsichtsrates über das Geschäftsjahr 2024 möchte ich die Aktionäre noch über den im September des laufenden Jahres erfolgten Wechsel im Vorstand informieren. Die Gesellschaft hatte in der Adhoc-Meldung vom 09. September 2025 die Trennung von Herrn Dirk Zetzsche als Vor-

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Vorwort des Vorstands Die CPU Softwarehouse AG Die CPU-Aktie auf einen Blick

Bericht des Aufsichtsrats

Konzernlagebericht Konzernabschluss 2024

Jahresabschluss 2024 der CPU Softwarehouse AG (Auszug)

Konzernkennzahlen (2020 - 2024)

stand bekannt geben müssen. Erfreulicherweise konnte sich der Aufsichtsrat mit den beiden Prokuristen, Herrn Volker Bürgel und Herrn Roman Zenetti, einigen, sodass sie sich bereit erklärten, die Aufgaben und Funktionen von Herrn Zetzsche interimistisch zu übernehmen. Der Aufsichtsrat freut sich, durch diese interne Nachbesetzung, die notwendige Stabilität im Unternehmen während dieser Übergangsphase gewährleisten zu können und dankt den neuen Vorständen für ihren Einsatz.

Ein besonderer Dank des Aufsichtsrates gilt unseren tüchtigen Mitarbeitern, die sich sehr für unser Unternehmen eingesetzt haben. Dieser Dank gilt auch dem ehemaligen Vorstand, Herrn Dr. Thomas Brakensiek, der das Unternehmen seit Mitte des Jahres 2024 mit seinem Branchen-Know-how und Fachwissen im Aufsichtsrat unterstützt. Den Aktionären danken wir für ihr Vertrauen in unsere Strategie und die handelnden Personen. Wir sind überzeugt, dass die CPU mit dem nun eingeschlagenen strategischen Pfad die Ge-schäftschancen erhöht und mittelfristig wieder zu alter Ertragsstärke zurückfinden wird.

Augsburg, im Oktober 2025



Bernd Günther

Vorsitzender des Aufsichtsrats



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Vorwort des Vorstands Die CPU Softwarehouse AG Die CPU-Aktie auf einen Blick Bericht des Aufsichtsrats

Konzernlagebericht



Konzernabschluss 2024 Jahresabschluss 2024 der CPU Softwarehouse AG (Auszug)

Konzernkennzahlen (2020 - 2024)

Konzernlagebericht der CPU Softwarehouse AG für das Geschäftsjahr 2024


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Vorwort des Vorstands

Die CPU Softwarehouse AG Die CPU-Aktie auf einen Blick Bericht des Aufsichtsrats

Konzernlagebericht

Konzernabschluss 2024

Jahresabschluss 2024 der CPU Softwarehouse AG (Auszug) Konzernkennzahlen (2020 - 2024)

Konzernlagebericht der CPU Softwarehouse AG, Augsburg,

für das Geschäftsjahr vom 01. Januar bis 31. Dezember 2024

Grundlagen des Konzerns

Die CPU Softwarehouse AG mit Sitz in Augsburg (Kon-zernobergesellschaft) konzentriert sich als Holding auf die Führung, Verwaltung und strategische Ausrichtung ihrer Tochtergesellschaften und erbringt für diese interne Dienstleistungen. Die Gesellschaft betreibt keinerlei Produktentwicklung. Die operative Geschäftstätigkeit im Konzern wird von den Tochtergesellschaften erbracht. Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der CPU Softwarehouse AG wird daher wesentlich von den Ergebnissen der Konzerngesellschaften bestimmt.

Der CPU-Konzern (CPU) ist ein Software- und Bera-tungshaus mit dem Schwerpunkt auf Kunden aus dem Bankensektor, banknahen Instituten, der Industrie, IT und Telekommunikation. Die CPU bietet ihren Kunden einen ganzheitlichen Beratungsansatz aus einer Hand: Dieser reicht von initialen Analysen und Health Checks sowie der Entwicklung passgenauer, individueller Softwarelösungen bis hin zur operativen Unterstützung bei der Umsetzung komplexer IT-Projekte. Die Angebotspalette der CPU ist in drei Leistungsbausteine untergliedert und umfasst Software-Entwicklung, Consulting-Dienstleistungen und IT-Services. Basierend auf der softwaretechnischen Umsetzung der Fachthemen Kredit, Anlageberatung und Controlling, die überwiegend im Bankenbereich nachgefragt werden, entwickelt die CPU mittlerweile branchen-übergreifende Software-Lösungen, um Geschäftsprozesse transparent abzubilden und zu digitalisieren. Bei den Consulting Dienstleistungen deckt die CPU, ergänzend zur Software-Entwicklung, insbesondere das Projektmanagement und den Bereich der Qualitätssicherung ab. Dazu gehören unter anderem Projekte im Rahmen digitaler und agiler Transformationsprozesse. Bei den IT-Ser-vices unterstützt die CPU Kunden bei der Überbrückung von Engpässen im Tagesgeschäft bis hin zur Übernahme und dem Outsourcing von kompletten Aufgabenbereichen als Gewerk.

Der Konzern besitzt zwei operativ tätige Tochtergesellschaften. Diese sind die 100-Prozent-Beteiligungen CPU Consulting & Software GmbH, Augsburg, sowie die CPU GIS GmbH, Augsburg. Die CPU betreut in den Zielmärkten Deutschland, der Schweiz und Österreich

unterschiedliche Kunden aus der Bank- und Finanz-dienstleistungsbranche, der Industrie sowie IT und Telekommunikation.

Die Rechnungslegung der CPU Softwarehouse AG erfolgt im Einzelabschluss nach dem deutschen Handelsgesetzbuch (HGB). Darüber hinaus erstellt die CPU Softwarehouse AG als kleine Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 1 HGB einen freiwilligen Konzernabschluss sowie einen Konzernlagebericht, ohne jedoch die Größenkriterien des § 293 Abs. 1 HGB zu überschreiten.

Ziele und Strategien

Die CPU Softwarehouse AG verfolgt primär das Ziel, auf Konzernebene profitabel zu wachsen und so den Unter-nehmenswert für die Aktionäre zu steigern. Hierfür soll das operative Geschäft sukzessive ausgeweitet und die Konzernstruktur effizienter aufgestellt werden. Die Basis für das zukünftige Wachstum bilden dabei die hohe Flexibilität und Kompetenz der CPU-Spezialisten, die stets individuell auf den Kunden zugeschnittene Lösungen erarbeiten. In den vergangenen Jahren schaffte das Management die Voraussetzungen, um das Kunden- und Dienstleistungsportfolio zu erweitern. Zusätzlich zum Bankenmarkt und einzelnen Großkunden sollen neue Geschäftsfelder und Zielmärkte erschlossen werden. Die Bankenbranche bleibt jedoch unverändert ein wichtiger Zielmarkt für die CPU. Denn hier verfügt das Unternehmen über eine im Markt selten zu findende Kombination aus IT-, Telekommunikations- und Bank-Fachwissen. Ergänzt wird dieses spezielle Know-how mit einer hohen Expertise bei der kosteneffizienten Umsetzung von digitalen und agilen Transformationsvorgängen, der End-to-end-Digitalisierung von Geschäftsprozessen, der Strategie- und Konzeptentwicklung, sowie einer Verände-rungs- und Umsetzungsbegleitung. Das große, im Unternehmen vorhandene, Know-how soll zudem sukzessive auf angrenzende Geschäftsfelder übertragen werden, um die Produkt- und Dienstleistungspalette im Konzern nachhaltig zu erweitern.

Steuerungssystem

Die Budgetplanung für Umsatz und Ergebnis auf Unter-nehmensebene basiert auf einem internen Steuerungs-

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Vorwort des Vorstands Die CPU Softwarehouse AG Die CPU-Aktie auf einen Blick Bericht des Aufsichtsrats

Konzernlagebericht



Konzernabschluss 2024 Jahresabschluss 2024 der CPU Softwarehouse AG (Auszug)

Konzernkennzahlen (2020 - 2024)

system. Dieses beinhaltet detaillierte Planungsrechnun-gen für die einzelnen Projekte und Kalkulationen. Damit ist das Steuerungssystem ein wichtiger Bestandteil zur Zielerreichung im CPU-Konzern. Anhand von Soll-Ist-Vergleichen werden die Projekte regelmäßig überprüft und dokumentiert. In wiederkehrenden Projektbespre-chungen sowie bei Managementmeetings mit Führungs-personen der Tochtergesellschaften werden etwaige Abweichungen analysiert, um im Bedarfsfall unverzüglich entsprechende Gegenmaßnahmen einzuleiten. Die wichtigsten Steuerungsgrößen auf Konzernebene sind der Umsatz und das Konzernergebnis. Weitere Informationen zur Unternehmenssteuerung befinden sich im Risikobericht.

Wirtschaftsbericht1

Deutschlands Wirtschaft schrumpft 2024 im zweiten Jahr in Folge leicht

Die Wirtschaftsleistung in Deutschland ist im Jahr 2024 auf preis- und kalenderbereinigter Basis um 0,2 Prozent gesunken. Nach einem Rückgang im Vorjahr um 0,3 Prozent fällt das Bruttoinlandsprodukt somit im zweiten Jahr in Folge. Die rückläufige Entwicklung ist auf verschiedene Faktoren zurückzuführen, darunter eine schwache Inlandsnachfrage, gestiegene Ener-giepreise und geopolitische Unsicherheiten. Im vierten Quartal 2024 verzeichnete die deutsche Wirtschaft einen Rückgang von 0,2 Prozent im Vergleich zum Vor-quartal.

Im internationalen Vergleich zeigte sich die Schweiz mit einem BIP-Wachstum von 0,8 Prozent im Jahr 2024 stabiler, während Österreich einen Rückgang von 1,2 Prozent verzeichnete. Die Teuerung belastete die Kaufkraft der privaten Haushalte in Österreich, was zu einer negativen BIP-Entwicklung führte.

ITK-Markt wächst in 2024 - Software bleibt größter Treiber

Der Markt für Informationstechnologie und Telekommunikation (ITK) in Deutschland wuchs im Jahr 2024 um 4,4 Prozent auf insgesamt 224,3 Milliarden Euro. Damit lag das Wachstum über dem Vorjahreswert von 2,0 Prozent. Die Teilsegmente IT-Services und Software erzielten weiterhin überproportionale Zuwächse. Der Bereich IT-Ser-vices legte um 4,8 Prozent auf 51,7 Milliarden Euro zu,

während die Umsätze im Teilsegment Software um 9,4 Prozent auf 45,4 Milliarden Euro stiegen.

Die CPU Softwarehouse AG investierte gezielt in branchenübergreifend einsetzbare Softwarelösungen, um von diesen positiven Entwicklungen zu profitieren. Ein Engpass-Faktor stellt jedoch die Personalsituation in der IT dar. Laut Statista betrug die IT-Fachkräftelücke über alle Sektoren hinweg in Deutschland im Jahr 2024 rund 153.000.

EZB reagiert mit historischer Entscheidung - weitere Senkungen folgen in 2025

Die Europäische Zentralbank (EZB) traf am 6. Juni 2024 eine historische Entscheidung und senkte den Leitzins zum ersten Mal nach einem Zinshoch vor der US-amerikanischen Notenbank FED. Der Leitzins wurde somit um 0,25 Prozent auf 4,25 Prozent gesenkt. Im weiteren Jahresverlauf sowie im ersten Quartal 2025 folgten erneute schrittweise Senkungen auf letztendlich 2,65 Prozent.

Geschäftsverlauf und Ertragslage 2024

Investitionen in moderne Vertriebsstrukturen schaffen Basis für neue Umsätze

Die CPU Softwarehouse AG hat im Geschäftsjahr 2024 einen leichten Anstieg beim Umsatz verbucht. Wie bereits im Mai 2024 angekündigt, schloss das Jahr erwartungsgemäß mit einem negativen Ergebnis ab. Dies ist in erster Linie auf die Auflösung der Schweizer Tochtergesellschaft CPU Bankensoftware AG sowie eines Rangrücktrittsdar-lehens und den Abschluss eines Großkundenprojekts zurückzuführen. Zusätzlich belasteten planmäßige Investitionen in den Aufbau neuer Vertriebsstrukturen sowie anhaltende Nacharbeiten im Bereich der Softwareentwicklung zur Umsetzung von Kunden- und Marktfeed-back ebenfalls das Ergebnis.

Im Bereich der Ergebnisquellenanalyse und Rentabili-tätsmessung setzen mehrere Schweizer Kantonalbanken unverändert auf die innovativen Software-Lösungen von CPU. Im Laufe des Jahres wurden bei Bestandskunden mehrere Kurzprojekte zur Anpassung und Erweiterung des Funktionsumfangs umgesetzt. Auf der Vertriebssei-te wurden die Analysen zur Markt- und Kundensituation weiterverfolgt.

1 Redaktionsschluss für volkswirtschaftliche Daten: 31.3.2025

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Vorwort des Vorstands

Die CPU Softwarehouse AG Die CPU-Aktie auf einen Blick Bericht des Aufsichtsrats

Konzernlagebericht

Konzernabschluss 2024

Jahresabschluss 2024 der CPU Softwarehouse AG (Auszug) Konzernkennzahlen (2020 - 2024)

Der Personaldienstleistungs- sowie Consultingbereich erholte sich leicht und verzeichnete im Geschäftsjahr 2024 einen leichten Umsatzanstieg, erreichte aber noch nicht wieder den Stand vor der Corona-Pandemie. Dennoch konnte damit das verzögerte Wachstum des Software-Bereichs bereits kompensiert werden.

Umsatz- und Gewinnsituation

Im Geschäftsjahr 2024 stieg der Umsatz im CPU-Konzern um rund 3 Prozent auf 3.209 TEUR (Vorjahr: 3.121 TEUR). Hintergrund für diese Entwicklung waren weiterhin anhaltende, strategische personalpolitische Neuausrichtungen auf Kundenseite, welche sich noch in das Berichtsjahr 2024 fortsetzten. Trotz dessen erhöhte sich der Einsatz externer Consultants bei diesem Kunden wieder. Im Rahmen der nachjustierten Strategie investierte die CPU planmäßig weiter in neue Entwicklungen für das Software-Geschäft, wodurch aktivierten Eigenleistungen weiterhin, allerdings auf einem geringeren Niveau gegenüber den Vorjahren, in Höhe von 605 TEUR (Vorjahr: 1.118 TEUR) angesetzt wurden. Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen um 45 Prozent auf 105 TEUR (Vorjahr: 73 TEUR) und beinhalten maßgeblich Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, aus der privaten Kfz-Nutzung und aus Erstattungen nach dem Aufwendungsausgleichsgesetz (AAG). Der Materialaufwand verminderte sich um ungefähr 12 Prozent auf 310 TEUR (Vorjahr: 351 TEUR). Dies ist in erster Linie auf die Reduzierung des Einsatzes von externem Personal im Consultingbereich zurückzuführen.

Durch die im Jahresverlauf 2024 kaum veränderte Mitarbeiterzahl lag der Personalaufwand stabil bei 2.683 TEUR (Vorjahr: 2.680 TEUR). Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen stiegen um 55 Prozent auf 460 TEUR (Vorjahr: 296 TEUR). Dies ist durch die Aktivierung für eine selbst erstellte Software ab 2022 bis 2023 begründet, die jährlich (Zeitraum 6 Jahre) mit insgesamt 278 TEUR (192 + 186 TEUR) abgeschrieben wird. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um rund 8 Prozent auf 982 TEUR (Vorjahr: 906 TEUR). Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sanken dagegen um rund 10 Prozent auf 9 TEUR (Vorjahr: 10 TEUR). Insgesamt lag der Konzernüberschuss bei -510 TEUR (Vorjahr: 50 TEUR). Dieser Verlust lässt sich unter anderem durch die Auflösung der Schweizer Gesellschaft und die dadurch notwendige Auflösung der Wertaufholungsrücklage (für Währungsdifferenzen) in Höhe von ca. 278 TEUR erklären.

Vermögens-, Kapitalstruktur und Liquidität

Auf der Aktivseite der Bilanz erhöhte sich das Anlagevermögen maßgeblich durch die aktivierten Eigenleistungen im immateriellen Vermögen auf 2.499 TEUR (Vorjahr: 2.352 TEUR). Demnach entfielen rund 72 Prozent (Vorjahr: rund 67 Prozent) der Bilanzsumme auf das Anlagevermögen.

Das Umlaufvermögen zuzüglich Rechnungsabgrenzungsposten verminderte sich um fast 16 Prozent auf 955 TEUR (Vorjahr: 1.133 TEUR). Grund hierfür war überwiegend die Reduktion der liquiden Mittel wegen der weiterhin hohen Investitionen für das Software-Ge-schäft. Folglich sanken die liquiden Mittel erwartungsgemäß um rund 56 Prozent auf 369 TEUR (Vorjahr: 830 TEUR). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sanken auch durch ein effizienteres Forderungsmanagement deutlich um 15 Prozent auf 246 TEUR (Vorjahr: 291 TEUR). Der Anteil des Umlaufvermögens an der Bilanzsumme verringerte sich somit auf rund 27 Prozent (Vorjahr: rund 32 Prozent).

Auf der Passivseite sank das Eigenkapital um 8 Prozent auf 2.512 TEUR (Vorjahr: 2.744 TEUR). Dies ist in erster Linie, auf die Auflösung der Wertaufholungsrücklage, zurückzuführen. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie die sonstigen Rückstellungen erhöhten sich in Summe um 16 Prozent auf 542 TEUR (Vorjahr: 467 TEUR) und machten damit 16 Prozent (Vorjahr: 13 Prozent) der Bilanzsumme aus. Die Verbindlichkeiten erhöhten sich um 46 Prozent auf 401 TEUR (Vorjahr: 274 TEUR), was überwiegend auf die gestiegenen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten zurückzuführen ist. Der Anteil der Verbindlichkeiten an der Bilanzsumme stieg daher auf rund 12 Prozent (Vorjahr: über 8 Prozent). Insgesamt verringerte sich die Bilanzsumme der CPU leicht auf 3.455 TEUR (Vorjahr: 3.485 TEUR). Da das Eigenkapital stärker als die Bilanzsumme abnahm, verringerte sich die Eigenkapitalquote im Konzern auf 72,7 Prozent (Vorjahr: 78,7 Prozent).

Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit stieg im Berichtszeitraum auf 4 TEUR (Vorjahr: -46 TEUR). Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit lag mit -606 TEUR deutlich unter dem Vorjahreswert von -1.120 TEUR und ist im Wesentlichen auf Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen (605 TEUR) zurückzuführen. Der Finanzmittelbestand verminderte sich zum 31.12.2024 wegen der weiterhin hohen Investitionstätigkeit im Berichtsjahr deutlich um 614 TEUR (Vorjahr 557 TEUR) auf 80 TEUR (Vorjahr 694 TEUR).

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Vorwort des Vorstands Die CPU Softwarehouse AG Die CPU-Aktie auf einen Blick Bericht des Aufsichtsrats

Konzernlagebericht



Konzernabschluss 2024 Jahresabschluss 2024 der CPU Softwarehouse AG (Auszug)

Konzernkennzahlen (2020 - 2024)

Vorjahresvergleich und Gesamtaussage

Die Entwicklung der CPU im Geschäftsjahr 2024 war weiterhin von den strategischen Anpassungen und Ergänzungen geprägt, die wiederum durch die personalpolitische Neuausrichtung bei Kunden in den vergangen Jahren erforderlich wurden. Im Rahmen dieser Neuausrichtung stabilisierte sich der Einsatz externer Consultants, was zu einer spürbaren Erholung des Umsatzes im Dienstleistungsgeschäft der CPU führte. Das Management verfolgte weiterhin die Strategie, das Software-Geschäft auszubauen und durch entsprechende Investitionen weiter zu stärken. Der Erfolg der getroffenen Maßnahmen wird sich jedoch erst mittelfristig im Zahlenwerk auswirken. Der Umsatz stabilisierte sich demnach im Konzern mit einer leichten Steigerung von ca. 3 Prozent. Dennoch führte es auf Ergebnisebene zu einem Jahresfehlbetrag.

Bilanziell behauptete die CPU ihre stabile Aufstellung im Berichtsjahr 2024. Das Eigenkapital sank um 8 Prozent. Gleichzeitig erhöhte sich das Fremdkapital um 27 Prozent, so dass sich die Eigenkapitalquote um 6 Prozentpunkte auf 72,7 Prozent verringerte. Die Fris-tenkongruenz, wonach langfristiges Vermögen mit Eigenkapital und die kurzfristigen Verbindlichkeiten durch Umlaufvermögen gedeckt sein sollen, wird analog zum Vorjahr vollständig erfüllt. Das Unternehmen ist weiterhin unbelastet von langfristigen Bankschulden oder Darlehen. Die Verbindlichkeiten dienen ausschließlich dem operativen Geschäftsbetrieb. Maßgeblich durch die Investitionen und den damit verbundenen Kosten verminderten sich die liquiden Mittel auf 369 TEUR. Der Großteil der Investitionen wurde bereits planmäßig in den Berichtsjahren 2022 bis 2024 umgesetzt. Außerplanmäßige Investitionen für Anpassungen und Erweiterungen werden voraussichtlich noch bis in Q4 2025 anfallen.

Vor dem Hintergrund des temporär verschlechterten Branchenumfelds, das umfangreiche Investitionen für strategische Anpassungen bei der CPU erforderte, halten Vorstand und Aufsichtsrat die Entwicklung bei Umsatz und Jahresüberschuss in der Berichtsperiode 2024 für folgerichtig. Mit der schnellen Umsetzung der strategischen Profilschärfung und dem Schwerpunkt auf dem Software-Geschäft sind Geschäftsführung und Aufsichtsrat weiterhin sehr zufrieden.

Personalbericht

Im Geschäftsjahr 2024 beschäftigte der Konzern durchschnittlich 35 Mitarbeiter (Vorjahr: 44) - inklusive Teilzeit-

kräften, ohne Werkstudenten, Azubis und Praktikanten. Der Rückgang der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl war überwiegend auf zwei Faktoren zurückzuführen: Das Dienstleistungsgeschäft der CPU GIS wurde im Berichtsjahr mit 1 (Vorjahr: 3) Mitarbeiter fortgeführt. Auch im Geschäftsjahr 2024 hielten Kunden der Tochtergesellschaft CPU Consulting & Software an ihrer Strategie zur Kostenreduktion von externen Beratungsleistungen fest. Dies führte dazu, dass sich hier die Zahl der Mitarbeiter im Durchschnitt leicht auf 27 (Vorjahr: 30) reduzierte. In der AG waren durchschnittlich 7 (Vorjahr: 7) Mitarbeiter beschäftigt.

Aktienkapital

Das Grundkapital der CPU Softwarehouse AG beträgt 4.503.348,00 Euro und ist in 4.503.348 nennwertlose Stückaktien eingeteilt. Jede Satzungsänderung bedarf eines Beschlusses der Hauptversammlung. Der Beschluss der Hauptversammlung erfordert eine Mehrheit, die mindestens drei Viertel des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals beträgt.

Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen, sind nicht bekannt. Es bestehen keine Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen. Die Rechte und Pflichten aus den Aktien entsprechen den gesetzlichen Regelungen.

Es sind keine Arbeitnehmer der CPU Softwarehouse AG und deren Konzerngesellschaften derart am Kapital beteiligt, dass eine unmittelbare Ausübung der Kontroll-rechte durch die Arbeitnehmer stattfände. Da es sich bei den begebenen Anteilscheinen um Inhaberaktien handelt, liegen der Gesellschaft aber keine verlässlichen Angaben über Aktionäre und damit einen eventuell privaten Anteils-besitz von Arbeitnehmern vor.

Mit Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 28. Juni 2022 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum

28. Juni 2027 durch Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen einmal oder mehrmals, insgesamt um bis zu 2.046.976,00 Euro zu erhöhen (Genehmigtes Kapital). Nach Durchführung der Kapitalmaßnahme im Geschäftsjahr 2023 beläuft sich das verbleibende, verfügbare Genehmigte Kapital auf 1.637.581,00 Euro. Über den Inhalt der jeweiligen Aktienrechte und die sonstigen Bedingungen der Aktien-ausgabe entscheidet der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats.

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Vorwort des Vorstands

Die CPU Softwarehouse AG Die CPU-Aktie auf einen Blick Bericht des Aufsichtsrats

Konzernlagebericht

Konzernabschluss 2024

Jahresabschluss 2024 der CPU Softwarehouse AG (Auszug) Konzernkennzahlen (2020 - 2024)

Darüber hinaus entsprechen die Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe und zum Rückkauf eigener Aktien den gesetzlichen Regelungen. Eine Ermächtigung zum Rückkauf liegt nicht vor. Vereinbarungen der Gesellschaft im Fall eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahme-angebots wurden nicht getroffen.

Chancen- und Risikobericht

Aktives Risikomanagement erfordert eine frühzeitige und systematische Identifikation der unternehmerischen Chancen und Risiken. Nur so ist es möglich, auf veränderte Rahmenbedingungen adäquat und unverzüglich zu reagieren. Die CPU Softwarehouse AG setzt deshalb ein an ihrer Unternehmensgröße ausgerichtetes Risikomanagementsystem ein, das für den gesamten Konzern angewendet wird. Dementsprechend steuert und koordiniert die CPU Softwarehouse AG im Rahmen des Risikomanagements das konzernweite interne Berichtswesen.

Die CPU Softwarehouse AG ist von der wirtschaftlichen Entwicklung der Tochtergesellschaften abhängig. Deshalb stellen die im Folgenden beschriebenen Chancen und Risiken der Tochtergesellschaften sowie die Chancen und Risiken der jeweiligen Geschäftsfelder gegebenenfalls mittelbar auch wesentliche Chancen und Risiken der Muttergesellschaft oder des Konzerns dar.

Daher kommt der Konzernsteuerung eine besondere Bedeutung zu. Verschlechterungen in der Vermögens- und Finanzlage sowie der Gewinnsituation bei Tochtergesellschaften können sich bei der CPU Softwarehouse AG in der Beteiligungsbewertung, der Bewertung der Kon-zernforderungen und unmittelbar in der Liquiditätssituati-on niederschlagen. Seit mehreren Jahren verwendet die CPU für den Konzern Steuerungsinstrumente und Kennzahlen in den Bereichen Umsatz- und Ergebnisentwicklung, Angebots- und Projektsteuerung sowie bei Liquidität und Personal.

Risikomanagement und Risikomanagementsystem Das Risikomanagementsystem der CPU Softwarehouse AG definiert und umfasst die Steuerung und Kontrolle aller für den Bestand und die Unternehmensentwicklung wichtigen Unternehmensbereiche und -prozesse. Zum Risikomanagement gehören insbesondere die strategische Unternehmensplanung, das interne Berichtswesen sowie die Risikoinventur mit dem internen Kontrollsystem und einem auf relevante Kennzahlen gestützten Früher-kennungssystem.

Die Verantwortung und Umsetzung für das Risikomanagement liegen grundsätzlich beim Vorstand. Der Aufsichtsrat berät ebenfalls über das Risikomanagement und ist vor dem Hintergrund des § 107 Abs. 3 AktG in der Fassung des BilMoG explizit mit der Überwachung der Wirksamkeit des Risikomanagementsystems, der internen Kontrollsysteme, des Rechnungslegungsprozesses und der Abschlussprüfung, insbesondere deren Unabhängigkeit, befasst.

Die strategische Unternehmensplanung gibt die grundsätzliche Ausrichtung mit den für jedes Segment beziehungsweise Geschäftsfeld beschriebenen Positionierungen und Maßnahmen vor. Dies soll langfristig gewährleisten, dass Wettbewerbsvorteile erkannt und genutzt werden können und eine effiziente Allokation von Ressourcen erfolgt. Im Rahmen der strategischen Unternehmensplanung werden für alle Geschäftsfelder die Positionierungen und Segmentstrategien entwickelt, aus denen sich Maßnahmen und Handlungsanweisungen für die kommenden Jahre ableiten. Eine Überprüfung der grundsätzlichen Unternehmensziele erfolgt ungefähr alle drei Jahre. Auf Geschäftsfeldebene werden jedoch jährlich bei Strategietreffen mit den Führungskräften des Konzerns und der Tochtergesellschaften die grundlegenden Parameter und Annahmen überprüft. Diese Strategietreffen stellen auch die Basis für die Etatplanung des künftigen Geschäftsjahres der CPU-Gruppe dar.

Für die Analyse der Umsatz- und Ergebnisentwicklung erfolgt konzernweit ein einheitliches Reporting. Dieses basiert auf regelmäßigen Meldungen und auf Umsatz- sowie Ertragsprognosen beziehungsweise Hochrechnungen für das laufende Geschäftsjahr. Im Rahmen der Projektsteuerung besteht ebenso ein einheitliches monatliches Reporting und Beurteilungssystem, um die Effizienz sowie die Chancen und Risiken aus den Projekten einschätzen zu können.

Das interne Berichtswesen steuert und kontrolliert kurzfristig alle relevanten Vorgänge des laufenden Geschäftsjahres. Dies erfolgt auf Geschäftsfeldebene beziehungsweise auf Ebene der Tochtergesellschaften durch das einheitliche Konzern-Reporting, welches maßgeblich die Erlös- und Kostenstrukturen wiedergibt. Die Zusammenfassung des Reportings erfolgt auf Konzernebene quartalsweise, bei Bedarf jedoch auch ad-hoc.

Die Risikoinventur deckt systematisch ein ausreichend großes Spektrum an Risikofeldern der CPU-Gruppe ab. Sie ermittelt und bewertet alle für die Konzernunterneh-

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Vorwort des Vorstands Die CPU Softwarehouse AG Die CPU-Aktie auf einen Blick Bericht des Aufsichtsrats

Konzernlagebericht



Konzernabschluss 2024 Jahresabschluss 2024 der CPU Softwarehouse AG (Auszug)

Konzernkennzahlen (2020 - 2024)

men kritischen Bereiche. Die regelmäßige Überwachung der Risiken erstreckt sich sowohl auf kurzfristige Risiken als auch auf lang- und mittelfristige Risikobereiche. Das System berücksichtigt sowohl die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und unternehmensspezifischen Besonderheiten als auch die relevanten gesetzlichen Vorschriften. Es überprüft, welche gesetzlichen Vorgaben und internen Richtlinien eingehalten und überwacht werden müssen (Compliance).

Aus der Bewertung der Risiken werden Maßnahmen abgeleitet, die das Gesamtrisiko reduzieren sollen. Im Rahmen von regelmäßigen Besprechungen wird der Status der aufgrund der Risikoinventur eingeleiteten Maßnahmen vom Vorstand überwacht. Wenn erforderlich, werden weitere Maßnahmen zur Risikovermeidung festgelegt und nachgehalten.

Das interne Kontrollsystem unterstützt die Steuerung und Kontrolle der Unternehmen durch die konzernweit einheitliche organisatorische Implementierung von Prozessen und Strukturen. Dazu gehört unter anderem die Überwachung der Einhaltung gesetzlicher Vorschriften und Regeln.

Der Aufsichtsrat lässt sich vom internen oder externen Abschlussprüfer in der Bilanzsitzung über die bei der Abschlussprüfung festgestellten Kontrollschwächen, soweit vorhanden, berichten. Der Aufsichtsrat wird regelmäßig und umfassend durch den Vorstand informiert, plausibilisiert die getroffenen Annahmen und überprüft auf diesen Grundlagen die Wirksamkeit der getroffenen Maßnahmen. Die turnusmäßige Berichterstattung erfolgt in Abhängigkeit der Themen zu jeder Aufsichtsratssitzung sowohl monatlich als auch quartalsweise.

Besondere Geschäftsrisiken und Chancen

  1. Geopolitische Risiken

    Seit dem 24. Februar 2022 befindet sich Russland im Krieg mit der Ukraine. Die europäische Staatengemeinschaft versteht die Kriegshandlungen als einen Angriff Russlands auf einen souveränen Staat. Um die russischen Kampfhandlungen zu erschweren, begegnete die europäische Staatengemeinschaft diesem Angriff mit weitreichenden Sanktionen gegen die russische Wirtschaft. Eine Vielzahl europäischer Unternehmen beendete in der Folge die Geschäftsbeziehungen mit russischen Gesellschaften und schloss Repräsentanzen auf russi-schem Staatsgebiet. Im Zuge der Sanktionen wurden Rohstoffimporte aus der Russischen Föderation stark ge-drosselt, woraufhin sich Energiekosten für Unternehmen

    und Privathaushalte verteuerten. Die endgültigen direkten und indirekten Auswirkungen der noch anhaltenden Kriegshandlungen auf die Wirtschaft, den Energiesektor und letztlich auf die CPU Softwarehouse AG sind nach wie vor nicht vorhersehbar. Die CPU Softwarehouse AG besitzt jedoch keine Tochtergesellschaften in Russland oder der Ukraine und betreibt kein direktes Geschäft mit Unternehmen dieser Länder.

    Die erneute Präsidentschaft Donald Trumps und die damit verbundene Neuausrichtung der US-amerikanischen Außenpolitik bergen ebenfalls geopolitische Unsicherheiten, die auch Auswirkungen auf den IT-Sektor in der DACH-Region haben können. Insbesondere protektio-nistische Maßnahmen, handelspolitische Spannungen oder veränderte transatlantische Beziehungen könnten die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen beeinflussen. Besonders regulatorische Änderungen im Bereich Datenschutz und Cloud-Dienste könnten sich durchaus auf unsere Geschäftsstrategie auswirken. Durch eine enge Marktbeobachtung und eine diversifizierten Kunden- und Lieferantenstruktur begegnen wir diesen Risiken proaktiv.

  2. Markt- und Branchenrisiken sowie Chancen

    Die Investitionsbereitschaft der Bankenbranche ist für das klassische Kerngeschäft der CPU, in dem das Unternehmen mit seinen Software-Produkten, Consulting-Dienst-leistungen und IT-Services den Bankensektor, banknahe Institute und Finanzdienstleister adressiert, ein unverändert kritischer und nicht beeinflussbarer Erfolgsfaktor, der die Umsatzentwicklung in der CPU-Gruppe mitbestimmt.

    Beginnend zur Mitte des Berichtsjahrs senkte die EZB im Jahresverlauf zur Stützung der Konjunktur sukzessive die Leitzinsen, was zu einem Anstieg bei der Kreditnachfrage von Unternehmen im dritten und vierten Quartal führte. Dennoch blieb die Investitionsbereitschaft der Unternehmen insgesamt verhalten, da neben den Finanzierungs-kosten auch andere Faktoren wie geopolitische Spannungen und wirtschaftliche Unsicherheiten eine Rolle spielten. Dies kann sich in der Auftragslage des klassischen CPU-Kerngeschäfts daher negativ niederschlagen.

    Die Ausweitung regulatorischer Vorschriften durch den Gesetzgeber führt in der Finanzbranche zu einem zusätzlichen administrativen Aufwand. Dieser birgt ebenfalls die Gefahr, dass Investitionen für IT von Unternehmen der Finanzbranche verschoben werden. Außerdem kann ein zunehmender Konzentrationsprozess bei den Banken oder die Verlagerung der IT-Infrastruktur auf Rechenzentren dazu führen, dass Software-Bestandskunden verlo-

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    Vorwort des Vorstands

    Die CPU Softwarehouse AG Die CPU-Aktie auf einen Blick Bericht des Aufsichtsrats

    Konzernlagebericht

    Konzernabschluss 2024

    Jahresabschluss 2024 der CPU Softwarehouse AG (Auszug) Konzernkennzahlen (2020 - 2024)

    ren gehen. Eine fortschreitende Marktkonsolidierung in der Finanzbranche würde die Neukundenakquise zudem erschweren. Dieser Entwicklung wirkt das Management mit gezielten Kooperationen sowie Vertriebs- und Im-plementierungspartnerschaften entgegen. Damit bietet sich der CPU die Chance, neue, bisher nicht erreichbare Marktpotenziale, zu erschließen. Das Leistungsportfolio erstreckt sich auf Kunden aus der Industrie, IT und Telekommunikation.

  3. Abhängigkeit von einzelnen Kunden und Projekten Das Unternehmen ist bestrebt, durch die Akquisition neuer Aufträge in den drei Kernbereichen Software, Consulting und IT-Services die Projekt- und Kundenbasis schrittweise zu erhöhen und Software-Lösungen sowie IT-Dienstleistungen zukünftig noch stärker branchenübergreifend anzubieten. Fallen jedoch einzelne Aufträge weg oder verzögern sich fest in Aussicht gestellte Be-auftragungen, können Umsatz- und Ergebnisprognosen möglicherweise nicht eingehalten werden, da die notwendigen Kostenanpassungen nur verspätet wirken. Außerdem kann der vollständige Verlust von größeren Bestandskunden dazu führen, dass notwendige Kapazi-tätsanpassungen nur mit einer Zeitverzögerung durchgeführt werden können, um die aus dem Umsatzrückgang resultierenden Einnahmenverluste abzufangen.

    Bei einigen Projekten kann es im Testmanagement beziehungsweise in der Durchführung der Tests zu Kapa-zitätsengpässen beim Kunden kommen. Zudem ist die CPU mitunter von anderen Projektbeteiligten und Zulie-fersystemen abhängig. Dies kann insbesondere die für die kaufmännische Abrechnung von Projekten entscheidende Abnahme verzögern. Wir senken dieses Risiko erheblich, indem wir Kunden proaktiv im Abnahmeprozess unterstützen. Dennoch verbleibt ein nur bedingt steuer-bares Restrisiko, dass sich kundenseitig die Abnahmen und Zulieferleistungen verzögern, sich nicht verrechen-bare Zusatzaufwendungen ergeben und sich somit die geplanten Umsatz-, Ergebnis- und Liquiditätsbeiträge bei der CPU Softwarehouse AG und im Konzern verschieben können.

  4. Produktrisiken und -chancen

    Im Rahmen der Neupositionierung des Unternehmens wurde das Software-Geschäft ausgebaut. Softwareprodukte unterliegen im Allgemeinen sehr schnellen Inno-vationszyklen. Um die Konkurrenzfähigkeit und den Anschluss an den technologischen Fortschritt zu halten, investiert die CPU bei den operativen Gesellschaften stetig in Produkte, Vertrieb und Mitarbeiter. Zur Deckung

    dieser notwendigen Investitionen müssen regelmäßige Erträge erwirtschaftet werden. Die CPU entwickelt daher neue Software-Produkte überwiegend unter wirtschaftlicher Einbeziehung der Kunden. Diese Vorgehensweise wird von unseren Bestandskunden bereits erfolgreich angenommen und soll auch bei Neukunden angewendet werden. Die CPU bietet grundsätzlich Lösungen aus einer Hand.

  5. Personalrisiken und -chancen

    Qualifizierte und engagierte Mitarbeiter sind das wichtigste Kapital der CPU. Wir leben traditionelle Werte wie Aufrichtigkeit, Zuverlässigkeit und den gegenseitigen Respekt. Neben einem angenehmen Arbeitsumfeld bieten wir unseren Mitarbeitern zudem eine leistungsgerechte Vergütung mit entsprechenden Karrierechancen. Dennoch kann nicht ausgeschlossen werden, dass Mitarbeiter aus der CPU-Gruppe berufliche Veränderungen suchen. Zudem hat sich durch den Mangel an IT-Fachkräften der Wettbewerb um qualifizierte Mitarbeiter in der IT-Branche weiter erhöht.

    Daher investieren wir in umfangreiche Schulungsmaßnah-men für unser Personal. Wir stellen sicher, dass sich das Wissen über Kunden, Produkte und Unternehmensab-läufe nicht nur auf einzelne Mitarbeiter konzentriert. Eine bedarfsgerechte Weiterbildung schafft die Basis, um unsere Mitarbeiter technisch auf aktuellem Stand zu halten und um unsere besondere Kompetenz am Markt zu belegen. Durch flache Hierarchien und den stetigen, internen Wissenstransfer reduzieren wir die Abhängigkeit von einzelnen Mitarbeitern.

    Die CPU bietet regelmäßig attraktive Ausbildungsplätze an und stellt sich dem Wettbewerb um hochqualifizierte Talente und bestens ausgebildete Mitarbeiter. Durch eine engagierte Personalentwicklung und leistungsbezogene Vergütungssysteme wollen wir die Mitarbeiter-bindung weiter erhöhen, denn Kontinuität und Stabilität der Belegschaft sind ein wichtiger Erfolgsfaktor in unserer Wachstumsstrategie. Durch umfangreiche Maßnahmen im Personalwesen soll das Risiko reduziert werden, dass wichtige Know-how-Träger verloren gehen. Zudem erhöhen wir damit unsere Chancen, neue qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen.

  6. Gesamtaussage zur Risikosituation

Trotz einer leichten Umsatzsteigerung im Geschäftsjahr 2024 verbuchte das Unternehmen mit -510 TEUR (Vorjahr: 50 TEUR) einen Jahresfehlbetrag im Konzern. Im Rahmen der strategischen Nachjustierung der Angebot-

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Konzernlagebericht



Konzernabschluss 2024 Jahresabschluss 2024 der CPU Softwarehouse AG (Auszug)

Konzernkennzahlen (2020 - 2024)

spalette investierte die CPU weiterhin in neue Software-Lösungen, die im immateriellen Anlagevermögen aktiviert wurden. Dementsprechend sank auch der Kassenbestand auf 369 TEUR (Vorjahr: 830 TEUR). Durch die Aktivierung kam es bilanziell zu Verschiebungen vom Umlaufvermögen in das Anlagevermögen. Die Bilanzsumme sank um 1 Prozent, Eigenkapital um 8 Prozent und die Eigenkapitalquote verringerte sich von 78,7 Prozent in 2023 auf 72,7 Prozent in 2024. Durch die weiterhin stabile bilanzielle Aufstellung ist die CPU in der Lage, in Vorleistungen für neue Projekte mit Bestandskunden zu investieren und die sich bietenden Geschäftspotenziale zu nutzen.

Prognosebericht2

Leichtes Konjunkturwachstum für 2025 vorhergesagt Im Jahr 2024 zeigte die Wirtschaft in Deutschland, Österreich und der Schweiz unterschiedliche Entwicklungen. Deutschland verzeichnete im zweiten Jahr in Folge einen leichten Rückgang des Bruttoinlandsprodukts (BIP), in 2024 um etwa 0,2 Prozent, was auf anhaltende konjunkturelle Herausforderungen hinweist. Österreich erlebte einen Rückgang des BIP um rund 1,2 Prozent, während die Schweiz ein moderates Wachstum von 0,8 Prozent verzeichnete.

Für das Jahr 2025 werden in Deutschland und der Schweiz moderate Wachstumsraten erwartet. Deutschland könnte ein BIP-Wachstum von etwa 0,3 Prozent erreichen, während Österreich mit einem Rückgang von rund 0,3 Prozent rechnet. Die Schweiz prognostiziert ein Wachstum von 1,4 Prozent.

Wachstumsprognosen für den IT-Sektor und Software-Geschäft

Der IT-Sektor zeigt positive Aussichten. In Deutschland wird für 2025 ein Umsatzwachstum von 5,9 Prozent auf 158,5 Milliarden Euro erwartet, wobei der Software-Markt mit einem Plus von 9,8 Prozent auf 51,1 Milliarden Euro besonders hervortritt. Globale Technologieausgaben sollen 2025 um 5,6 Prozent auf 4,9 Billionen US-Dollar steigen, wobei Software und IT-Dienstleistungen einen erheblichen Anteil daran haben.

Entwicklungen im Bankensektor

Die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) und

Inflationsrisiken beeinflussen den Bankensektor erheblich. Die EZB hat im ersten Quartal 2025 die Leitzinsen erneut gesenkt. Außerdem verkündete EZB-Präsidentin Christine Lagarde, dass die Geldpolitik nunmehr "deutlich weniger restriktiv" sei. Gleichzeitig besteht die Gefahr einer steigenden Inflation, die die Kaufkraft der Verbraucher beeinträchtigen könnte.

Studien von Unternehmensberatungen wie McKinsey und Deloitte betonen die Notwendigkeit für Banken, ihre Geschäftsmodelle anzupassen und digitale Transformationen voranzutreiben, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Chance für CPU durch den Einsatz neuer Technologien

Der Einsatz neuer Technologien birgt für Unternehmen Risiken, insbesondere im Bereich der Cybersicherheit. Die zunehmende Digitalisierung und der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) erhöhen die Angriffsflächen für Cy-berkriminalität. Banken müssen daher erhebliche Investitionen in Sicherheitsmaßnahmen tätigen, um Daten und Transaktionen zu schützen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass trotz modera-ter wirtschaftlicher Wachstumsprognosen der IT-Sektor und die digitale Transformation positive Impulse setzen. Banken stehen jedoch vor der Herausforderung, technologische Innovationen sicher zu integrieren und gleichzeitig potenzielle Risiken zu managen.

Das Management der CPU sieht trotz der genannten Belastungsfaktoren daher auch Chancen. Denn Banken und Finanzdienstleister müssen ihr Geschäft noch pro-fitabler gestalten, bestehende Geschäftsprozesse weiter digitalisieren und diese somit effizienter und ertragreicher aufstellen. Die CPU ist seit über 40 Jahren ein gefragter Anbieter dieser anspruchsvollen und mitunter sehr komplexen digitalen Projekte. Durch die kombinierte Kompetenz der CPU-Mitarbeiter aus Software-Entwicklung und

-Beratung bietet die CPU Know-how und Unterstützung aus einer Hand. Das schafft schon in der Frühphase eines Prozesses wertvolle Synergie-Effekte für Kunden. Das CPU-Team koordiniert die Zusammenarbeit der Mitarbeiter aus unterschiedlichen Unternehmensbereichen und gewährleistet so die reibungslose Umsetzung eines Digitalisierungs- oder Veränderungsprozesses.

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Konzernlagebericht

Konzernabschluss 2024

Jahresabschluss 2024 der CPU Softwarehouse AG (Auszug) Konzernkennzahlen (2020 - 2024)

Ausblick: Nicht liquiditätswirksame Aufwendungen belasten Ergebnis - mittelfristig wieder profitables Wachstum angestrebt

Die CPU Softwarehouse AG hat im Geschäftsjahr 2024 weiter in die strategische Neuausrichtung investiert. Im Rahmen dessen wurde das Software-Geschäft weiter ausgebaut und die neuen innovativen Entwicklungen sind jetzt branchenübergreifend einsetzbar. Der Anteil des Software-Geschäfts am Gesamtumsatz ist im Berichtsjahr vorerst erwartungsgemäß noch gesunken. Dies ist hauptsächlich auf notwendige, vom Markt geforderte Anpassungen der Softwareprodukte zurückzuführen. Dieser Rückgang konnte jedoch vollständig durch die Umsatzsteigerung im Consultingbereich ausgeglichen werden. Auch in 2025 wird es weitere Investitionen für den Ausbau der neu etablierten Vertriebsstrukturen sowie die kontinuierliche Weiterentwicklung der Softwareprodukte geben, um den Marktausbau zu gewährleisten und damit neuen Umsatz zu generieren.

Die Abschreibungen belasten das Ergebnis auch im Geschäftsjahr 2025 erheblich. Die Abschreibungen sind entstanden durch die Investitionen in die neu entwickelte Software, die als aktivierte Eigenleistungen in der Bilanz angesetzt sind und über 6 Jahre abgeschrieben werden müssen. Zusammen mit den anhaltend hohen Investitionen, kombiniert mit der zeitlichen Verschiebung der erwarteten Softwareumsätze, ist aus diesem Grund zu erwarten, dass das Konzernergebnis auch im Geschäftsjahr 2025 voraussichtlich deutlich negativ ausfallen wird.

Aufgrund eines konsequenten Ertrags- und Kostenma-nagements sowie der planmäßigen Umsetzung der Vertriebsstrategie erwartet die Geschäftsleitung die Rückkehr zu einem ausgeglichenen Ergebnis für das Geschäftsjahr 2026 und hält unverändert an dem Ziel fest, mittelfristig wieder eine Umsatzrendite auf Nettobasis von drei bis fünf Prozent zu erreichen.



Augsburg, den 09. April 2025

Dirk Zetzsche Vorstand

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Vorwort des Vorstands Die CPU Softwarehouse AG Die CPU-Aktie auf einen Blick Bericht des Aufsichtsrats Konzernlagebericht

Konzernabschluss 2024

Jahresabschluss 2024 der CPU Softwarehouse AG (Auszug)

Konzernkennzahlen (2020 - 2024)

Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2024


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Vorwort des Vorstands

Die CPU Softwarehouse AG Die CPU-Aktie auf einen Blick Bericht des Aufsichtsrats Konzernlagebericht

Konzernabschluss 2024

Jahresabschluss 2024 der CPU Softwarehouse AG (Auszug) Konzernkennzahlen (2020 - 2024)

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2024

31.12.2024

EUR

31.12.2023

EUR

Aktivseite

A. Anlagevermögen

2.499.781

2.352.157

  1. Immaterielle Vermögensgegenstände

    1. selbstgeschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte

    2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten

    3. geleistete Anzahlungen

    4. Geschäfts- oder Firmenwert

2.448.996,00

248,00

0,00

28.832,78

2.270.498,00

3.258,08

0,00

43.249,17

II. Sachanlagen

andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung

21.704,00

35.152,00

B. Umlaufvermögen

I. Vorräte

1. Unfertige Erzeugnisse/Leistungen

15.000,00

0,00

  1. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

    1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

    2. sonstige Vermögensgegenstände

245.742,83

317.548,54

290.784,30

4.039,35

III. Wertpapiere

1. sonstige Wertpapiere

0,00

0,00

IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks

369.318,09

830.069,55

C. Rechnungsabgrenzungsposten

7.367,83

7.839,82

3.454.758,07

3.484.890,27

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Konzernabschluss 2024



Jahresabschluss 2024 der CPU Softwarehouse AG (Auszug)

Konzernkennzahlen (2020 - 2024)

31.12.2024

EUR

31.12.2023

EUR

Passivseite

A. Eigenkapital

  1. Gezeichnetes Kapital

  2. Kapitalrücklage

  3. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung

  4. Bilanzgewinn

4.503.348,00

2.304.293,14

0,00

-4.295.540,97

4.503.348,00

2.304.293,14

-278.612,82

-3.785.369,12

2.512.100,17

2.743.659,20

B. Rückstellungen

  1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

  2. sonstige Rückstellungen

203.493,00

338.291,36

201.977,00

264.877,10

C. Verbindlichkeiten

  1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten

  2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

  3. sonstige Verbindlichkeiten

    • davon aus Steuern 67.385,67 EUR (Vorjahr: 35.687,15 EUR)

    • davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 5.554,73 EUR (Vorjahr: 6.809,23 EUR)

309.638,28

13.890,09

77.345,17

135.757,81

93.532,48

45.086,68

D. Rechnungsabgrenzungsposten

0,00

0,00

3.454.758,07

3.484.890,27

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Konzernabschluss 2024

Jahresabschluss 2024 der CPU Softwarehouse AG (Auszug) Konzernkennzahlen (2020 - 2024)

Konzerngewinn- und Verlustrechnung

für die Zeit vom 01. Januar 2024 bis 31. Dezember 2024

2024

EUR

2023

EUR

1. Umsatzerlöse

3.208.829,07

3.120.617,89

2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen

15.000,00

0,00

3. Andere aktivierte Eigenleistungen

605.000,00

1.118.000,00

4. Sonstige betriebliche Erträge

105.158,72

72.555,26

5. Materialaufwand

Aufwendungen für bezogene Leistungen

-310.272,30

-351.335,01

  1. Personalaufwand

    1. Löhne und Gehälter

    2. Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung

- davon für Altersversorgung -22.187,26 EUR (Vorjahr: -17.591,96 EUR)

-2.204.676,51

-477.875,25

-2.230.421,21

-449.788,17

7. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen

-460.114,66

-296.423,03

8. Sonstige betriebliche Aufwendungen

-981.919,87

-905.827,42

9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge

220,82

223,81

10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

-9.052,64

-10.483,15

11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

-58,23

-16.542,10

12. Ergebnis nach Steuern

-509.760,85

50.576,87

13. Sonstige Steuern

-411,00

-994,00

14. Konzernüberschuss

-509.171,85

49.582,87

15. Gewinnvortrag

-3.785.369,12

-3.834.951,99

16. Bilanzgewinn

-4.295.540,97

-3.785.369,12

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CPU Softwarehouse AG published this content on November 04, 2025, and is solely responsible for the information contained herein. Distributed via Public Technologies (PUBT), unedited and unaltered, on November 04, 2025 at 17:26 UTC.