Continental schließt seinen Restrukturierungsprozess ab
Mit dem Verkauf seiner Tochtergesellschaft ContiTech - Spezialist für Kunststoff- und Kautschukprodukte - vollendet Continental seine strategische Neuausrichtung. Der Konzern positioniert sich damit künftig als reiner Reifenhersteller.
Der vorherige Schritt zur Beseitigung des sogenannten Konglomeratsabschlags war die Abspaltung der Tochtergesellschaft Aumovio. Der Automobilzulieferer, der auf Elektronik- und Bremssysteme spezialisiert ist, wird seit dem vergangenen Herbst eigenständig an der Frankfurter Börse gehandelt.
Continental verbleibt damit als deutlich fokussierteres Unternehmen mit einem Jahresumsatz von rund 14 Mrd. Euro und operativen Margen, die wieder nachhaltig im zweistelligen Bereich liegen – ein Niveau, das der Konzern seit rund zwei Jahrzehnten nicht mehr erreicht hatte.
An der Marktkapitalisierung dürfte sich durch die Transaktion allerdings wenig ändern. Der Verkaufserlös von 3,1 Mrd. Euro in bar soll größtenteils über Dividenden und Aktienrückkäufe an die Aktionäre ausgeschüttet werden. Zu den größten Profiteuren zählt dabei die Schaeffler-Familie als bedeutendste Anteilseignerin.
Auf bereinigter Basis wird das Reifengeschäft von Continental mit dem 1,4-Fachen des Umsatzes beziehungsweise dem Zehnfachen des operativen Ergebnisses bewertet. Damit liegt die Bewertung am oberen Ende der Spanne vergleichbarer Wettbewerber wie Michelin, Pirelli, Goodyear oder Bridgestone. Rund die Hälfte des Umsatzes erzielt die Sparte in Europa, Afrika und dem Nahen Osten, etwa ein Drittel entfällt auf Nordamerika.
Die Lage bei Aumovio bleibt jedoch trotz zuletzt erzielter Fortschritte angespannt. Der Zulieferer befindet sich weiterhin mitten in einem komplexen Restrukturierungsprozess, der in vielerlei Hinsicht mit der Situation bei Forvia vergleichbar ist.
Im Reifengeschäft dürfte das Absatzwachstum sowohl im Pkw- als auch im Lkw-Segment auf absehbare Zeit begrenzt bleiben. Continental verweist jedoch darauf, dass die zunehmende Verbreitung von Elektrofahrzeugen langfristig einen wichtigen Wachstumstreiber für das Geschäft darstellen dürfte.
Die Firma Continental AG ist auf Konzipierung, Herstellung und Vertrieb von Reifen und Automobilausstattung spezialisiert. Der Umsatz ist wie folgt auf die verschiedenen Produktfamilien verteilt:
- Reifen (69,9%): Reifen für Automobile, Zweirädernfahrzeuge, Leichtlaster, Lastwagenindustrielle, landwirtschaftliche Fahrzeuge, usw.;
- technische Elastomere (30,1%): Gummiwaren (Keilriemen, Rohre und Schläuche), Kunststoffe für die Automobil-, Eisenbahn- und Bergbauindustrie, usw.
Geographisch gesehen verteilt sich der Umsatz wie folgt: Deutschland (14,3%), Europa (34,9%), Nordamerika (29,3%), Asien / Pazifik (15,6%) und sonstige (5,9%).
Im September 2025 hat der Konzern die Spaltung des Geschäftsbereichs Automobilbau und des Geschäftsbereichs Auftragsfertigung vorgenommen.
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Investment
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Gesamt
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Qualität der Veröffentlichungen
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ESG MSCI
ESG MSCI
Der MSCI-ESG-Score bewertet die Umwelt-, Sozial- und Governance-Leistung eines Unternehmens nach der Methodik von MSCI. Er ordnet das Unternehmen im Vergleich zu seinen Branchenkollegen auf einer Skala von CCC (sehr schwach) bis AAA (ausgezeichnet) ein. Dieser Score wird von Anlegern genutzt, um nicht-finanzielle Kriterien in ihre Entscheidungen einzubeziehen.