Der deutsche Automobilzulieferer Continental plant bis zu 1.500 zusätzliche Stellenstreichungen in seiner ContiTech-Sparte für Kautschuk und Kunststoffe. Das erfuhr die Nachrichtenagentur am Montag von einem Vertreter des Betriebsrats. Das Unternehmen bereitet sich damit auf den Verkauf dieses Geschäftsbereichs im Rahmen einer umfassenden Neuausrichtung vor.

Continental hatte zuvor angekündigt, ab 2028 jährlich 150 Millionen Euro (173,16 Millionen US-Dollar) bei ContiTech einsparen zu wollen. Der Verkauf der Sparte ist für das kommende Jahr vorgesehen, um sich künftig ausschließlich auf das Kerngeschäft mit Reifen zu konzentrieren.

,,Die bisherigen Maßnahmen reichen nicht mehr aus", teilte das Unternehmen mit.

Bereits im Januar hatte Continental die Schließung von vier Werken und die Verkleinerung von zwei weiteren Standorten angekündigt, was 580 Arbeitsplätze bei ContiTech betrifft.

Konzernweit wurden im Zuge der Restrukturierung, zu der auch die Abspaltung der Autozuliefersparte - inzwischen unter dem Namen Aumovio börsennotiert - Anfang dieses Jahres gehörte, rund 10.000 Stellenstreichungen angekündigt.

Die zusätzlichen Maßnahmen bei ContiTech, die sich vor allem auf Verwaltungsbereiche konzentrieren, seien laut Unternehmen eine Reaktion auf das veränderte Marktumfeld. Ziel sei es, die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken.

In einer gemeinsamen Erklärung bezeichneten die IGBCE-Gewerkschaft und der Continental-Betriebsrat die Pläne als ,,einen weiteren Vertrauensbruch" im laufenden Restrukturierungsprozess.

(1 US-Dollar = 0,8663 Euro)