(Alliance News) - Der Konflikt zwischen der Commerzbank und UniCredit verschärft sich, nachdem die italienische Großbank ihren Anteil am Kapital des deutschen Instituts auf 38,9% erhöht hat.
Wie 'Il Messaggero' am Dienstag berichtet, hat die Führungsspitze der Commerzbank das Angebot von UniCredit formell abgelehnt. Die Offerte enthalte weder eine angemessene Prämie noch einen glaubwürdigen Strategieplan. Nach Ansicht des deutschen Managements biete der eigenständige Plan 'Momentum 2030' einen höheren Mehrwert für die Aktionäre.
Die Commerzbank stellt zudem die von UniCredit angeführten Synergiepotenziale infrage, die als spekulativ und riskant für Kunden, Mitarbeiter und die Finanzstabilität eingestuft werden. Dabei wurden insbesondere kritische Punkte wie der drohende Stellenabbau, die IT-Integration sowie das Russland-Engagement von UniCredit hervorgehoben.
Des Weiteren befürchtet die Bank eine Schwächung der internationalen Unterstützung für deutsche Exportunternehmen.
Unterdessen hat UniCredit ihre Position durch Derivate ausgebaut. Während die direkte Beteiligung bei 26,8% verbleibt, stieg die potenzielle Gesamtbeteiligung auf 38,9%.
Aus Mailand wies die Gruppe unter der Leitung von Andrea Orcel die Vorwürfe als unbegründet zurück und bestätigte, dass die Auseinandersetzung offen und hochgradig konfliktreich bleibt.
Von Giuseppe Fabio Ciccomascolo, Alliance News Senior Reporter
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