Coca-Cola rechnet im vierten Quartal 2025 mit einer Wertberichtigung in Höhe von etwa 1 Milliarde US-Dollar im Zusammenhang mit dem Verkauf eines Teils seiner Beteiligung an den Abfüllbetrieben in Afrika. Das teilte der Getränkekonzern am Donnerstag in einer Pflichtmitteilung mit.

Die Aktien von Coca-Cola gaben am späten Nachmittag um rund 1 Prozent nach.

Bereits am Dienstag hatte der in der Schweiz ansässige Abfüller Coca-Cola HBC bekannt gegeben, dass er sich mit dem Erwerb einer 75-Prozent-Beteiligung an seinem afrikanischen Pendant für 2,6 Milliarden US-Dollar geeinigt habe.

Coca-Cola HBC übernimmt damit den nahezu 42-prozentigen Anteil des US-Konzerns Coca-Cola an Coca-Cola Beverages Africa (CCBA) sowie den gesamten Anteil der Gutsche Family Investments. Die afrikanische Abfüllfirma wird laut Unternehmensangaben mit insgesamt 3,4 Milliarden US-Dollar bewertet.

Der Abschluss der Transaktion wird bis Ende 2026 erwartet. Damit wird Coca-Cola HBC nach Coca-Cola FEMSA zum weltweit zweitgrößten Coca-Cola-Abfüller nach Absatzvolumen und baut seine Präsenz in Afrika deutlich aus.

Mit dem Deal erschließt sich Coca-Cola HBC die wachsende Nachfrage in 14 afrikanischen Märkten, die vor allem von jüngeren Verbrauchern getrieben wird. Zugleich können steigende Kostenbelastungen, etwa durch US-Zölle, besser abgefedert werden.

Coca-Cola HBC plant zudem eine Zweitnotierung an der Johannesburger Börse und hält eine Option, innerhalb von sechs Jahren nach Abschluss der Transaktion die verbleibenden 25 Prozent von Coca-Colas Anteil an CCBA zu erwerben.

Der in Georgia ansässige Konzern Coca-Cola hatte am Dienstag für das dritte Quartal starke Ergebnisse gemeldet, getragen von einer robusten Nachfrage nach zuckerfreien Getränken und Fairlife in den USA sowie nach Erfrischungsgetränken in einigen internationalen Märkten.