Das Datenbank-Management-Unternehmen ClickHouse wurde in seiner jüngsten Finanzierungsrunde mit 15 Milliarden Dollar bewertet, wie CEO Aaron Katz am Freitag mitteilte. Damit setzt sich die Begeisterung der Investoren für Unternehmen aus dem Bereich der künstlichen Intelligenz auch im neuen Jahr fort.
Das Unternehmen sammelte 400 Millionen Dollar in einer Series-D-Runde ein, die von der Dragoneer Investment Group angeführt wurde. Weitere Investoren waren unter anderem Bessemer Venture Partners, GIC und Index Ventures.
Im Wettlauf um die Einführung von KI-Tools sind Anbieter von Echtzeit-Analytics-Software wie ClickHouse begehrt, da sie Unternehmen helfen, das rapide wachsende Datenvolumen und steigende Leistungsanforderungen zu bewältigen.
"Da Unternehmen überall KI-Funktionen integrieren, benötigen sie schnelle, kostengünstige Echtzeit-Analysen für Produkt-Telemetrie, Beobachtbarkeit, Sicherheit und Datenlagerung in der Cloud," sagte Michael Ashley Schulman, Partner bei Running Point Capital Advisors.
Erst im vergangenen Monat sammelte Databricks, ein Unternehmen, das Firmen beim Management großer Datenmengen und beim Aufbau eigener KI-Modelle unterstützt, über 4 Milliarden Dollar ein und wurde mit 134 Milliarden Dollar bewertet. Dies unterstreicht die Dynamik des Sektors.
Die Technologie von ClickHouse ermöglicht laut Schulman "schnelle und kostengünstige Antworten auf Abfragen" und hilft Unternehmen beim Betrieb und Aufbau von KI-Tools. ClickHouse konkurriert dabei mit Akteuren wie Databricks und Snowflake.
"Eine Bewertung von 15 Milliarden Dollar (impliziert), dass die Finanzierungsrunde auf ein sehr starkes Wachstum des wiederkehrenden Jahresumsatzes, der Margen und einer dauerhaften Kundenbindung setzt."
ClickHouse gab am Freitag außerdem die Übernahme von Langfuse bekannt, einer Open-Source-Plattform zur Entwicklung, zum Testen und zur Überwachung großer Sprachmodelle.
LLMs (Large Language Models) sind KI-Systeme, die mit riesigen Datenmengen trainiert werden, um menschenähnliche Sprache zu generieren.
ClickHouse wurde 2009 gegründet und zählt Unternehmen wie Meta, Cursor, Sony und Tesla zu seinen Kunden. Das Unternehmen entwickelt Open-Source-Datenbanksoftware für Echtzeit-Analysen.
Sein Cloud-Service ermöglicht es Unternehmen, große Datenmengen für Produkte, Überwachungssysteme und KI-basierte Anwendungen schnell zu analysieren.



















