Die Aktien des Unternehmens, dessen Chemikalien unter anderem bei der Herstellung von Smartphones und Elektrofahrzeugen zum Einsatz kommen, fielen im frühen Handel um 3%.
Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) sank um 16% auf 160,2 Millionen Schweizer Franken (205,4 Millionen Dollar) und lag damit leicht unter der Analystenprognose von 162 Millionen Franken, die in einer Umfrage auf der Website von Clariant ermittelt worden war.
'Der Nahostkonflikt betrifft vor allem unsere Katalysatoren-Kunden im Nahen Osten und in Asien, wobei der Umsatz nun voraussichtlich unter dem Vorjahr liegen wird', erklärte CEO Conrad Keijzer in einer Pressemitteilung.
Clariant hielt an seiner Prognose für das Gesamtjahr fest, wies jedoch darauf hin, dass der Krieg für erhöhte Unsicherheit und Volatilität sorge.
EINJÄHRIGER KRIEG KÖNNTE ÖLPREIS AUF 150 BIS 200 DOLLAR PRO BARREL TREIBEN
Der Krieg zwischen den USA, Israel und dem Iran hat die Kraftstoff- und Rohstoffmärkte erschüttert und die Kosten für den energieintensiven Chemiesektor in die Höhe getrieben, der weithin als eine der am stärksten vom Konflikt betroffenen Branchen gilt.
Der Nahe Osten sei zudem ein hochprofitabler Markt für Clariant, sagte Keijzer vor Journalisten.
Das Basisszenario des Unternehmens geht davon aus, dass die Straße von Hormus spätestens Ende Juni wieder geöffnet wird, was eine Erholung im Katalysatorengeschäft in der zweiten Jahreshälfte 2026 unterstützen würde, so Keijzer.
Eine länger andauernde Schließung bis zum Jahresende könnte den Ölpreis jedoch auf bis zu 150 oder sogar 200 Dollar pro Barrel steigen lassen, warnte er.
Um die steigenden Rohstoff- und Energiekosten auszugleichen, hat Clariant eine wertorientierte Preisgestaltung eingeführt und setzt gleichzeitig seine Kostensenkungsmaßnahmen fort. Zentrale Maßnahmen des Sparprogramms trugen im ersten Quartal 9 Millionen Franken zu den Einsparungen bei.
Zudem erwartet Keijzer, bis Ende 2026 rund 15 Millionen Franken an gezahlten US-Zöllen zurückzuerhalten, nachdem der Oberste Gerichtshof der USA einige der von Präsident Donald Trump erhobenen Abgaben für rechtswidrig erklärt hatte.
($1 = 0,7798 Schweizer Franken)


















