Der Versicherer Chubb hat am Dienstag einen deutlichen Gewinnanstieg für das dritte Quartal gemeldet. Ausschlaggebend waren geringere Verluste durch Naturkatastrophen, gestiegene Erträge aus Kapitalanlagen sowie starke Einnahmen aus dem Underwriting.
Robuste Konsumausgaben, trotz gestiegener Kreditkosten, stützen weiterhin die Nachfrage nach Versicherungen. Sowohl Unternehmen als auch Privathaushalte setzen verstärkt auf Absicherung gegen finanzielle Risiken, Unfälle, Sachschäden und Naturkatastrophen.
Ein verbessertes Underwriting spiegelt die Fähigkeit eines Versicherers wider, Risiken präzise zu bewerten und zu bepreisen, was die Gewinne auch bei höheren Schadensfällen stärkt.
Chubb erzielte im Berichtszeitraum einen Rekordwert beim Underwriting-Einkommen von 2,26 Milliarden US-Dollar vor Steuern, verglichen mit 1,46 Milliarden US-Dollar im Vorjahr.
Versicherer erwirtschaften Einnahmen, indem sie die von den Versicherungsnehmern gezahlten Prämien anlegen.
Höhere Zinsen ermöglichen es ihnen, mit neuen Investitionen mehr zu verdienen, wodurch die gesamten Kapitalerträge steigen.
Chubbs Netto-Kapitalerträge vor Steuern stiegen im Berichtsquartal um 9,3 Prozent auf 1,65 Milliarden US-Dollar.
Die weltweit im Bereich Sach- und Unfallversicherung (P&C) von Chubb gezeichneten Nettoprämien, ohne Landwirtschaft, erhöhten sich in den drei Monaten bis zum 30. September um 5,3 Prozent auf 11,48 Milliarden US-Dollar.
Die Verluste durch Katastrophen beliefen sich auf 285 Millionen US-Dollar vor Steuern, nach 765 Millionen US-Dollar im Vorjahr.
Laut AccuWeather erlebte die atlantische Hurrikansaison 2025 bis September die erste zehnjährige Phase ohne Landgang. Dies verschafft den Versicherern Rückenwind, da solche Katastrophen trotz Rückversicherungen üblicherweise die Quartalsergebnisse stark belasten.
In der vergangenen Woche übertraf auch der Branchenprimus Travelers die Gewinnerwartungen der Wall Street.
Chubb meldete eine Rekord-Kombinationsquote für Sach- und Unfallversicherungen von 81,8 Prozent, nach 87,7 Prozent im Vorjahr. Eine Quote unter 100 Prozent bedeutet, dass der Versicherer mehr Prämien eingenommen als Schadensleistungen ausgezahlt hat.
Der operative Kerngewinn des Unternehmens nach Steuern stieg im Quartal auf 3 Milliarden US-Dollar beziehungsweise 7,49 US-Dollar je Aktie, nach 2,33 Milliarden US-Dollar beziehungsweise 5,72 US-Dollar je Aktie im Vorjahr.


















