Auch in diesem Jahr hält Chubb eine Eigenkapitalrendite nahe an seinen historischen Höchstständen – Niveaus, die zuletzt vor der Subprime-Krise erreicht worden waren.
Im Bereich Schadenversicherung erzielen die Zeichnungen ein neues Rekordniveau, während die kombinierte Schaden-Kosten-Quote mit 82 % einen historischen Tiefstand markiert. In der Lebensversicherung legten die Prämieneinnahmen um 25 % zu, die Erträge um 14 %. Auch das Anlageergebnis erreicht einen neuen Rekord, begünstigt durch ein stabiles Zinsumfeld.
Diese Erfolge sind sowohl einer gelungenen Internationalisierungsstrategie als auch einem glimpflichen Verlauf bei Großschäden zu verdanken. CEO Evan G. Greenberg – Sohn des einst ebenso einflussreichen wie umstrittenen AIG-Chefs Maurice "Hank" Greenberg – räumte ein, dass das vergangene Quartal „in jeder Hinsicht außergewöhnlich“ gewesen sei.
Gleichzeitig kündigte er an, dass der Konzern seine Aktienrückkäufe nochmals beschleunigt habe, da der derzeitige Kurs seiner Ansicht nach „deutlich unter dem inneren Wert“ der Aktie liege.
Tatsächlich dürfte Chubb im laufenden Jahr einen Gewinn je Aktie von 24 US-Dollar erwirtschaften. Das entspräche einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von elf – und liegt damit klar unter dem Zehnjahresdurchschnitt von 15.
Auch im Verhältnis zum Eigenkapital erscheint die Aktie moderat bewertet: Der aktuelle Kurs liegt beim 1,5-Fachen des Buchwerts – ein Wert, der zwar über dem historischen Mittel liegt, aber deutlich unter dem in den Jahren 2023 und 2024 erreichten Hoch von zweimal dem Buchwert. Dieses Niveau wurde seither jeweils schnell wieder korrigiert.
In den vergangenen fünf Jahren hat Chubb eine glänzende Börsenentwicklung hingelegt: Der Umsatz stieg um 50 %, der Gewinn je Aktie hat sich verdoppelt. Rückenwind lieferten die gestiegenen Zinsen, eine diszipliniertere Marktentwicklung sowie eine Serie vergleichsweise harmloser Naturkatastrophen.


















