Chuangxin Industries Holdings plant laut einer am Freitag veröffentlichten Meldung, durch einen Börsengang in Hongkong bis zu 5,5 Milliarden HK-Dollar (708 Millionen US-Dollar) aufzubringen. Das Unternehmen reiht sich damit in eine wachsende Zahl chinesischer Firmen ein, die angesichts einer wiedererstarkten Investorenstimmung Kapital in der Metropole suchen.

Der in China ansässige Aluminiumhüttenbetreiber will von den derzeit starken Branchenmargen sowie von Hongkongs Rückkehr als bevorzugtem Finanzierungsstandort für chinesische Unternehmen profitieren.

Mit dem geplanten Emissionsvolumen bewegt sich Chuangxin auf dem Niveau jüngster Mid-Cap-Börsengänge, bleibt jedoch hinter dem 12,36 Milliarden HK-Dollar (1,59 Milliarden US-Dollar) schweren Aktienverkauf von Sany Heavy Industry im vergangenen Monat zurück, der auf großes Interesse von Ankerinvestoren stieß.

Von insgesamt 500 Millionen Aktien sind 50 Millionen für das öffentliche Angebot in Hongkong vorgesehen, während der Rest internationalen Investoren zur Verfügung steht. Der Angebotspreis ist laut der Einreichung auf maximal 10,99 HK-Dollar pro Aktie begrenzt und soll mindestens 10,18 HK-Dollar betragen.

Chinesische Aluminiumhütten, die etwa die Hälfte des weltweiten Primäraluminiums produzieren, profitieren derzeit von hohen Margen. Grund dafür sind eine von der Regierung auferlegte Kapazitätsobergrenze sowie eine stabile Inlandsnachfrage, die vor allem durch den Bereich der erneuerbaren Energien getrieben wird.

Der endgültige Angebotspreis und die Details zur Aktienzuteilung von Chuangxin Industries werden laut Unternehmen spätestens am 21. November veröffentlicht.

Chuangxin plant, rund 50 % der Mittel für den Ausbau der Produktionskapazitäten im Ausland zu verwenden, darunter der Bau einer Aluminiumhütte und die Anschaffung neuer Ausrüstung. Etwa 40 % sollen in Projekte im Bereich der grünen Energie fließen, etwa in den Bau von Kraftwerken und den Erwerb entsprechender Anlagen, teilte das Unternehmen mit.