Chinas Marktaufsichtsbehörde hat am Freitag gegen sieben E-Commerce-Plattformen wegen Verstößen gegen die Sicherheitsvorschriften bei der Essensauslieferung Geldbußen verhängt und Vermögenswerte in Höhe von insgesamt 3,6 Milliarden Yuan (527,32 Millionen Dollar) eingezogen, wie aus einer offiziellen Erklärung hervorgeht.

Zu den sanktionierten Unternehmen gehören Pinduoduo, Meituan, JD.com, die ByteDance-Tochter Douyin sowie Alibabas Lieferdienst Taobao Shangou.

Untersuchungen hätten ergeben, dass die Unternehmen es versäumt hätten, die notwendigen Maßnahmen zum Schutz der Verbraucher zu ergreifen und die Lizenzen sowie Qualifikationen der Online-Lebensmittelhändler ordnungsgemäß zu prüfen, so die Behörde.

In einer Stellungnahme erklärte Pinduoduo, man akzeptiere die Entscheidung der Aufsichtsbehörde aufrichtig und werde sie entschlossen umsetzen. "Wir werden dies als Lehre begreifen, unsere Geschäftsprozesse weiter standardisieren sowie Optimierungen und Verbesserungen vornehmen", so das Unternehmen.

Meituan, ByteDance und Alibaba reagierten nicht unmittelbar auf Anfragen für eine Stellungnahme.

Der Markt für Essenslieferdienste in China ist in den letzten 12 Monaten extrem umkämpft gewesen, wobei die E-Commerce-Riesen Alibaba und JD.com aggressiv um Marktanteile kämpften, indem sie Gutscheine und Rabatte auf Produkte wie Speiseeis und Kaffee zum Mitnehmen anboten.

Der Kampf um den "Instant Retail" - Waren, die innerhalb einer Stunde geliefert werden - hat nicht nur die Unternehmensgewinne unter Druck gesetzt, sondern auch die Aufmerksamkeit der chinesischen Regulierungsbehörden auf sich gezogen, die wiederholt vor einem "Unterbietungswettbewerb" unter den Lieferdiensten gewarnt haben.

(1 $ = 6,8270 Chinesische Yuan Renminbi)