Die Zentralbank Chinas hat am Samstag ihre harte Haltung gegenüber virtuellen Währungen bekräftigt und vor einer erneuten Zunahme der Spekulationen gewarnt. Zugleich kündigte sie ein entschlossenes Vorgehen gegen illegale Aktivitäten im Zusammenhang mit Stablecoins an.

Wie die People's Bank of China (PBOC) am Freitag bei einem Koordinierungstreffen zur Regulierung virtueller Währungen mitteilte, habe die Spekulation mit Kryptowährungen zuletzt aus unterschiedlichen Gründen zugenommen. Dies stelle neue Herausforderungen für die Risikokontrolle dar, heißt es in einer von der Zentralbank veröffentlichten Erklärung.

"Virtuelle Währungen besitzen nicht denselben rechtlichen Status wie Fiatgeld und dürfen nicht als gesetzliches Zahlungsmittel im Markt verwendet werden", betonte die PBOC. Sie fügte hinzu, dass geschäftliche Aktivitäten im Zusammenhang mit virtuellen Währungen "illegale Finanzaktivitäten" seien.

Die Zentralbank äußerte sich besonders besorgt über Stablecoins und erklärte, diese erfüllten die Anforderungen an Kundenidentifikation und Maßnahmen zur Geldwäschebekämpfung nicht.

Sie warnte, dass Stablecoins für illegale Aktivitäten wie Geldwäsche, Betrug und unerlaubte grenzüberschreitende Geldtransfers missbraucht werden könnten.

Die Zentralbank kündigte an, ihre Anstrengungen zur Bekämpfung entsprechender illegaler Finanzaktivitäten zu verstärken und die wirtschaftliche sowie finanzielle Stabilität zu sichern.

Bereits im Oktober hatte PBOC-Gouverneur Pan Gongsheng erklärt, die Zentralbank werde weiterhin gegen Betrieb und Spekulation mit inländischen virtuellen Währungen vorgehen und gleichzeitig die Entwicklung ausländischer Stablecoins eng beobachten und dynamisch bewerten.

Hongkong, das ein eigenes Regulierungsregime für Stablecoins etabliert hat, hat bislang keine Lizenzen an Emittenten vergeben. In China selbst ist der Handel mit Kryptowährungen bereits seit 2021 verboten.

Dennoch erlebt das Bitcoin-Mining in China laut Brancheninsidern und verfügbaren Daten ein stilles Comeback. Einzelne und institutionelle Miner nutzen günstigen Strom sowie einen Boom von Rechenzentren in einigen energiereichen Provinzen, obwohl das Mining vor vier Jahren untersagt wurde.