Der weltweit größte Stahlproduzent verschiffte im vergangenen Monat 11,3 Millionen metrische Tonnen des in Bau und Industrie verwendeten Metalls – so viel wie nie zuvor in einem einzelnen Monat, wie Daten der Allgemeinen Zollverwaltung Chinas am Mittwoch zeigten.
Peking plant, ab 2026 ein Lizenzsystem zur Regulierung der Stahlexporte einzuführen, nachdem die robusten Ausfuhren weltweit zunehmend protektionistische Gegenreaktionen ausgelöst haben.
Einige Exporteure beeilten sich, ihre Lieferungen noch vor Januar zu steigern, aus Sorge, dass die Exportlizenzpflicht die Ausfuhren beeinträchtigen könnte, erklärten Analysten.
Trotz der überraschend hohen Exporte bleibt die anhaltende Krise am chinesischen Immobilienmarkt eine Belastung für den Stahlverbrauch.
Die Stahlnachfrage in China wird laut einer Prognose einer staatlich unterstützten Forschungsagentur in diesem Jahr voraussichtlich um 1% zurückgehen, nachdem sie 2025 bereits um 5,4% gefallen war.
Die Stahlexporte für das gesamte Jahr stiegen trotz einer wachsenden Zahl von Handelsbarrieren gegen chinesischen Stahl, mit der Begründung, dass die heimische Industrie geschädigt werde, um 7,5% gegenüber dem Vorjahr auf das Allzeithoch von 119,02 Millionen Tonnen.
EISENERZIMPORTE ERREICHEN REKORDHÖHE
Die Eisenerzimporte des weltweit größten Verbrauchers erreichten im vergangenen Jahr einen Rekordwert, da niedrige Lagerbestände in den Werken und verbesserte Margen die Stahlhersteller dazu veranlassten, mehr Lieferungen zu buchen.
Chinesische Stahlhersteller halten seit Ende 2022 die Lagerbestände in den Werken niedrig, da der durch die Immobilienkrise ausgelöste Nachfragerückgang ihre Liquidität belastet hat.
Zudem stützten die robusten Stahlexporte laut Analysten die anhaltend hohe Nachfrage nach dem wichtigsten Rohstoff der Stahlherstellung.
Die Einfuhren stiegen im Dezember gegenüber dem Vormonat um 8,2% auf 119,65 Millionen Tonnen, den höchsten Monatswert überhaupt. Damit belief sich das Gesamtvolumen 2025 auf das Rekordhoch von 1,26 Milliarden Tonnen, ein Anstieg um 1,8% gegenüber 2024.
Das weltweite Angebot an Eisenerz wird Prognosen zufolge 2026 um 2,5% wachsen, und die Lieferungen nach China sollen um 36 bis 38 Millionen Tonnen zunehmen, was in diesem Jahr zusätzlichen Preisdruck ausüben dürfte, sagte Bai Xin, Analyst bei der Beratungsgesellschaft Horizon Insights.

















