Die Exporte stiegen im Vergleich zum Vorjahr auf US-Dollar-Basis um 14,1 %, wie Zolldaten am Samstag zeigten. Damit wurden das Plus von 2,5 % im März sowie die von Ökonomen prognostizierte Steigerung von 7,9 % deutlich übertroffen.
Chinesische Exporteure haben die Auswirkungen des Nahostkonflikts bislang gut verkraftet, gestützt durch ausländische Käufer, die sich händeringend um die Sicherung von Lieferungen bemühen. Ökonomen warnen jedoch, dass das Risiko eines Nachlassens der Auslandsnachfrage steigt, je länger der Krieg andauert und die Energiepreise steigen - was den schwachen Inlandsverbrauch vor die Herausforderung stellen würde, diese Lücke zu füllen.
Die neuen Exportaufträge stiegen auf den höchsten Stand seit zwei Jahren, wie separate Daten zur Fabrikaktivität für April bereits im vergangenen Monat zeigten.
Die Importe verzeichneten im April einen weiteren starken Monat und kletterten um 25,3 %, nach 27,8 % im März. Ökonomen hatten ein Wachstum von 15,2 % prognostiziert.
Dies ließ Chinas Handelsbilanzüberschuss im vergangenen Monat auf 84,8 Milliarden Dollar ansteigen, nach 51,13 Milliarden Dollar im März.
Die Dynamik im ersten Quartal war solide: Das chinesische BIP-Wachstum erreichte 5 % im Jahresvergleich und lag damit am oberen Ende des Regierungsziels für das Gesamtjahr, was die Notwendigkeit unmittelbarer Konjunkturprogramme verringerte.
Doch selbst China, das von Handelspartnern seit langem für seine durch Subventionen gestützte Billigproduktion kritisiert wird, ist nicht immun gegen den Rückgang der Kaufkraft der Abnehmer infolge steigender Kraftstoff- und Transportkosten.
Die im letzten Monat veröffentlichten Industriedaten zeigten, dass die Vorleistungspreise erhöht blieben, insbesondere bei Raffinerieprodukten, Erdöl, Kohle und Chemikalien.
Die Arbeitslosenquoten stiegen zudem leicht an, und die Einzelhandelsumsätze - ein Gradmesser für den Konsum - blieben weiterhin hinter der Industrieproduktion zurück.
Es wird erwartet, dass US-Präsident Donald Trump nächste Woche zu einem Treffen mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping nach China reist. Ein Besuch, der Fortschritte beim Agrarhandel und bei Flugzeugteilen bringen könnte, aber kaum dazu beitragen dürfte, die tiefen strategischen Gräben, insbesondere in der Taiwan-Frage, zu überbrücken. (Berichterstattung durch Joe Cash in London sowie Lewis Jackson und Tina Qiao in Peking; Redaktion durch Kim Coghill)





















