Die Aktivität im chinesischen Dienstleistungssektor ist im November so langsam gewachsen wie seit fünf Monaten nicht mehr, da das Wachstum bei den Neuaufträgen trotz eines Impulses durch die Auslandsnachfrage nachließ. Das geht aus einer am Mittwoch veröffentlichten privaten Umfrage hervor.
Der RatingDog China General Services PMI, erstellt von S&P Global, fiel von 52,6 im Oktober auf 52,1 und markierte damit die schwächste Expansion seit Juni. Ein Wert von 50 trennt Wachstum von Schrumpfung.
Die Umfrage stimmt weitgehend mit dem am Sonntag veröffentlichten offiziellen Dienstleistungs-PMI der Regierung überein, der von 50,2 im Oktober auf 49,5 fiel.
Der RatingDog-Index gilt als besserer Indikator für kleinere, exportorientierte Dienstleistungsanbieter entlang der Ostküste Chinas, während der offizielle PMI vor allem große und mittlere Unternehmen, darunter staatliche Betriebe, erfasst.
Der Schwung in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt hat in diesem Jahr nachgelassen; das BIP-Wachstum im dritten Quartal verlangsamte sich auf den schwächsten Stand seit einem Jahr.
Chinesische Entscheidungsträger haben eine deutlichere Ausrichtung auf die Förderung des Konsums für die nächsten fünf Jahre signalisiert, bislang jedoch noch keine neuen groß angelegten Konjunkturmaßnahmen eingeleitet.
Die Umfrage zeigte, dass der Index für neue Aufträge im November so langsam wie seit fünf Monaten nicht mehr gestiegen ist, während das Neugeschäft aus dem Export nach einem Rückgang im Oktober wieder zulegte. Dieser Wandel wird auf die verringerte Unsicherheit im Zusammenhang mit den Handelskonflikten zwischen den USA und China zurückgeführt.
,,Während die Erholung der Auslandsnachfrage in diesem Monat (November) einen gewissen Rückhalt bot, bleiben die Schrumpfung bei der Beschäftigung, der Druck auf die Gewinnmargen und die nachlassenden Erwartungen die Haupthemmnisse für den Sektor", sagte Yao Yu, Gründer von RatingDog.
Die Beschäftigung im Dienstleistungssektor ging im November den vierten Monat in Folge zurück, was nach einem Rückgang im Vormonat zu einem Anstieg der unerledigten Arbeiten führte.
Die durchschnittlichen Inputkosten stiegen weiter an, wenn auch in geringerem Tempo, getrieben durch Ausgaben für Rohstoffe, Bürobedarf und Treibstoff. Um diesen Kostendruck abzumildern, gaben einige Unternehmen die Erhöhungen teilweise an die Verbraucher weiter, was zu einem leichten Anstieg der Outputpreise führte.
Das Geschäftsklima im Sektor verbesserte sich auch im vergangenen Monat erneut, allerdings so langsam wie seit April nicht mehr.
Der Composite Output Index, der die Entwicklung von Industrie und Dienstleistungen kombiniert, lag im November bei 51,2, nach 51,8 im Oktober.




















